One Breath, Breath of Eternity

von Dr. Sabina Pettitt (Pacific Essences)

In der Zeit, in der der Frühling in den Sommer übergeht, werden unsere Sinne mit den Farben, Düften, Strukturen und Formen all der neuen „Wesen“ überflutet, die Mutter Erde gerade erst entsprungen sind.

Die Margeriten (Ox-eye Daisy) gehen mir inzwischen bis zur Hüfte und wachsen fast einen Meter hoch. Auch in diesen windigen Tagen bleiben sie aufrecht stehen. Ich liebe es, mit meinem Hund Baba durch die Felder mit Margeriten zu rennen und dabei den Duft der Nootka Rosen zu riechen. Es hat den Anschein, als ob all diese Pracht über Nacht entstanden ist, aber das fühlt sich nur so an, weil sie nun hier ist und ich die vergangenen Rückschläge des Frühlings bereits vergessen habe, als wir zum Beispiel acht Tage lang eingeschneit waren.

Nun, da wir uns dem längsten Tag zur Sommersonnwende nähern, bewegen wir uns auch aus dem Holzelement des Frühlings in das Element Feuer der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Beim Feuerelement geht es um Bewusstsein, Leidenschaft, Freude und Enthusiasmus für diesen Lebensweg. Es symbolisiert auch unser Herz und unsere Fähigkeit, für unser Herz zu sorgen. In der TCM ist das Herz der oberste Herrscher oder der Kaiser. Letztlich dienen alle elf anderen Meridiane dem Herzen, denn wenn es aufhört zu schlagen, dann endet das Leben, so wie wir es kennen. Der Yang Partner des Herzens im Feuerelement ist der Dünndarmmeridian. Er ist wie ein Alchimist, der das Reine vom Unreinen trennt und uns die Gabe der Unterscheidungsfähigkeit gibt. Von ihm erhalten wir in jedem Moment die Fähigkeit zu wählen, was uns nährt und was uns unterstützt.

Die Heart Spirit Essenz, unser Herztonikum, fördert den Selbstwert und verleiht der Würde des Menschseins neue Bedeutung. Sie hilft uns dabei, miteinander mit Anmut, Leichtigkeit und Respekt umzugehen.

Das Feuerelement beherrscht auch unsere Beziehungen und gibt uns die Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden. Tatsächlich ist es in der TCM ein Rezept, um für das eigene Herz zu sorgen, sich selbst und andere zu lieben. Ein weiteres Rezept ist es, sich selbst aus toxischen Beziehungen zu befreien. Noch besser ist es sogar, wenn wir nichts in unser Leben lassen, was nicht unserem Lebensglück und unserem Wohlbefinden dient. Das ist so, als ob wir dem Alchimisten (Dünndarmmeridian) die uneingeschränkte Erlaubnis geben, nur diejenigen Menschen und Erfahrungen in unser Leben zu lassen, die uns unterstützen. Die beste Möglichkeit, die ich dafür kenne ist es, einen Schritt von jeglicher Person oder Situation zurückzutreten und zu spüren, wie ich mich damit fühle. Ein tiefer Atemzug und dann prüfe ich meinen inneren Kompass, wie ich mich fühle. Wenn es sich nicht gut anfühlt, dann lasse ich es sein und gehe weiter.

Das Leben ist viel zu kurz, um unsere wertvolle Lebensenergie mit toxischen Beziehungen und Erfahrungen zu verschwenden. Und jeder von uns kann für sich selbst verändern, was er erlebt.

Die Pflanzen zeigen mir immer wieder ihre Fähigkeit, ihre Lebenskraft perfekt auszudrücken. Wenn ich selbst in der Erfahrung versinke, in der Natur zu sein, bemerke ich, dass es zwischen diesen Wesen keinen Wettbewerb und kein Wetteifern gibt – nur den reinsten und vollständigsten Ausdruck ihres Daseinszwecks. Und für diese Verbindung zur Natur bin ich zutiefst dankbar.

Liebe Grüße
Sabina

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