Zu guter Letzt … (Mai 2016)

Carsten SannHaben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Rolle Werkzeuge in unserem Leben spielen und wie wichtig es ist gute Werkzeuge zu haben? Natürlich bringt das nur etwas, wenn man sie auch nutzt, und das am besten bewusst. Mir ist das in den letzten Wochen immer wieder klar geworden.

Der Begriff „Werkzeug“ ist mehrfach belegt und kann von Hammer und Zange bis zu einer bestimmten Methode, die man verwendet, vieles bezeichnen. Mir sind in letzter Zeit einige Dinge aufgefallen, die sich wunderbar unter diesem Begriff zusammenfassen lassen.

Die erste Begebenheit ist eher profaner Natur. Unser Tagesgeschäft im Essenzenladen wäre ohne das Internet nicht denkbar. Kunden bestellen über unseren Shop oder per E-Mail und selbst die Telefongespräche laufen dank „Voice-over-IP“ inzwischen über das Internet. Vor wenigen Jahren gehörten wir zu den ersten, die einen Glasfaseranschluss von der Telekom angeboten bekommen haben. Als das zur Debatte stand, musste ich nicht lange überlegen Das Internet ist für uns wie gesagt ein wichtiges Werkzeug und deshalb ist es unerlässlich, dass es zuverlässig funktioniert. Der DSL Anschluss den wir bisher hatten, war zwar ganz in Ordnung, jedoch ab und zu gestört und insgesamt nicht optimal. Der Glasfaseranschluss hingegen ist teurer, dafür aber stabil und schnell. Noch heute sage ich im Geiste regelmäßig Danke, dass wir diese Option angeboten bekommen haben, denn dieses „Werkzeug“ funktioniert seitdem problemlos und die Geschwindigkeit macht einfach Spaß.

Ein zweites Schlüsselerlebnis hatte ich bei meinem Hobby, der Fotografie. Weil ich in letzter Zeit immer wieder sportliche Events in geschlossenen Räumen fotografiere, habe ich mir ein neues Objektiv gegönnt, das das erleichtert und zusätzlich noch eine Reihe weiterer neuer Möglichkeiten eröffnet. Weil ich ein Freund von Effizienz bin (und die Dinger auch einen Haufen Geld kosten), habe ich mich vorher mit dem Thema ausführlich beschäftigt, das richtige Objektiv für mich herausgesucht und dann das notwendige Geld dafür investiert. Natürlich ist es so, dass der vor allem Mensch hinter der Kamera ausschlaggebend für die Qualität der Bilder ist, aber mit dem geeigneten Werkzeug stehen diesem Menschen einfach mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Die Ergebnisse meiner ersten Einsätze des neuen Objektivs waren durchweg begeisternd und jedesmal, wenn ich mir meine Lieblingsbilder aus den Serien wieder ansehe, kann ich einen kleinen Schauer der Dankbarkeit fühlen, dass ich dieses Geld richtig angelegt habe.

Die dritte Erkenntnis hatte ich in einer emotionalen Stresssituation. Ich habe mich über das Verhalten eines Bekannten sehr geärgert, und zwar so sehr, dass es mir die komplette Stimmung verhagelt hat. Irgendwann ist mir der Gedanke gekommen, dass die Menge des Ärgers, die ich spürte, in keiner Relation zur Situation stand, wenn ich sie versuchte, möglichst objektiv zu betrachten. Offensichtlich war da noch etwas anderes am Laufen. Ich habe dann den kinesiologischen Muskeltest als Werkzeug eingesetzt um herauszufinden, was da läuft und was ich tun kann, um Abhilfe zu schaffen. Letztlich war es mir mit diesem (dem in dieser Situation richtigen) Werkzeug möglich, schnell herauszufinden, dass mein eigentlicher Ärger gar nicht der aktuellen Situation galt, sondern einer Reihe von alten Situationen mit einer völlig anderen Person. Nachdem ich den Zorn dann (mit weiteren kinesiologischen Werkzeugen und Essenzen) in die richtige Richtung umgelenkt hatte, war ich wie ausgewechselt und meine Stimmung wieder blendend.

Ich habe aus diesen Begebenheiten mehrere Erkenntnisse gezogen:

  1. Es ist kontraproduktiv, am falschen Ende zu sparen, denn schlechte oder ungeeignete Werkzeuge schaden mehr, als dass sie helfen. Da Qualität in der Regel ihren Preis hat, ist es besser, für ein gutes Werkzeug zu sparen, als vorschnell ein schlechtes zu kaufen.
  2. Die richtigen Werkzeuge erweitern unserem Möglichkeiten immens – oder haben Sie schon einmal versucht, einen Nagel mit dem Daumen in einen Holzbalken zu drücken
  3. Die besten Werkzeuge nutzen nichts, wenn man sie nicht einsetzt. Ich hätte mich auch noch stundenlang über meinen Bekannten ärgern können. Durch den Einsatz des richtigen Werkzeugs habe ich relativ schnell dafür gesorgt, dass es mir wieder gut ging.

Über das Thema Kompromisse hatte ich vor längerem schon einmal geschrieben. Bei unseren Werkzeugen, so ist meine Überzeugung, ist es wichtig dass wir keine – oder wenn es nicht vermeidbar ist – zumindest keine faulen Kompromisse eingehen. Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal darüber nachgedacht, ob Sie für die verschiedenen Bereiche Ihres Lebens die richtigen Werkzeuge haben, oder was Sie tun können, um diese zu bekommen?

Ich wünsche Ihnen sonnige Frühlingstage!

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

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