Zu guter Letzt … (Februar 2020)

Wie im „Zu guter Letzt“ vom Dezember 2019 geschrieben, gibt es viele Anlässe, warum man aktuell viel Angst haben könnte: Coronavirus, Stürme, Weltpolitik – überall scheint das Ende der Welt gekommen. An dieser Stelle deshalb noch einmal der Hinweis darauf, dass wir selbst entscheiden, wie viel Angst wir uns von den aktuellen Themen machen lassen.

Dann gibt es aber auch noch die unterschwellige, diffuse, nagende Angst, die viele von uns immer wieder spüren. Ohne greifbaren Auslöser fühlen wir uns, als ob uns etwas bedrohen würde, teilweise sogar als wäre unser Leben in Gefahr. Im Außen kann dabei objektiv alles bestens sein, und trotzdem möchten wir uns am liebsten in unser Schneckenhaus zurückziehen und uns nur noch verkriechen.

Ein möglicher Grund hierfür sind karmische Ängste. Im Laufe unserer Inkarnationen haben wir regelmäßig sehr reale Angst erlebt, unser Leben war tatsächlich bedroht und oft sind wir auch gewaltsam zu Tode gekommen. Die Erinnerung an all diese Emotionen ist auf sehr tiefer Ebene nach wie vor in uns gespeichert und es sieht so aus, als würde das Ventil, das in der Vergangenheit reguliert hat, wie viel wir davon wahrnehmen, immer weiter aufgedreht werden. Die Konsequenz ist, dass wir mehr und mehr mit diesen diffusen Ängsten konfrontiert werden.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir selbst auf Seelenebene die Verantwortung und Entscheidungsgewalt über unseren Weg und die aktuelle Inkarnation haben. Deshalb ist es in meinem Weltbild nicht möglich, dass uns irgendjemand das „antut“. Selbst wenn es so etwas wie Dämonen und andere bösartige Wesen gibt, haben sie keine Macht über uns, wenn wir es nicht zulassen. Stattdessen muss ich es als Aufforderung meiner Seele verstehen, den alten Schmerz zu heilen. Da ich mich selbst schon eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftige, hatte ich (zugegebenermaßen ziemlich unfreiwillig) die Gelegenheit viel damit zu experimentieren.

Um es kurz zu machen: Es gibt keine Abkürzung. Wie Daniel Mapel von den Wild Earth Tieressenzen immer sagt: „The only way out is through“ – der einzige Weg, da herauszukommen ist, dass man hindurchgeht. Für mich besteht der Weg darin, immer wieder aufs Neue zu suchen, was es braucht, um einen winzigen Schritt weiterzugehen, besonders an den Tagen, an denen die karmische Angst sehr präsent ist. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, den „Hauptschalter“ zu finden, der den ganzen alten Krempel mit einem Schlag erledigt. Bisher ist dieser Wunsch nicht erfüllt worden und ich komme jeden Tag mehr zu der Überzeugung, dass es ihn gar nicht gibt. Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass es vorwärts geht. In kleinen Schritten, aber dennoch spürbar vorwärts.

Manchmal würde man sich wünschen, dass jemand daherkäme und verspräche, einfach alles wegzuzaubern, was uns belastet. Leider gibt es da draußen neben vielen seriösen Therapeuten und Heilern auch diejenigen, die genau das tun und üblicherweise viel Geld dafür verlangen. Deshalb noch einmal der deutliche Hinweis darauf, dass unser Weg der Heilung vollständig und alternativlos sowohl in unserer eigenen Macht als auch in unserer eigenen Verantwortung steht. Wenn wir glauben, dass jemand anderes uns irgendetwas davon abnehmen kann, dann ist das einzige, was passiert, dass wir auf der Stelle treten und wahrscheinlich unser Geldbeutel ein Stück leerer ist.

Dennoch sind wir nicht auf uns alleine gestellt. Hilfe ist reichlich vorhanden – wir müssen nur darum bitten. Das gilt sowohl für Unterstützung aus der geistigen Welt als auch für ganz konkrete Hilfe durch andere Menschen. Cynthia Athina Kemp Scherer, die Herstellerin der Desert Alchemy Blütenessenzen aus der Sonora Wüste in Arizona, beschreibt die Arbeit mit einem spirituellen Unterstützerteam auf einfache und klare Weise in ihrem Buch „Die Kunst & Technik der Arbeit mit Blütenessenzen“. Leseswert!

Und natürlich sind Schwingungsessenzen oftmals einer von vielleicht vielen möglichen Schlüsseln zu mehr Verstehen und für den nächsten Schritt auf dem Weg der Heilung. Unsere Essenz des Monats, die Pink Rose aus der Reihe der karmischen Essenzen von Crystal Herbs ist auf jeden Fall ein guter Ansatzpunkt bei karmischen Ängsten. Die beste Möglichkeit, Essenzen zur Unterstützung bei der tiefgehenden Arbeit mit den eigenen Themen zu verwenden, ist jedoch, spezifische Essenzen und Essenzenmischungen für sich selbst auszutesten bzw. austesten zu lassen. Auch hier sei wieder auf das hervorragende Buch von Cynthia verwiesen. Ich habe bisher noch keine klarere und effektivere Methode für die Arbeit mit Essenzen kennengelernt.

Manchmal frage ich mich selbst, wann es endlich leichter wird, sich um die eigenen Themen zu kümmern. Manchmal tue ich mir dabei sogar ein klein wenig selbst leid. In solchen Momenten erinnere ich mich dann wieder bewusst an das Folgende:

  1. Wir tun diese Arbeit, weil wir sie endlich tun können. Im Gegensatz zu früheren Generationen, müssen wir uns nicht mehr um unser physisches Überleben sorgen. Daher haben wir nun die Zeit und die Energie, die Vergangenheit systemisch und karmisch aufzuräumen.
  2. Alles was wir heute bearbeiten müssen wir nicht mehr in die nächste Inkarnation mitnehmen. Viel wichtiger ist jedoch: Alles was wir heute bearbeiten, müssen wir auf systemischer Ebene unseren Kindern nicht mehr weitergeben. Und das ist die Anstrengung wert.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

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