Zu guter Letzt … (August 2013)

Carsten SannDer Grund, warum der Newsletter dieses Mal etwas früher erscheint ist, dass ich am Montag nach Montana/USA in den Glacier National Park fliege, um dort mit einer kleinen Gruppe und Daniel Mapel (Wild Earth Tieressenzen) einige der Protagonisten seiner Arbeit, sprich die wilden Tiere zu besuchen. Wir werden voraussichtlich Grizzlybären, Elchen, Dickhornschafen, Bergziegen und Büffeln begegnen. Was für ein Abenteuer!

Abenteuerlich ist auch die Qualität der Zeit, in der wir uns gerade befinden. Kein Tag ist wie der andere – einmal geht es uns gut, dann haben wir wieder das Gefühl die Last der gesamten Menschheit auf unseren Schultern zu tragen. Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle und zum großen Teil scheint es unabhängig von unserem äußeren Zustand zu sein – auch wenn im außen alles gut ist, fühlen wir uns manchmal so, als ob wir auf dem Weg zum Schafott sind.

Diese Wechselbäder der Gefühle sind nichts wirklich Neues. Schon seit einiger Zeit gibt es immer wieder Phasen, in denen wir in der emotionalen Achterbahn festgeschnallt sind. Für mich ist die aktuelle Phase jedoch davon geprägt, dass tiefe und alte, teilweise sogar uralte Themen noch einmal durchgekaut werden wollen, um dann endlich gehen zu dürfen. Momentan habe ich tatsächlich das Gefühl, dass ich auf der Ebene der Seele jeden Tag Schwerstarbeit (und die im Akkord) leiste, um so schnell wie möglich all das aufzuräumen, was ich seit Lebzeiten mit mir herumgetragen habe und was mich dabei behindert, vollständig in der neuen Energie der Zeit zu sein. Gibt es eigentlich so etwas wie „seelischen Muskelkater“? Wenn ja, dann habe ich momentan bestimmt einen tierischen …

Es ist also gerade (mal wieder) anstrengend. Nun gut … wir haben letztlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir lassen uns darauf ein und tun die Arbeit, die getan werden muss oder wir leisten Widerstand, wehren uns und gehen dabei auf irgendeine Art zugrunde. Keine Frage, dass mir diese Entscheidung relativ leicht gefallen ist ;-) Damit die Seele ihre Arbeit erledigen kann, braucht es jedoch im Außen einen stabilen Rahmen – wenn wir auch noch dort mit Problemen zu kämpfen haben, dann wird es nur noch schwieriger. Ich habe natürlich kein Patentrezept, wie man sich einen stabilen äußeren Rahmen schaffen kann, jedoch möchte ich Ihnen gerne einen Einblick geben, was ich selbst tue … vielleicht können Sie die ein oder andere Anregung daraus entnehmen.

1. Körperliche Ebene

Nie war es so wichtig, auf seinen Körper zu hören und zu achten. Es geht nicht darum, Vegetarier, Sportfreak oder sonst etwas zu werden – es geht aber wohl darum, darauf zu achten, im Gleichgewicht zu bleiben. Dazu gehört für mich regelmäßige körperliche Bewegung (bei mir ist das das Fitnessstudio), eine ausgewogene Ernährung (bewusst auch mal Fleisch weglassen, bewusst Obst und Gemüse essen) und genügend Schlaf. Die seelischen Prozesse kann man oft auch gut im Körper spüren. Wenn man ihn pfleglich behandelt, dann geht auch das leichter.

2. Emotionale Ebene

Zumindest bei mir ist es so, dass sich vieles, was die Seele so treibt, in emotionalen Zuständen äußert. Deswegen ist es für mich eminent wichtig, dafür zu sorgen, dass äußere Einflüsse, die mir unangenehme Emotionen bescheren, schnellstmöglich abgestellt werden. Was bedeutet das in der Praxis? Wenn ich Streit mit jemandem habe, dann versuche ich diesen entweder beizulegen oder zumindest zu einem Punkt zu kommen, wo es mich nicht mehr akut belastet. Wenn ich mich über etwas ärgere, dann versuche ich, es zu ändern, anzusprechen oder zukünftig zu vermeiden. Wichtig ist dabei der richtige Zeitpunkt: So bald wie möglich, aber nicht aus einer Wut oder einem Zorn heraus. Wenn ich (im wesentlichen) im Frieden mit der Welt um mich herum bin, dann hat meine Seele den Freiraum, das zu tun, was ansteht.

3. Kommunikation

Vielleicht (wahrscheinlich?!) hat es einfach mit meinen eigenen Prozessen zu tun, aber Kommunikation ist etwas, was momentan extrem schwierig ist. Unglaublich vieles kommt nicht an, wird falsch verstanden oder überhört. Deshalb ist es in meinen Augen momentan extrem wichtig, besonders viel Wert auf eine angemessene und saubere Kommunikation zu achten. Und das gilt für jeden: Partner, Kinder, Kollegen, die Bedienung im Restaurant etc. Viele Probleme im Außen lassen sich vermeiden, wenn man sicherstellt, dass die Kommunikation so gut wie möglich funktioniert.

4. Unterstützung

Alle oben aufgeführten Dinge unterstütze ich mit den Mitteln der alternativen Medizin: Homöopathische Mittel und Schüßlersalze für den Körper. Ich verwende täglich die Abundance Essenz um dafür zu sorgen, dass ich mir keine Gedanken um mein (finanzielles) Überleben machen muss, denn die kosten sonst auch eine Menge Energie. Bei Bedarf ergänze ich das noch mit weiteren Essenzen, z.B. Wolf für Gruppensituationen, Beyond Words für Situationen in der Öffentlichkeit oder Protection, wenn ich das Gefühl habe, besonderen Schutz zu brauchen.

Wie bereits im letzten Newsletter geschrieben, ist es notwendig, sich dem Fluss des Lebens hinzugeben. Konkret bedeutet das, jeden Tag auf’s neue zu schauen, was heute nötig ist, um die Aufgaben und Themen, die sich gerade heute zeigen, bestmöglich zu bewältigen. Ich habe das Gefühl, dass die Zeiten, in denen man in vielerlei Hinsicht lange vorausplanen konnte, vorbei sind. Nun geht es darum, sich in der Kunst der Flexibilität und des Vertrauens zu üben. So denn! Ärmel hochgekrempelt und los geht’s!

Zum Schluss möchte ich noch ein Gleichnis mit Ihnen teilen, das mir immer dann Kraft gibt, wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr am Steuer meines Lebens zu sitzen:

Wenn ich mit dem Auto nachts von Aschaffenburg nach Frankfurt fahren möchte, dann kann ich nicht die ganze Strecke auf einmal überblicken. Es ist dunkel und es ist weit. Mein Auto hat jedoch Scheinwerfer, die gerade so viel von dem vor mir liegenden Weg beleuchten, dass ich die nächsten hundert Meter zurücklegen kann. Und auf wundersame Weise sind dann, wenn ich diese Strecke hinter mich gebracht habe, die nächsten 100 Meter beleuchtet, so dass ich, Schritt für Schritt, auch ohne im Voraus alle Details meines Weges zu kennen, schließlich am Ziel ankomme. Alles was ich zu tun habe ist, mein Ziel zu definieren und darauf zu vertrauen, dann nach den ersten hundert Metern immer wieder weitere hundert Meter kommen. Auch der längste Weg lässt sich als eine Aneinanderreihung von kurzen Stücken ansehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wundervollen August und einen warmen, angenehmen und erfolgreichen September.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen 

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