Spaß im Einkaufszentrum: Wie man seine Themenessenz auf ungewöhnliche Weise entdecken kann

Collestrada-Ball-in-Water-2-225x400von Lila Devi

Ich hatte heute im Collestrada Einkaufszentrum außerhalb von Assisi (Italien) eines der erstaunlichsten Erlebnisse meines Lebens. Es war nicht etwa ein Schlussverkauf von Bettwäsche oder 50 % Rabatt auf Designerschuhe – es war ein Spiel für Kinder zwischen 4 und 99 Jahren, das man auch auf Volksfesten oder in Freizeitparks finden kann.

Ich zog meine Schuhe und meinen Schmuck aus und kletterte in eine Plastikkugel mit fast zwei Metern Umfang. Zwei Helfer füllten die Kugel mit genügend Luft für 30 Minuten bei Erwachsenen, 45 Minuten bei Kindern, verschlossen sie, und schickten mich damit auf ein flachen Wasserbecken das zwar nur 30 cm tief, aber fünf Meter breit war. Dann kam ein kurzer Moment der Klaustrophobie – wer mag es schon, in einer luftdichten, aufgepumpten Plastiktüte eingeschlossen zu sein? Ich fühlte mich wie Essensreste, die man in einen Picknickkorb gestopft hatte!

Und ich war die einzige im Becken, die älter als sechs Jahre war.

Doch dann begann der Spaß! Jedes Mal, wenn ich versuchte, mich zu orientieren oder gar aufzustehen, fiel ich wieder um – auf mein Gesicht, meinen Rücken, meinen Hintern und manchmal auch alle drei nacheinander. Ich konnte mich nirgendwo festhalten, es gab nichts, das mich stabilisierte und es gab schon gar keine Möglichkeit, mich zu erden.

Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich meinen Körper das letzte Mal als ein so tolpatschiges, schwerfälliges Gefährt erlebt und so viel Würde verloren habe. Ich habe gelacht, bis mir die Seiten wehgetan haben. Ich hatte so viel Spaß! Während der fünf Minuten, die gnädigerweise auf sieben Minuten verlängert wurden, erlebte ich ein klassisches Motiv aus einem Themenpark: Der Mensch gegen die Natur oder auch gegen sich selbst – oder in diesem Fall, eine Erwachsene, die sich komplett zum Narren macht, indem sie in einer Plastikkugel auf einem flachen Wasserbecken umherschwimmt, und das mitten in einem Einkaufszentrum zur Belustigung der Passanten!

Ich war wild entschlossen, aufzustehen. Keine Zwei-Meter-Kugel würde mich zur Witzfigur machen!

Dennoch fiel ich jedes Mal, wenn ich versuchte mich hinzustellen, nur noch tollpatschiger um als das Mal zuvor. Ich lernte schnell, dass ich mich zuerst auf alle Viere stellen musste – nicht die würdevollste Haltung für Menschen über sechs! Meine Beinmuskeln zitterten schon vor Anstrengung und ich erinnerte mich an meine erste (und letzte) Windsurf-Stunde, bei der ich es innerhalb von zwei Stunden schaffte, auf dem Brett mit aufgerichtetem Segel zu stehen. Aber von da ging es nicht weiter als höchstens über Bord. Damals haben mir nach den Stunden auch die Beine gezittert und ich musste aufhören. Mein mitfühlender Surflehrer sagte mir anschließend: „Sei nicht traurig. Die meisten schaffen es in der ersten Stunde noch nicht einmal, auf dem Brett zu stehen!“

Aber ich habe es geschafft! Ich erhob mich von allen Vieren auf meine zwei Beine und einige Sekunden lang genoss ich den Duft des Sieges. Dann machte es wieder bumms, ich fiel auf meinen Rücken und lachte mich dabei kaputt. Das Wunderbare an diesem Spiel war das Gefühl, dass ich vollständig unfähig war, mich in meinem eigenen Körper oder irgendetwas außerhalb von mir zu erden. Es ging nur noch um das, was in mir vorging. Ich fühlte mich, als wäre ich in meiner eigenen Seele eingeschlossen und alles andere wäre verschwunden.

Ich fühlte mich von meiner Themenessenz umgeben. Ich nahm dieses Erlebnis als sehr anmutig wahr, denn meine aktuelle Themenessenz ist Date (Dattel) und die steht für zärtliche Anmut. Sie gab mir einen tieferen Vorgeschmack darauf, wie es ist, mit der Natur der Seele im Kontakt zu sein, besonders mit ihrer kindlichen Natur, wo wir die Gelegenheit haben, uns mit unserem wahren Selbst zu verbinden.

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