Gedanken zum Thema Angst

von Sabina Pettitt

Meine täglichen Spaziergänge wurden in letzter Zeit durch eine kleine Panik in Bezug auf einen Puma gestört, der sich bei uns im Park gezeigt hat. Zuerst gab es einen handgeschriebenen Zettel auf der großen Karte des Parks und nun hängen da offzielle Schilder, die darauf hinweisen, dass sich ein Puma in dem Gebiet aufhält. Die Energie der Angst hängt in der Luft und viele Menschen sprechen über das Thema. Ich bemerke an mir selbst, dass ich mehr aufpasse und mit meiner Aufmerksamkeit mehr bei meinem Hund Shiva bleibe.

Ich weiß auch, dass ich mich im Gebiet der wild lebenden Tiere bewege. Wir Menschen sind in ihr Territorium eingedrungen, und nicht umgekehrt. Und mir kommt die Geschichte eines heimatlosen Pumas in den Sinn. Ich frage mich, ob er zu den Seinen zurückkehren und ihnen erzählen wird, dass die Energien der Menschen so anders sind. Ich konzentriere mich darauf, präsent zu sein. Ich weiß sicher, dass ich anfälliger für alle möglichen Arten von Unfällen bin, wenn ich nicht vollständig in meinem Körper präsent bin. Ich bemerke, dass ich das Feld absuche, auf dem der Puma gesehen wurde. Ich mache außerdem Ho’oponopono um mich wieder zurück ins Jetzt zu bringen.

Dann besuche ich eine Party, und jemand erzählt, dass er einmal einen Puma zweieinhalb Meter hinter sich auf einem Wanderpfad gesehen hat. Er spürte seine Gegenwart, drehte sich herum, machte sich so groß wie möglich und gab laute Geräusche von sich, woraufhin der Puma ihm nicht weiter folgte. Wie leicht das klingt!

Ich erinnere mich an einen hinduistischen Text, der sagt, dass alles um mich herum harmlos ist, wenn ich selbst harmlos bin. Das gilt auch für das Gegenteil. Wenn ich eine Kobra töte, dann werden alle ihre Verwandten darauf aus sein, mich und meine Familie zu verletzen.

Jemand hat mal gesagt, dass FEAR (Angst) bedeutet: False Evidence Appearing Real (falsche Beweise, die echt erscheinen). Ich selbst habe diese Erfahrung auch gemacht, als ich einmal ein Stück Seil für eine Schlange gehalten und fast einen Herzschlag bekommen habe. Das wirkliche giftige an Angst ist jedoch, dass sie ansteckend ist. Sie ist wie eine Seuche und wird immer größer und größer, wenn nicht jeder Mensch die Verantwortung für seine eigenen Reaktionen und Erwiderungen übernimmt.

„Ein Kurs im Wundern“ sagt, dass alles, was nicht Liebe ist, Angst ist. Und Liebe hängt davon ab, in diesem wertvollen gegenwärtigen Moment zu sein. Eines meiner besten Werkzeuge, um mich aus jedem beliebigen angstvollen Zustand zu befreien ist, meine Aufmerksamkeit sanft auf etwas oder jemanden zu richten, den ich liebe.

Mir fällt wieder ein, was ich letzten Monat über Regenbogen und den Boykott von Cookies geschrieben habe und ich frage mich, wovor ich mehr Angst haben sollte: Vor der möglichen Begegnung mit einem Puma oder der Feindseligkeit, die tief im Bewusstsein meiner Mitmenschen verankert zu sein scheint.

Vielleicht ist die einzige Frage die, ob ich in einem Zustand der Liebe oder in einem Zustand der Angst bin? Und wenn ich bemerke, dass ich nicht „in Liebe“ bin, dann tue ich alles, um wieder dahin zurückzukommen.

Mit Liebe und Segen,
Sabina Pettitt

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