Zu guter Letzt … (November 2014)

Carsten SannAls ich im Frühsommer dieses Jahres in Kanada zur Lehrerausbildung bei Sabina Pettitt und ihren Pacific Essences war, habe ich Jennifer, kurz Jen aus Portland, Oregon kennengelernt. Damals war sie Astrologin, hatte lange mit den Kalifornischen Essenzen gearbeitet und war gerade dabei, ihre Liebe für die Pacific Essences zu entdecken. Wir haben als Gruppe mit den anderen Teilnehmern eine intensive Woche in Port Renfrew verbracht, viel gelernt und viel Spaß gehabt.

Am Samstag hat sich Jen das Leben genommen.

Hinter einer solchen Entscheidung stehen unzählbar viele Gründe auf unzählbar vielen Ebenen, und außer der Person selbst, die diese Entscheidung trifft, kann wohl niemand vollständig nachvollziehen warum. Die eine Frage, die einem in solchen Momenten durch den Kopf geht ist aber: Warum konnte sie die Werkzeuge, die sie zur Verfügung hatte nicht nutzen, um sich selbst zu helfen?

Einer von vielen Gründen für Jen war wohl, dass sie ein unglaublich sensibles Gespür für alles Feinstoffliche hatte, dass das energetische Chaos hier auf der Erde ihr oft einfach zuviel wurde. Aber gerade deshalb war sie eine solch begnadete Heilerin. Die Kommentare auf ihrer Facebook Seite und die bewegende Mitteilung auf der Website der Portland School of Astrology zeugen davon, dass sie so vielen Menschen geholfen hat – nur sich selbst konnte sie nicht heilen.

In dem Maße, wie sich die Erde verändert, und wir als Menschen mit ihr, müssen wir uns auf vielen verschiedenen Ebenen anpassen, um unser Leben in der Dualität zwischen Materie und Feinstofflichkeit gesund und glücklich leben zu können. Es ist wichtig, dass wir sowohl mit beiden Beinen auf der Erde stehen, als auch unsere Anbindung „nach oben“ nicht länger verleugnen.

Nach Hunderten von Jahren, in denen die Ebene der feinstofflichen Energien und Informationen konsequent aus dem Bewusstsein der Menschen getilgt wurde, kommen das Wissen und die „Antennen“ mit Macht zurück. Manche Menschen werden schon damit geboren, andere eröffnen sich diese Fähigkeiten auf ihrem Weg. Auf jeden Fall ist der Raum, den die nichtmateriellen Ebenen in unseren Leben einnehmen, dabei sich rapide auszudehnen – und das fühlt sich oft neu, ungewohnt und manchmal sogar furchteinflößend an. Die Essenz des Monats, Mugwort von den Kalifornischen FES Essenzen, kann uns dabei helfen, diesen Übergang sanfter und ohne Angst zu machen.

Das Wichtigste dabei ist jedoch, dass wir vestehen, dass uns einerseits nichts aufgezwungen wird – wir haben uns selbst entschieden, diesen Weg zu gehen. Andererseits ist das Wissen um die Existenz und Nutzung der feinstofflichen Ebenen unser natürlicher Seinszustand. All die Jahrhunderte waren wir auf einem Auge blind, als wir glauben gemacht wurden, dass es nichts außer der Materie gibt.

Die Zeit ist reif, für eine geerdete, freie und unabhängige Spiritualität, die, wie im Zu guter Letzt vom Oktober beschrieben, im höchsten Maße individuell ist. Die Zeit ist reif, die Welt der Energien und Informationen wieder zu integrieren, und zwar auf eine aufgeklärte Weise – Disziplinen wie Quantenphysik, Psychoneuroimmunologie und Epigenetik sind dabei die alte Welt des Mystischen mit der modernen Wissenschaft zusammenzubringen. Und auch Rituale müssen in unserer Welt wieder ihren angemessenen Platz haben. Die Zeiten des „entweder/oder“ für Mystik und Materialismus sind vorbei. Das große Pendel ist vom Aberglauben des Mittelalters zur rein mentalen Philosophie von Kant und Descartes geschwungen, und ich glaube, inzwischen sind wir soweit, dass wir ein gesundes Miteinander von beidem aufrechterhalten können. Denn das ist es, was die Welt braucht: Herz und Verstand im Gleichgewicht.

Jen, Du warst wohl Deiner Zeit voraus. Wenn Du nur einige Jahre später gekommen wärst, hättest Du es vielleicht ausgehalten, auf dem Planeten zu bleiben. Nun bist Du wieder zuhause … und ich bin mir sicher, dass Du zur rechten Zeit wiederkommen wirst.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

 

Ein Gedanke zu „Zu guter Letzt … (November 2014)

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