Zu guter Letzt … (Mai 2017)

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich bereits über das Thema Sensitivität und das „Wahrnehmungsventil“ geschrieben. In den letzten Wochen und Monaten hat sich mir dieses Thema wieder in allen nur denkbaren Geschmacksrichtungen präsentiert: In Gesprächen mit Kunden, Bekannten und Freunden, in der eigenen Familie und nicht zuletzt spüre ich es auch immer wieder am eigenen Leib. Es ist offensichtlich, dass immer mehr Menschen, Erwachsene und Kinder, so sensitiv sind, dass das „Leben da draußen“ mit seiner Flut an Eindrücken auf sinnlicher und energetischer Ebene manchmal einfach zu viel ist. Man fühlt sich überwältigt und ausgelaugt.

Meine Gedanken zu diesem Thema habe ich ja wie gesagt schon im „Zu guter Letzt“ vom September 2016 aufgeschrieben und der Text ist aktueller denn je. Inzwischen bekommt das Thema auch medial mehr Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel in diesem schönen zusammenfassenden Artikel von Ulrike Hensel.

Natürlich gibt es auch eine ganze Reihe von Essenzen, die helfen können, das eigene Energiefeld so zu stärken, dass man besser mit den äußeren Einflüssen zurechtkommt, beispielsweise den Sugilith von den Indigo Essences, Fringed Violet von den Australischen Buschblüten, die Guardian Mischung von den Alaska Essenzen oder Protection von den Wild Earth Tieressenzen.

In den letzten Tagen hat sich mir jedoch ein anderer Aspekt der großen Sensitivität gezeigt: Mitgefühl. Die positive Kehrseite der Medaille, wenn man so vieles wahrnimmt, ist die Fähigkeit, zu großem Mitgefühl. Natürlich ist es anstrengend, wenn man wahllos mit allem und jedem mitfühlt. Wenn man diese Qualität jedoch bewusst einsetzen kann, dann ist sie eine große Gabe.

Manche Menschen verwechseln Mitgefühl mit Mitleid. Schon der Wortstamm sagt jedoch aus, worin der Unterschied zwischen beiden besteht: „Ich fühle mit Dir“ im Gegensatz zu „Ich leide mit Dir“. Es wird mir wohl niemand widersprechen, wenn ich sage, dass keinem geholfen ist, wenn wir mit jemand anderem „mitleiden“ – im Gegenteil.

Mitgefühl hingegen hat eine machtvolle, heilende Wirkung. Energetisch betrachtet heißt „mitfühlen“, dass wir uns aus einer stabilen Position auf jemanden einlassen, der gerade Schmerz empfindet. Wir stellen dieser Person also, ähnlich wie es Essenzen tun, ein harmonische(re)s Spektrum an Frequenzen/Energie/Information zur Verfügung. Nach dem Prinzip der Resonanz wird dies dazu beitragen, dass die offensichtlich nicht so harmonische Energie der leidenden Person sich wieder ein Stück mehr in Richtung Einklang bewegen kann. Und das Ganze passiert ohne, dass unsere schon zuvor harmonische Energie dadurch negativ beeinflusst wird. Also eine Win-Win-Situation.

Voraussetzung dafür ist wie gesagt, dass wir selbst stabil und im Gleichgewicht sind. Dann jedoch  besitzen diejenigen, die besonders sensitiv sind, ein kraftvolles Werkzeug, anderen Menschen zu helfen. Eine der größten Herausforderungen dabei ist es, zu lernen, wie man zwischen dem unterscheiden kann, was die eigenen Gefühle sind, und dem, was von anderen kommt. Hier hat sich unsere Essenzenmischung „Emotionale Klarheit“ inzwischen gut bewährt.

Natürlich ist es nun nicht die Aufgabe, herumzulaufen und wahllos Mitgefühl zu verbreiten. Das wäre ziemlich komisch und zudem aufdringlich, denn nicht jeder Mensch ist bereit, diese Form der Unterstützung anzunehmen. Obendrein würde es wahrscheinlich einfach viel zu anstrengend sein. Tatsächlich reicht es schon aus, wenn man diese Fähigkeit in der eigenen Familie und im Freundeskreis bewusst und gezielt einsetzt. Das alleine ist schon eine Aufgabe, die für die meisten groß genug ist. Gleichzeitig ist es aber auch alles, was wir tun müssen, um die Welt besser zu machen.

Und wie sieht das in der Praxis aus? In den meisten Fällen geht es dabei wohl weniger darum, etwas zu tun und stattdessen einfach da zu sein, zuzuhören, ein stabiles Fundament zur Verfügung zu stellen, das derjenige, der gerade leidet, nutzen kann. Es geht auch nicht darum, mit Lebensweisheiten um sich zu werfen oder zu versuchen, dem anderen Tipps zu geben. Das Mitgefühl von dem ich rede, ist weitestgehend passiv: „Ich bin hier, ich bleibe hier, ich gehe nicht weg. Ich bin für Dich da, wenn Du mich brauchst.“

Wenn man sich mit spirituellen Lehren beschäftigt, kommt man früher oder später zu dem Punkt, an dem man liest, dass man mehr „sein“ und weniger „tun“ soll. Früher habe ich das mit stillem Dasitzen und Meditation assoziiert, was mir, ehrlich gesagt, ziemlich schwerfällt. Nebenbei: Es gibt genügend Möglichkeiten der aktiven Meditation. Das genussvolle Kochen ist für mich so etwas. Im Kontext von Hochsensibilität und der Fähigkeit zu Mitgefühl, ergibt diese Weisheit jedoch auch für mich vollständig Sinn. Um jemandem, der gerade leidet, emotional und energetisch zu helfen, muss ich nicht unbedingt aktiv werden – es reicht oft aus, einfach stabil zu sein und diese Stabilität zur Verfügung zu stellen.

In diesem Sinne möchte ich alle, die sich in zunehmendem Maße von der Welt überfordert und überwältigt fühlen, dazu auffordern, auch die Kehrseite der Medaille bewusst wahrzunehmen. Die Gabe der Sensitivität ist ein großes Geschenk, mit dem man allerdings erst einmal lernen muss, umzugehen. Immer mehr Kinder sind damit gesegnet – Eltern tun daher gut daran zu prüfen, was sie gegebenenfalls tun können, um ihr Kind dabei zu unterstützen.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Ein Gedanke zu „Zu guter Letzt … (Mai 2017)

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