Zu guter Letzt … (Januar 2012)

Das neue Jahr ist da! Und diesmal ist es ein ganz besonderes … 2012. Selten wurde über ein einzelnes Jahr so viel geschrieben und so viel Angst verbreitet (vielleicht mit Ausnahme des Jahres 2000). Zu dem Thema, warum wir davor keine Angst haben müssen und sollten habe ich im Mai-Newsletter bereits ausführlich geschrieben. Kein Grund also, das noch einmal zu wiederholen. Dennoch ist das gerade erst so richtig beginnende Jahr tatsächlich etwas Besonderes. Es markiert den Höhepunkt eines Transformationsprozesses, der schon seit ca. 18 Jahren kontinuierlich an Kraft gewinnt und auch noch die nächsten 18 Jahre weitergehen wird. Astronomisch betrachtet wandert die Erde nämlich durch den Äquator der Milchstraße und zur Wintersonnenwende (dem „magischen Datum“ 21.12.2012) wird unsere Sonne exakt in Konjunktion zu diesem Äquator stehen. Die Majas, die um die astronomischen Zusammenhänge wussten, bauten diese in ihre Kalender und Mythologie ein und erkannten, dass in ihrer fernen Zukunft (unserer Gegenwart!) eine Zeitenwende stattfinden würde.

Doch was bedeutet dies für uns? Neben der Tatsache, dass sich sowohl im Großen als auch im Kleinen gerade ziemlich viel verändert findet meiner Wahrnehmung nach tatsächlich auch ein großer Wandel in den Menschen selbst statt. Nach gut 400 Jahren, die vom kartesischen Weltbild geprägt waren, in dem wir nichts anderes als eine biochemische Maschine sind, beginnt eine wachsende Anzahl von Menschen, sich wieder daran zu erinnern, dass es neben den heute messbaren Vorgängen auch noch andere Ebenen gibt, die den Menschen ausmachen. Selbst die Schulmedizin beginnt ganz langsam, in winzigen Schritten zumindest zuzugeben, dass es Dinge in Bezug auf den Körper und die Gesundheit gibt, die man nicht mit rein „wissenschaftlichen“ Methoden erklären kann (wobei die Definition von „wissenschaftlich“ selbst in den verschiedenen Disziplinen recht flexibel ist).

Doch die Veränderung, die momentan stattfindet, ist noch viel größer. Die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte war geprägt vom Glauben an Geister, Götter und andere übersinnliche Wesenheiten. Die „aufgeklärte“ Menschheit hat das in den letzten Jahrhunderten als Aberglauben verurteilt. Dennoch steckte viel Wahrheit in den alten Vorstellungen. Der Glaube an Kräfte, die größer sind als wir einzelne Menschen ist etwas, was Tausenden von Generationen Trost und Zuversicht gespendet hat, was im übrigen auch positiv wäre, wenn alles erstunken und erlogen wäre. Problematisch wird die Sache nur, wenn einzelne Menschen oder Gruppen diesen Glauben dazu nutzen, um ihre Mitmenschen zu kontrollieren und Macht über sie zu erhalten. Und dies war lange Zeit eher die Regel als die Ausnahme und leider ist es auch heute noch so.

Das klassische Beispiel für die Institutionalisierung eines Glaubens als Machtinstrument ist für mich die Kirche und hier vorallem der Katholizismus. Hier wurde über zwei Jahrtausende eine spirituelle Lehre (Christentum) systematisch dazu benutzt, um Macht auszuüben. Ich will hier sicher nicht bis ins letzte Details die Mittel und Werkzeuge der Kirche im Mittelalter darstellen, aber Stichworte wie Hölle, Ablasshandel, Hexenverbrennung und Kreuzzüge geben sicher jedem eine Idee von dem, was ich meine. Heutzutage sind die Methoden der Kirchen (und das bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf die christlichen Kirchen sondern alle Weltreligionen) subtiler und nicht mehr ganz so brutal – die Konzepte und die Machtansprüche, die dahinter stehen sind jedoch dieselben geblieben.

Doch nun scheint hier eine Veränderung stattzufinden. Schon seit vielen Jahren erkennen immer mehr Menschen, dass die Interessen der Kirchen nicht ausschließlich auf das Wohl der anderen sondern zu einem guten Teil auf das eigene Wohl ausgerichtet sind und treten folgerichtig aus den Kirchen aus. Das dadurch entstehende spirituelle Vakuum bedarf eine Lösung und in meiner Wahrnehmung beginnt sich nun eine neue Form der Spiritualität zu etablieren – und zwar eine sehr individuelle. In der neuen Zeit, die mit dem Durchgang des Sonnensystems durch den Äquator der Milchstraße eingeläutet wird, ist meiner Meinung nach kein Platz mehr für Weltreligionen, die von kleinen Machtzentren aus gesteuert werden und den Menschen vorschreiben, was sie zu glauben haben.

Vielmehr wird die Spiritualität, die Erkenntnis und das Wissen, dass es Ebenen gibt, die wir nicht sehen/riechen/schmecken/messen können, ein so elementarer Bestandteil des Lebens der Menschen sein, dass es einfach keine Notwendigkeit mehr gibt den Glauben zu institutionalisieren. Letztlich wird alles was wir tun immer in Verbindung mit und im Bewusstsein von Gott/Spirit/Allah (oder wie sie diese Energie auch immer nennen mögen) sein. Jeder wird seine eigene Geschmackrichtung von Glauben haben und sie auf vollkommen natürliche Weise im täglichen Leben anwenden und umsetzen. Allen diesen Milliarden von individuellen Glaubensrichtungen wird jedoch gemeinsam sein, dass sie auf Liebe, Respekt und Toleranz basieren. Deshalb wird es niemanden mehr geben, der den anderen davon überzeugen muss oder will, dass dessen Variante falsch ist und nur die eigene zur Erleuchtung führt.

Die Wurzeln der Weltreligionen (nicht unbedingt das, was die Kirchen daraus gemacht haben) basieren alle auf dem selben höchsten Gut: Liebe. Wenn wir es schaffen, dass wir die Spielchen des Ego und des Machtdenkens im Griff behalten und aus einer Position der Liebe für uns selbst und für andere zu handeln, dann gibt es keinen Grund mehr, jemand anderen dafür zu verurteilen, dass er seinen Gott Allah oder Karl-Friedrich nennt :-) Ich selbst fühle in diesen Tagen eine unendlich tiefe Dankbarkeit, dass solche Dinge wie Schwingung, Energie, Geistführer und das Verbundensein mit allen anderen Menschen Teil meines Lebens sind.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein fantastisches Jahr voller sanfter Transformation.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg

Delia & Carsten Sann
Der Essenzenladen

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