False Evidence Appearing Real … FEAR

von Sabina Pettitt (Pacific Essences)

Als ich ein kleines Mädchen war hatte ich einen Onkel, der manchmal am Esstisch die Stengel von den Tomaten zog und den sternförmigen Kranz quer über den Tisch zu mir pustete. Ich krisch vor Angst, denn ich glaubte, es wären Spinnen.

Einmal sind wir in der Wüste in New Mexico unterwegs gewesen. Ich hatte Angst vor Schlangen, sah ein zusammengerolltes Stück Seil auf dem Boden, und habe nicht nur vor Schreck geschrien, sondern bin so sehr zurückgezuckt, dass ich während der nächsten Tage ziemliche Rückenschmerzen hatte.

Als ich noch ein kleines Kind war und bevor ich schwimmen konnte, bin ich öfters ins Wasser gewatet bis meine Füße den Boden verloren haben. Dann habe ich Angst bekommen und um Hilfe gerufen. Mein Vater ist jedes Mal gerannt gekommen, hat meine Angst beschwichtigt und mich sicher zum Ufer zurückgetragen.

Wenn ich mich heute an diese angstvollen Erfahrungen erinnere, ist die letzte die prägnanteste. Ich erinnere mich daran, wie absolut sicher ich mich in den Armen meines Vaters gefühlt habe.

Wie können wir dieses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit für uns selbst kultivieren?

Der Auslöser für mich, über das Thema Angst zu schreiben ist die die Tatsache, dass ich Anfang September an einem unserer üblichen Spazierwege im Nationalpark ein Schild gesehen habe: „Vorsicht Bären!“ Ich konnte fühlen, wie ich unmittelbar verkrampfte. Dann dachte ich, dass es ziemlich schräg war, das Schild aufzustellen und auch wie ich darauf reagiert hatte, denn es war mir schon immer klar gewesen, dass es im Park Bären gab. Manchmal habe ich ihren Kot gesehen oder ihre Fußabdrücke und manchmal habe ich auch Stinkkohl-Pflanzen gesehen, die so aussahen, als wären sie von einem ziemlich großen Tier angefressen und platt getreten worden. Bären lieben Stinkkohl. Während der folgenden Tage konnte ich beobachten, wie mein Verstand sich die wildesten Dinge ausmalte. Beim Spazierengehen im Park dachte ich mir manchmal, dass es vielleicht besser wäre, umzukehren. Aber zumindest habe ich mich an meine „Werkzeuge“ erinnert und bat meine Geistführer um einen Rat, bevor ich eine Entscheidung traf.

Mein Verstand malte sich weiter die verrücktesten Sachen aus, so dass ich sogar einmal beim Spazierengehen vor meinem geistigen Auge einen Cartoon sah, in dem ich glaubte, etwas gehört zu haben, dann fühlte, wie mich jemand an der Schulter antippte. Natürlich war es der Bär. LOL!!!

An einem anderen Tag regnete es in Strömen und ich hatte meine Geistführer um Hilfe gebeten, ob ich den Wanderweg weiter gehen sollte. Wir kamen um eine Biegung und ich sah etwas schwarzes, pelziges um die nächste Kurve verschwinden – ich schrie laut auf. Natürlich war es nur ein Hund gewesen, den ich auch kannte, und so musste ich dem Besitzer erklären, wie sehr mich das „Achtung Bär“ Schild beschäftigte.

Dieses kleine Abenteuer ging ungefähr eine Woche lang. Dann kam der Tag, als ich wieder extrem vorsichtig war und meine Geistführer um Hilfe gebeten hatte – nur um festzustellen, dass sie das Schild abgehängt hatten.

Warum ist es mir wichtig, darüber zu schreiben? Wir leben in einer Welt voller „False Evidence Appearing Real“ (Falsche Beweise, die real aussehen, Akronym FEAR = Angst (engl.), A.d.Ü.) und ich bin der Überzeugung, dass es für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit notwendig ist, dass wir uns entscheiden, uns von all den „offiziellen Geschichten“ zu entkoppeln, die unseren inneren Frieden stören, damit wir Wege finden können, die Stille in uns zu kultivieren.

Ich habe vor kurzem ein Interview mit einem amerikanischen Onkologen gesehen, der über Stille auf der Zellebene sprach, und dass diese eine notwendiger Aspekt für unsere Zellen ist, damit sie erkennen können, wenn sie krank sind und sich per Apoptose selbst auslöschen können, um das Wohlergehen des Gesamtorganismus aufrechtzuerhalten. Tatsächlich ist diese Beschreibung eine unzulässige Verkürzung dessen, was er tatsächlich alles gesagt hat. Deshalb hier der Link für alle, die sich das Interview in voller Länge ansehen wollen: https://lifespa.com/episode-61-can-learn-cancer-cells-interview-zach-bush-m-d/

Was mich daran besonders begeisterte war die Idee über Meditation, die ich schon vor vielen Jahren von Maharishi gelernt hatte. Wenn wir mit Hilfe der Meditation unseren Verstand ganz zu Ruhe und Frieden bringen, ermöglichen wir auch unserem physischen Körper eine Erholung, die der angeborenen Intelligenz in unseren Zellen ermöglicht, Stresserinnerungen zu löschen – sei es körperlich, emotional oder mental.

Und ich erkenne, dass es mir gelungen ist, durch die Meditation auf irgendeine Weise das Gefühl der Sicherheit und des Wohlbefindens zu erlangen, das ich damals gefühlt habe, als mein Vater mich aus dem Wasser gezogen und an den Strand getragen hat. Ich benutze die Werkzeuge wie Meditation, Essenzen und meine Geistführer, damit ich mich nicht ständig in die allgegenwärtige Angst einklinke.

Liebe Grüße
Sabina Pettitt

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