Zu guter Letzt … (August 2015)

Carsten SannWährend ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Bus, fahre auf Danzig zu und bin auf dem Weg nach Hause. In den letzten 10 Tagen war ich in Berlin, Thorn, Insterburg, Gumbinnen, Rauschen, Cranz und Königsberg. Auf den Spuren meiner Ahnen bin ich mit einer Reisegruppe nach Ostpreußen gereist, um die Orte einer Vergangenheit zu besuchen, die 1945 abrupt und unter großen Schmerzen endete.

Wie bereits im letzten Newsletter geschrieben, war der Anstoß dazu die Lektüre des Buches über die Kriegsenkel-Generation, zu der ich auch gehöre. Den meisten aus dieser Generation geht es materiell gut, sie haben Familien und keinen offensichtlichen Grund, nicht glücklich zu sein. Und trotzdem gibt es da einen Ort im Inneren, der leer und gleichzeitig voller Schmerz ist. Es ist gut möglich, vielleicht sogar sehr wahrscheinlich, dass dies die Wunden des Krieges sind, die über die Eltern und Großeltern ohne Absicht weitergegeben wurden – auf vielen verschiedenen Ebenen in der dreidimensionalen und auch in der multidimensionalen Welt.

Passend zur gegenwärtigen Zeit, in der es gilt, das aufzuräumen, was lange verschüttet war, machen sich immer mehr, besonders aus der Generation der Kriegsenkel, auf den Weg, um die noch offenen Wunden des Krieges auf systemischer Ebene zu heilen. Das ist unsere Aufgabe, und gerade aufgrund der materiell stabilen Situation haben wir die Möglichkeit dazu.

Mein „Zu guter Letzt“ ist in diesem Monat kurz, ich habe aber meine inneren und äußeren Erlebnisse während der Reise in meinem persönlichen Blog niedergeschrieben und lade alle, die Interesse haben, ein, sie zu lesen.

Alle Beiträge in umgekehrter chronologischer Reihenfolge finden sich hier: http://blog.sann.cc/category/reisen/

Der erste Beitrag zum Weiterblättern startet hier: http://blog.sann.cc/2015/08/ostreise-1-zeitreise/

Vielleicht ist mein Reisetagebuch für den einen oder anderen eine Inspiration, sich auf seinen eigenen Weg zu machen, um seinen Beitrag dazu zu leisten, die Wunden im eigenen Familiensystem zu heilen – und wenn nur jeder das tut, was in seiner Macht steht, wird sich die Welt schneller als gedacht zum Positiven verändern.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Ein Gedanke zu „Zu guter Letzt … (August 2015)

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