Zu guter Letzt … (Januar 2014)

Carsten SannHomöostase (griechisch ὁμοιοστάσις homoiostásis „Gleichstand“) bezeichnet die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes eines offenen dynamischen Systems durch einen internen regelnden Prozess. (Quelle: Wikipedia).

Etwas weniger fachlich ausgedrückt bedeutet der Begriff, dass ein jedes System (der Körper, die Gesellschaft, die Menschheit als Ganzes) das Bestreben hat, ins Gleichgewicht zu kommen, und interne Mechanismen nutzt, um dies zu erreichen.

Es dürfte niemandem entgangen sein, dass die letzten zwei Jahre auf vielen Ebenen sehr anstrengend waren, und dass, ebenfalls auf vielen Ebenen, sehr vieles durcheinandergerüttelt wurde – persönlich, gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich … Für mich fühlt es sich momentan so an, als wären wir bildlich gesprochen in einer großen Schneekugel, die von Gott/der Göttin/den Göttern/Allah/Jahwe (oder wie man das, was größer ist als wir, auch immer nennen mag) ordentlich durchgeschüttelt wurde, und die kleinen Schneeflocken tanzen nun in wildem Chaos um uns herum, so dass wir nicht wissen, wo uns der Kopf steht, wo wir sind, und wohin wir als Erstes schauen sollen. Und da kommt dann das Prinzip der Homöostase ins Spiel. Die Schneeflocken werden sich setzen und wir werden aus dem Schneegestöber auftauchen und wieder klar sehen. Aus dem Chaos entsteht eine neue Ordnung.

Dies ist ein altbekanntes Prinzip, was sich an Revolutionen auf der ganzen Welt und in vielen Jahrhunderten beobachten lässt – ein System, dessen Zeit abgelaufen ist, wehrt sich mit allem was es hat, bis es schließlich zu einem Showdown kommt, der alles in Chaos stürzt, aus dem dann eine neue Ordnung hervorgeht. Diesmal scheint dieser Prozess jedoch anders abzulaufen – zum einen findet er global statt, und zum anderen entsteht das Chaos mehr im Innen als im Außen. Und über Letzteres bin ich ehrlich gesagt, ziemlich froh ;-)

Je mehr ich selbst durch das aktuelle Chaos navigiere, desto klarer wird mir, was die Werkzeuge sind, um heil und sogar elegant vom Durcheinander wieder zur (persönlichen) Ordnung zu kommen. Eines der wichtigsten ist dabei das „Emotionale Leitsystem“, über das ich bereits in einem früheren Newsletter geschrieben hatte. Kurz gesagt geht das darum, dass man sich die eigene Intuition beim Treffen von Entscheidungen bewusst zunutze macht und vereinfacht gesagt bedeutet es: Wenn sich etwas gut anfühlt, dann mache es – wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann lasse es sein.

In der Realität ist das ganze natürlich nicht so schwarzweiß, wie diese Kurzform es erscheinen lässt. Aber es ist dennoch genauso einfach, wie es sich anhört. Wenn ich vor einer Entscheidung stehe, dann gibt es sicher handfeste sachliche Gründe, die für oder gegen die jeweiligen Optionen sprechen. Zusätzlich gibt es aber auch noch die Ebene der Intuition, die uns Informationen darüber gibt, wie (unterschiedlich) sich die verschiedenen Optionen anfühlen. In meiner persönlichen Erfahrung war es ausnahmslos immer so, dass sich Entscheidungen, die sich nachträglich als Fehler herausgestellt haben, auf irgendeiner Ebene vorher komisch, oder nicht ganz richtig angefühlt haben. Und mehr als einmal war es auch so dass sich, obwohl es keine sachlichen Argumente gab etwas Bestimmtes nicht zu tun, sich (wenn ich es tatsächlich nicht getan habe) im Nachhinein herausgestellt war, dass dies die bessere Entscheidung war. Ich habe noch nie erlebt, dass mich mein Bauchgefühl getrogen hat! Und inmitten des aktuellen Chaos haben wir keinen besseren Kompass zur Verfügung als eben unser Bauchgefühl. Wenn wir unserer Intuition folgen, werden wir Entscheidungen treffen, die uns auf dem schnellstmöglichen Weg wieder zurück zur Ordnung führen.

Kleine Randbemerkung: Manchmal fühlen sich Unsicherheit und virtuelle Ängste wie ein Bauchgefühl an, das von einer bestimmten Entscheidung abrät, obwohl sie eigentlich die richtige wäre. Mit ein bisschen Übung und Bereitschaft zur Innenschau wird man jedoch schnell die darunter liegenden Emotionen, spüren können, die sich gut und stimmig anfühlen.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren Werkzeugen, die uns in diesem Prozess unterstützen können, und ich werde nicht müde, sie immer wieder aufzuzählen: Essenzen, Kinesiologie, Homöopathie, Osteopathie, Astrologie und was es in dieser Richtung sonst noch so gibt. Ich halte es aber jedoch für eminent wichtig zu verstehen, dass alle diese Dinge nur das sind, was ich gerade gesagt habe: Werkzeuge. Sie können uns helfen, unsere Intuition besser zu hören, Ängste zu überwinden, unsere Potenziale zu erforschen und freizusetzen, aber sie können uns niemals (niemals!) Entscheidungen abnehmen. Entscheidungen sind etwas, das wir bewusst und aktiv treffen müssen. Wie im letzten Newsletter geschrieben funktioniert das Prinzip „Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung“ heute nicht mehr. Nehmen Sie also das Ruder des Schiffs Ihres Lebens in die Hand, steuern Sie es dahin, wohin Sie wollen, und überlassen ihren Kurs nicht länger dem Zufall!

In tiefer Dankbarkeit für all die wunderbaren Lehrer und Werkzeuge die uns heute in dieser wahrhaft transformativen Zeit zur Verfügung stehen wünsche ich Ihnen einen guten Start ins Jahr 2014, und dass Sie der Umsetzung Ihrer Wünsche und Visionen in diesem Jahr ein gutes Stück näher kommen.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Ein Gedanke zu „Zu guter Letzt … (Januar 2014)

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