Wohlstand und Fülle im Juli 2012

von Jamie Morris

Liebe Freunde der Fülle,

kennen Sie die Redewendung „Zeit ist Geld“? Nun, diesen Sommer bin ich gerade dabei, herauszufinden, dass sie tatsächlich wahr ist. Zumindest teilweise. In meinem Fall müsste sie korrekterweise heißen „Zeit ist Fülle“.

Schon seit vielen Jahren habe ich davon geträumt, durch den Bundesstaat, in dem ich lebe (Florida), zu reisen und Erwachsenen auf vielfältige Art und Weise kreatives Schreiben beizubringen. In den letzten Jahren habe ich diesen Traum gelebt, Vorträge bei Konferenzen und Schriftstellerverbänden gehalten, Intensivseminere für verschieden Gruppen angeboten, Wochenendkurse alleine und mit einem Partner gegeben – überall in ganz Florida.

Die meisten Wochenenden haben für mich damit begonnen, meine Reisetasche zu packen, die Katzen zum Abschied zu streicheln, in meinen neuen kleinen Hyundai zu steigen (der erste Neuwagen, den ich je besessen habe und er wurde mir ganz klar vom Universum geschickt, um bei der Erfüllung meines Traums zu helfen, denn KEINER meiner anderen Wagen hätte mich sicher zu meinen Seminaren und Vorträgen und wieder zurück gebracht) und zu einer neuen Gelegenheit zu fahren, das zu tun, was ich schon lange tun wollte.

Und jetzt bin ich platt. Oder ich WAR platt.

Im April dieses Jahres hatte ich das Gefühl, dass es nichts mehr Interessantes gäbe, was ich meinen Schülern beibringen konnte. Ich begann, mich vor bevorstehenden Veranstaltungen zu fürchten anstatt mich darauf zu freuen. Es fühlte sich so an als ob meine beiden Gehirnhälften sich in Stein verwandelt hätten und jedesmal aneinander scheuerten, wenn ich kreative Gedanken herzuvorbringen versuchte.

Also machte ich einen Plan … oder so etwas Ähnliches. Ich entschied, mir den Sommer über frei zu nehmen, zumindest vom Unterrichten. Natürlich besteht mehr als die Hälfte meines Einkommens aus den Kurseinnahmen, also vertraute ich einfach darauf, dass ich „tun würde, was ich liebe und das Geld dann von alleine kommt“ (was auch der Titel eines hervorragenden Buchs von Marcha Sinetar ist – „Do What You Love, The Money Will Follow“. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!)

Das Lustige ist, dass das, was ich in meinem ausgelaugten Zustand am liebsten tun würde, ist zu schlafen, zu lesen und zu Yogastunden zu gehen – das ist nicht wirklich eine Straße, die mit Gold gepflastert ist. Aber meine Intuition riet mir deutlich dazu, die dreimonatige Auszeit zu nehmen, also bestellte ich direkt einige Fläschchen der Abundance Essenz (weil wich WUSSTE, dass ich die Unterstützung brauchen würde) und begann damit, meinen Kalender freizuschaufeln.

Nun ist es Mitte Juli, mir geht es gut und ich bin tatsächlich mitten drin in meiner Auszeit. Was ist passiert? Nun, als erstes habe ich wertvolle, verjüngende, das Herz heilende Zeit für mich selbst im Überfluss. Die Katzen und ich schlafen, bis wir das Gefühl haben, dass es Zeit zum Aufstehen ist, dann frühstücke ich, lege mich mit einem Buch auf’s Sofa und schlafe noch etwas mehr. Weil momentan einfach nicht soviel Geld da ist wie zu der Zeit, wenn ich unterrichte, bin ich in meinem Möglichkeiten (glücklicherweise) etwas eingeschränkt – ich gehe weniger aus, gehe weniger im Restaurant essen und ins Kino und verbringe mehr stille Zeit zuhause oder mit Freunden.

Ich habe auch mehr Zeit, um sie in dem Museum zu verbringen, in dem ich ehrenamtlich arbeite, und das gibt mir die Möglichkeit, die Mitarbeiter besser kennenzulernen und das Gefühl zu bekommen, dazuzugehören.

In Bezug auf mein Yoga Studio verhielt es sich ähnlich. Meine eingeschränkte Unterrichtstätigkeit ließ es nicht zu, dass ich mir die 100 Dollar, die ich normalerweise monatlich dort ausgegeben habe, weiter leisten konnte. Weil ich aber nicht ganz aufhören wollte, fragte ich die Besitzerin des Studios, ob es irgendetwas gäbe, das ich als Gegenleistung für meine Yogastunden für sie tun könnte, und jetzt erledige ich ihre wöchentlichen Tipparbeiten und einige Schreibarbeiten, die es mir, wie bei meiner Arbeit im Museum, ermöglicht haben, meine Verbindung mit den Leuten im Yogastudio zu vertiefen. Ich bin inzwischen wirklich ein Teil des Studios und nicht mehr nur irgendeine Schülerin, die kommt und geht.

Und was ist mit dem Geld, fragen Sie? Gute Frage! Auf wundersame Weise (und ich kann wirklich kein anderes Wort dafür finden) bekomme ich jedes Mal, wenn ich eine Rechnung bezahlen muss, ein Angebot für eine angenehme, entspannte und dennoch gutbezahlte Arbeit, die genau meinen Bedürfnissen entspricht und mir sogar noch etwas übrig lässt, damit ich mir gelegentlich bei Starbucks einen Latte Macchiato kaufen kann. Diese wundersamen Arbeiten kommen aus meinem beruflichen Umfeld – Korrekturlesen, Literaturkritik, Coaching beim Schreiben, und Ghostwriting. Ich habe aber KEINE WERBUNG gemacht. Wirklich! Die Arbeit kommt einfach so zu mir und mit dem Mehr an Zeit, das mir zur Verfügung steht, genieße ich sie enorm.

Es ist nicht so, dass mich nicht manchmal doch die Panik überfallen hat. Natürlich hat sie das. Aber ich lerne gerade, zu vertrauen, dass meine Intuition ein zuverlässiger Führer ist und dass das Universum, in dem ich lebe, mich vollständig unterstützt, wenn ich zu müde bin, um für mich selbst zu sorgen.

Juni, Juli, August. Drei monate. Drei Mondzyklen. Neunzig Tage um mich zu erholen, nachzudenken, mir aufs Neue vorzustellen, was ich als nächstes tun könnte. Die ganze Zeit, die ich gut investiere, ist Balsam für meine Seele und – wie immer – freue ich mich, meine Geschichte mit Ihnen teilen zu können.

In Liebe, Dankbarkeit und Überfluss,
Jamie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.