Eine Verheißung des Frühlings

Sabina Pettittvon Sabina Pettitt

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Frühling die Jahreszeit, in der das Holzelement aufblüht. Unser Garten ist ein Gala aufsprießender Energe – winzige Keimlinge durchbrechen die Erde, und die Knospen der Magnolien, Forsythien und anderen Sträucher lassen die ersten Farben erahnen. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu sehen, zu riechen und zu genießen. Und jede Pflanze, die nach dem Winterschlaf wieder erwacht, ist hier, um ihren Daseinszweck auf der Erde zu erfüllen. Dies ist zweifellos die allumfassende Botschaft des Frühlings und des Holzelements in der TCM.

Anhand einer Geschichte aus dem Leben von Dr. Edward Bach, dem ersten Hersteller von Blütenessenzen in der modernen westlichen Welt, kann man sehr gut illustrieren, wie wichtig es ist, in Übereinstimmung mit unserem Seelenplan zu leben: Als er in seinen späten 30er Jahren war und erst die Hälfte seines Essenzenrepertoires erforscht hatte, wurde bei ihm eine tödliche Krankheit diagnostiziert, und man riet ihm, seine „Angelegenheiten zu ordnen“, weil er voraussichtlich nur noch sechs Monate zu leben habe.

Er beeilte sich, die Arbeit, die er begonnen hatte, zu vervollständigen – und er brauchte dafür noch weitere 12 Jahre!!! Er ist mitnichten nach sechs Monaten gestorben. Er blieb hier und erfüllte das, was offensichtlich sein Seelenplan für diese Inkarnation gewesen war: Die Erschaffung der Bachblüten.

Viele meiner Patienten leiden, weil das, was sie in ihrem Leben tun, sie nicht glücklich macht. Ihre Jobs sorgen dafür, dass sie ihre Rechnungen bezahlen können, aber Freude und Erfüllung finden sie darin nicht. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Mangel an Erfüllung im Beruf, und nicht unterstützende Beziehungen zwei der wichtigsten kausalen Faktoren für Krankheiten sind.

Der Frühling ist also die Zeit, um sich seine ursprünglichen Ziele und Ambitionen wieder ins Gedächtnis zu rufen, und sich die Dinge im eigenen Leben vor Augen zur führen, die erfüllend sind, sowie die, die uns anstrengen und auslaugen. Und dann beginnt man damit, aufs Neue die Möglichkeiten zu sehen, die uns dahin führen, mehr die Person zu sein, die wir wirklich sind, und was die Dinge sind, die wir in diesem Leben erreichen wollen.

Auf meinem eigenen Lebensweg vergeht kein Tag, an dem ich nicht Danke dafür sage, dass ich mit den Essenzen arbeiten kann. Ich bin mir sicher, dass ich nicht mehr hier wäre, wenn ich meinen ursprünglichen Beruf, der mich an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat, weiter ausgeübt hätte.

Ich wünsche Ihnen eine schönen Frühling!
Sabina Pettitt

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