Zu guter Letzt … (Oktober 2010)

Was für ein Oktober! Er begann für mich mit einer Reise, die mich um die halbe Welt geführt hat. Zuerst nach Lissabon zum Internationalen Blütenessenzenkongress und dann direkt weiter nach Kyoto in Japan zum Weltkongress des International Kinesology College, des Verbandes für Touch for Health und Brain Gym. Beide Kongresse habe ich zusammen mit Sabina Pettitt von den Pacific Essences besucht und es war eine wirklich erlebnisreiche Zeit.

Das Geschenk, das Lissabon für mich gebracht hat, war die Erkenntnis, dass es auch bei Menschen, die mit Blütenessenzen arbeiten (oder sie sogar selbst herstellen) Unterschiede gibt. Es gibt diejenigen, die mit guter Intuition sorgfältig arbeiten und es gibt diejenigen, deren Leben die Essenzen sind. Von der letzteren Sorte habe ich glücklicherweise zwei neue Vertreter kennengelernt: Sandra Epstein aus Brasilien und Tanmaya aus Australien. Sandra stellt die Ararêtama Regenwaldessenzen her und Tanmaya die Himalayan Flower Enhancers. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich die beiden kennenlernen durfte, denn es war sofort zwischen uns eine Verbindung des Herzens da und natürlich werden wir die Essenzen nach Deutschland bringen. – mehr dazu in einem der nächsten Newsletter. Unser Ziel im Essenzenladen ist es, nur Produkte zu verkaufen, bei denen wir sicher sind, dass ihr Hersteller mit ganzem Herzen hinter seinen Produkten steht. Und wenn ich sage „mit ganzem Herzen“ meine ich auch wirklich das Herz und nicht „nur“ den Verstand.

Und dann gab es in Lissabon noch die Menschen, die mit der besten Absicht Essenzen herstellen und mit ihnen arbeiten, bei denen jedoch (zumindest bei mir) das Gefühl hochkommt, dass sie entweder nicht wirklich verstehen, was sie da tun oder es vorrangig mit der Intention tun, um Geld zu verdienen. Verstehen Sie mich nicht falsch – es ist nichts Schlechtes daran, Geld zu verdienen – auch eine Menge Geld ist in Ordnung! Für mich ist jedoch die Rangfolge der Intention wichtig: Mache ich etwas, was mir zumindest nicht keinen Spaß macht, nur des Geldes wegen oder mache ich etwas, weil es mir Spaß macht und glücklicherweise sorgt es auch noch für meinen Lebensunterhalt. Die Intention ist es, die wichtig ist. Diese Wahrnehmung ist etwas zutiefst subjektives. Wahrscheinlich ist es so, dass es bei den Herstellen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass die Intention nicht zu mir passt, genügend Menschen gibt, die entweder etwas anderes wahrnehmen oder denen die Intention egal ist. Und das ist in Ordnung so. Einen Anspruch auf allgemeingültige Wahrheit gibt es in dieser Welt nicht. Jeder muss für sich selbst hinspüren und entscheiden und jeder muss auch für sich selbst entscheiden, mit welcher Intention er an seine Arbeit geht.

Jetzt werden Sie sagen: „Wenn ich nur das machen würde, was mir Spaß macht, dann würde ich ja verhungern!“. Und Sie haben teilweise recht – jedoch nur teilweise ;-) In unserer modernen Welt ist es immer noch nicht immer leicht, ausschließlich mit dem, was Spaß macht, sein Überleben und seinen Lebensstandard zu sichern. Aber es geht! Gerade vorgestern hatte ich die Gelegenheit, einige Stunden mit Daniel Mapel von den Wild Earth Tieressenzen in Frankfurt zu verbringen, der auf der Durchreise war. Zwischendrin sah er mich an und sagte, wie cool sein Leben doch sei. Er fliege um die Welt und erzähle Leuten über seine Essenzen und habe gar nicht das Gefühl zu arbeiten, weil ihm alles so viel Spaß macht.

Und genau das ist es, was wir alle anstreben sollten. Was hindert uns daran, in unserer freien Zeit etwas zu tun, was unser Herz jubeln lässt und zu beginnen, auszuloten ob sich damit nicht auch Geld verdienen lässt? Meine persönliche Definition von Arbeit ist: Alles, was ich für Geld tue und was mir keinen Spaß macht. Insofern ist es mein Ziel, die Zeit, die ich mit „Arbeit“ verbringe, nach Kräften zu minimieren ;-) Und jede Stunde, die ich im Essenzenladen verbringe, hilft mir dabei :-)

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen goldenen Oktober mit möglichst wenig „Arbeit“.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Delia & Carsten Sann

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