Zu guter Letzt … (November 2012)

Endspurt für 2012. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, und es sind nur noch gut sechs Wochen bis Silvester. In gewissen Kreisen fiebert man dem 21. Dezember zu – entweder, weil man den Untergang der Welt erwartet, oder weil man diesen Termin als Wendepunkt der Reise des Sonnensystems durch den Äquator der Milchstraße feiern möchte. Wie bereits geschrieben, halte ich den Hype um diesen einen Tag für – gelinde gesagt – etwas übertrieben. Dennoch ist es so, dass diese Wochen und Monate eine ganz eigene Qualität haben.

Nach wie vor werden wir mit Macht dazu gedrängt, all die Dinge in unserem Leben zu ändern, die nicht mehr stimmig sind. Nach wie vor nimmt die gefühlte Intensität zu, und ebenfalls nach wie vor entscheiden sich auffällig viele Menschen, diesen Planeten zu verlassen. Eine Sache sticht mir jedoch in den letzten Wochen verstärkt ins Auge:

So gut wie jeder, der in der letzten Zeit für eine kinesiologische Sitzung oder eine Essenzenberatung bei mir war, kam innerhalb der ersten Viertelstunde quasi von selbst zu einem Punkt, bei dem es um die frühe Beziehung zu den Eltern, ganz besonders zur Mutter ging. Und bei ausnahmslos allen dieser Klienten gab es hier große, teils massive seelische Verletzungen – sei es weil die Mutter tatsächlich nicht da war, weil sie emotional kalt und abweisend war, weil sie nicht selbst für sich sorgen konnte und das Kind die Verantwortung übernehmen musste, oder weil die Eltern ihr Kind in Situationen, in denen es Liebe und Unterstützung gebraucht hätte, emotional im Stich gelassen haben. Richtig heftige Sachen kamen da hoch, die mir selbst die eine oder andere Gänsehaut beschert haben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es im Leben eines Erwachsenen Aha-Momente geben kann, in denen man erkennt, dass das, was man bis dahin in Bezug auf die eigene Kindheit als „normal“ angesehen hat, in der Rückschau weit davon entfernt ist. Situationen, von denen man bisher geglaubt hat, dass sie „nicht so schlimm“ waren, stellen sich als in Wirklichkeit ziemlich traumatisch heraus. Das Spektrum ist dabei riesig. Es kann ein aufgeschlagenen Knie sein, bei dem man nicht so getröstet wurde wie man es gebraucht hätte, ein Umzug bei dem man alle Freunde und bekannten Orte hinter sich lassen musste, emotionaler, mentaler oder körperlicher Missbrauch, oder alles dazwischen.

Emotionale Wunden und Ballast entstehen nur dann, wenn wir in dem Moment, wenn wir verletzt werden, unseren Schmerz nicht ausdrücken können. Wenn uns gesagt wird, dass wir nicht weinen und die Zähne zusammenbeißen sollen, und dass eigentlich das Ganze gar nicht so schlimm sei. Oder wenn niemand da ist, dem wir uns anvertrauen können und der uns tröstet. Wenn wir uns gerade verletzt haben (oder verletzt wurden), dann ist unsere Realität aber eine andere. Es ist schlimm und es tut weh – auch wenn unsere Eltern oder unsere Partner das vielleicht nicht nachvollziehen können. Die gesunde Reaktion wäre es, den Schmerz durch Weinen, Schreien, Fluchen oder was auch immer herauszulassen. Können wir das tun, dann ist die Sache normalerweise nach kurzer Zeit erledigt, und wir müssen nie wieder darüber nachdenken. Wenn wir aber all die Gefühle, die da in uns kochen, herunterschlucken und unterdrücken müssen – aus welchem Grund auch immer – dann ist es so, als ob wir diese Emotionen wegschließen. Da Gefühle aber den starken Wunsch haben, ausgedrückt zu werden, kostet es uns Kraft, die Tür zuzuhalten. Kraft, die wir nicht für andere Dinge verwenden können. Wenn wir viele Türen haben, die wir zuhalten, dann müssen wir entsprechend viel von unserer Energie dafür aufwenden und haben wahrscheinlich das Gefühl ausgelaugt, leer und festgefahren zu sein.

Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass es nie zu spät ist, die Türen – eine nach der anderen – wieder aufzumachen, die Gefühle zuzulassen und auszudrücken, und letztlich die Kraft, die es uns bisher gekostet hat, die Emotionen zu unterdrücken, wieder frei zu bekommen. In der Regel ist es nicht wirklich angenehm, sich den Dingen zu stellen, die uns so lange so viel Angst gemacht haben, es ist jedoch der einzig verlässliche Weg, sich endgültig davon zu befreien. Eine wunderbare Essenzenmischung, die uns dabei unterstützt, den Mut aufzubringen, hinzuschauen, und uns dabei sicher zu fühlen, ist die Inner Work Mischung von den Wild Earth Tieressenzen. Die darin enthaltenen Einzelessenzen ergänzen sich auf wundervolle Art und Weise und ermöglichen uns eine sichere Reise in unser Inneres: Nilpferd (um tiefgehende Gefühle annehmen zu können), Waschbär (um die Wahrheit zu enthüllen), Fledermaus (um durch die eigenen Schattenseiten zu navigieren), Löwenjunges (fördert Mut und Furchtlosigkeit) und Elefantenkalb (um sich sicher und unterstützt zu fühlen).

In meiner Wahrnehmung ist momentan für viele Menschen die Zeit gekommen, zu erkennen, welche alten Verletzungen aus der Kindheit (oder später) noch nicht bearbeitet sind, und sich dieser Aufgabe zu stellen. Wie im letzten Newsletter bereits geschrieben gibt es nichts Wichtigeres oder Besseres, was man für das eigene seelische Wohlbefinden tun kann. Die Zeitqualität ist dafür besonders günstig: Wir bekommen unsere Themen wie auf einem Silbertablett präsentiert, und müssen nur noch die Reihenfolge auswählen, in der wir sie bearbeiten wollen. Diejenigen, die sich dagegen sträuben, erleben bereits seit einiger Zeit in vielen Bereichen heftigen Gegenwind. Diejenigen aber, die bereit sind, diese Arbeit zu tun, eröffnen sich dadurch ungeahnte neue Möglichkeiten, die die eigenen Träume und Vorstellungen bei weitem übertreffen können.

In diesem Sinne möchte ich allen Lesern ans Herz legen, den Mut zu haben, um sich nach innen zu wenden und sich der Heilung der seelischen Wunden zu widmen. Der Weg mag dem einen oder anderen anstrengend, steinig und lang erscheinen. Das Ergebnis aber wird befreiend und wunderbar sein – und der Erfolg ist garantiert.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

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