Wenn der Körper Nein sagt

Sabina Pettittvon Sabina Pettitt

„Wenn der Körper Nein sagt“ („When the Body says No„) ist der Titel eines spannenden und überaus lesenswerten Buchs zum Thema Geist/Körper-Medizin.

Liebe Essenzenfreunde!

Gabor Maté ist ein kanadischer Arzt, der für seine leidenschaftliche und bahnbrechende Forschung mit Drogenabhängigen in Vancouver bekannt ist. Was ich jedoch nicht wusste ist, dass er auch sieben Jahre lang der Leiter der Palliativstation im Vancouver General Hospital gewesen war. Dieses Buch ist eine wundervolle Mischung von Erfahrungsberichten von Menschen, die mit allen Arten von degenerativen und lebensbedrohlichen Krankheiten kämpfen, und wissenschaftlichen Studien und Beiträgen über die jeweilige Krankheit. Es behandelt explizit die Auswirkungen von Verstand und Emotionen auf unsere physiologischen Prozesse.

„Die Menschen haben schon immer intuitiv verstanden, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind. Die Moderne hat eine bedauernswerte Spaltung mit sich gebracht, eine Trennung zwischen dem, was wir mit unserem ganzen Sein wissen, und was unser denkender Verstand als wahr akzeptiert. Leider gewinnt zu unserem Nachteil meist die letztere, beschränktere Art von Wissen.“

Gabor taucht tief in einige Charakterzüge ein, die oft mit Krankheiten wie Rheumatischer Arthritis, Multipler Sklerose und Krebs in Verbindung gebracht werden. Beispielsweise gibt es ein bekanntes Phänomen, das Ärzte weltweit bei Menschen mit der Lou-Gehrig-Krankheit (auch bekannt als Amyotrophe Lateralsklerose, ALS) beobachten: Ihr Charakter ist „lieblich“. Diese Beobachtung ist so universell, dass Ärzte auf der ganzen Welt sagen: „Dieser Mensch kann nicht die Lou-Gehrig-Krankheit haben. Er/sie ist nicht lieblich genug.“ Und trotzdem wird diese Information nicht in die Beschreibung der Krankheit in den Lehrbüchern aufgenommen, und auch Therapeuten werden in ihrer Ausbildung nicht auf dieses Phänomen hingewiesen. Es ist daher leider höchst unwahrscheinlich, dass der Neurologe, der sich um den Lou-Gehrig-Patienten kümmert, ebenso gut auf seine seelischen Probleme wie auf seine körperlichen Symptome eingeht.

Dabei erstaunt mich, dass unsere moderne Welt die Wissenschaft und ihre Methoden zum neuen „Gott“ erklärt hat, und nur einige wenige mutige Seelen überhaupt versuchen, Informationen wie das „Lieblichkeitsphänomen“ in das Krankheitsprofil für die Lou-Gehrig-Krankheit aufnehmen zu lassen.

Als Doktor der Chinesischen Medizin, ist mir dieses Territorium jedoch bekannt und ich fühle mich dort wohl. Beispielsweise kam diese Woche jemand in meine Praxis, der mehr Energie haben wollte, und mit einigen sanften Fragen, mit denen ich den richtigen Zusammenhang herstellte, kamen wir schnell dazu, über seine Beziehung zu seinem Vater, dessen Kritiksucht und Vergebung zu sprechen. Dadurch können wir bereits bei der ersten Sitzung alle möglichen ursächlichen Faktoren für den Mangel an physischer Energie miteinbeziehen.

Aber warum finde ich Gabor Matés Buch so faszinierend? Zweifellos ist es teilweise, weil es auf gewisse Weise „meine therapeutische Welt“ erklärt und in der Lage ist, die energetischen Verbindung, die ich sehe und benutze, mit wissenschaftlichen Daten zu begründen und zu untermauern. Und natürlich bin ich auch der Meinung, dass es eine solide Basis für das Verständnis, wie Essenzen als Hilfsmittel im Heilungsprozess wirken, darstellt, denn in der Tat haben Essenzen die Eigenschaft, auf den Menschen als Ganzes zu wirken.

Seit der Zeit von Dr. Bach, dem englischen Arzt und Homöopath, der die ersten Blütenessenzen in den 1920er Jahren in die Welt gebracht hat, gab es unzählige Geschichten über Menschen, die sich selbst mit der Hilfe von Essenzen geheilt haben. Viele würden sagen, dass dies ein Wunder oder ein unerklärliches Phänomen sei, also etwas, das man nicht auf empirisch wissenschaftliche Weise wiederholen kann.

Ich jedoch liebe es, mit diesen Anomalien zu arbeiten, und tue mein Bestes, um dem ganzen Menschen zuzuhören, und sowohl die Chinesische Medizin als auch Essenzen zur Verfügung zustellen, damit der Mensch sein Körper-Geist-System heilen kann.

Mehr noch glaube ich, dass Essenzen die Fähigkeit haben, uns wieder mit der Natur und ihren Rhythmen und Zyklen zu verbinden, die auch die Rhythmen und Zyklen des Körper-Geist-Systems sind.

Essenzen sind ein Werkzeug, um neue Energien anzuziehen, denn auf einer gewissen Ebene erkennen wir, dass es sich um ein Ungleichgewicht irgendwo im Körper-Geist-System handelt. Sie sind auch ein Werkzeug, um uns dabei zu helfen, den Ort zu identifizieren, an dem sich das Ungleichgewicht befindet – körperlich, emotional, mental oder auf der Ebene der Seele. Und wenn wir regelmäßig Essenzen verwenden, können wir uns besser auf unsere inneren Rhythmen einstimmen, und früher gegensteuern, falls nötig.

Eigentlich wollte ich keine Rezension schreiben, aber ich empfehle Ihnen das Buch dennoch wärmstens. „When the Body says No“ ist eine Gelegenheit zu lernen, wie wir für unser Körper-Geist-System sorgen können, und es enthält überzeugende Beweise, dass wir das tatsächlich auch tun können.

Erinnern Sie an die Worte von Patch Adams: „Wenn wir die Krankheit behandeln, dann gewinnen wir manchmal, und manchmal verlieren wir. Wenn wir den Menschen behandeln, dann gewinnen wir immer.“ Das Buch von Gabor Maté bietet umfassende klinische Belege, dass wir den ganzen Menschen behandeln müssen, und dass wir, wenn wir Energy Medicine praktizieren, eigentlich Psychoneuroimmunologie praktizieren.

Liebe Grüße
Sabina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.