Zu guter Letzt … (März 2020)

Don’t Panic! So lange sie ihr Handtuch dabei haben, kann ihnen nichts passieren! Wie, sie kennen den „Anhalter“ nicht. Sollten sie mal gelesen haben. Eine ideale Lektüre für diese turbulenten Tage.

Die Welt spielt verrückt und es kostet momentan unglaublich viel Kraft, geerdet zu bleiben und sich nicht von der Welle der Hysterie mitreißen zu lassen. Zum dem Thema, was man mit Essenzen tun kann, um selbst stabil und gesund zu bleiben, verweise ich auf die vorzüglichen Beiträge von Ian White, Sabina Pettitt und Petra Schneider. Ich selbst komme jedoch nicht umhin, einige Gedanken zur aktuellen Krise niederzuschreiben.

Zuerst die Sachlage: Da ist ein Virus, das sich recht schnell verbreitet, jedoch weitestgehend ungefährlich ist – außer das Immunsystem ist bereits deutlich geschwächt und es existieren Vorerkrankungen. Für alle anderen ist der Verlauf in der Regel sogar milder als bei einer normalen Influenza oder es treten sogar so gut wie keine Symptome auf. Der gesunde Menschenverstand würde nun fordern, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Gruppe mit dem höchsten Risiko – alte, kranke Menschen – mit geeigneten und angemessenen Maßnahmen zu schützen. Stattdessen geschieht das, was in den Medien inzwischen als der „Corona-Shutdown“ betitelt wird.

Ich bin ein grundlegend optimistischer Mensch, weshalb es mir ziemlich unwirklich erscheint, was da draußen gerade abgeht, und während ich täglich damit beschäftigt bin, mich nicht doch in den Orkus der Hysterie mit hinabziehen zu lassen, gehen mir einige Gedanken durch den Kopf.

Alte Programme

Die Panik, mit der viele auf den Virus reagieren, wird natürlich viel auch von den Medien geschürt. Dennoch habe ich zwischendrin immer wieder das Gefühl, wir befinden uns noch im Mittelalter und die Pest ist gerade wieder über die Welt hereingebrochen. So zumindest erscheint mir die Gemütslage derjenigen, die voll in die Massenhysterie eingestiegen sind. Nur, dass es sich dieses Mal nicht um eine unvermeidliche, unbesiegbare und tödliche Krankheit handelt. Wir leben im 21. Jahrhundert, haben inzwischen verstanden, dass Hygiene wichtig ist, und besitzen neben den Mitteln der Komplementärmedizin eine gute Infrastruktur für schulmedizinische Versorgung, wenn wir doch einmal ernsthaft krank werden sollten. Die aktuelle Panik fühlt sich für mich deshalb oft an, wie eine unwirkliche Erinnerung an frühere Leben.

Kollektiver Reset

In Italien ist es schon so weit und in Deutschland wird es vermutlich auch geschehen, dass das öffentliche Leben in weiten Teilen zum Erliegen kommt. Was für Händler, Gastronomen und Künstler wirklich zum Problem werden kann, ist für den einzelnen, privaten Menschen aber vielleicht auch eine Chance, um herunterzufahren, durchzuatmen und sich vielleicht sogar neu auszurichten. Bei dem Gedanken, dass der Alltag von Millionen von Menschen von außen so massiv und plötzlich verändert wird, kam mir der Begriff „kollektiver Reset“ in den Sinn. Ich glaube inzwischen, dass es genau das ist, was auf energetischer Ebene gerade passiert.

Was mir (wenn überhaupt) Angst macht

Ich persönlich habe keinerlei Angst davor, mich mit dem Coronavirus zu infizieren oder auch daran zu erkranken. Ich weiß, dass ich stabil bin, dass mir ein Werkzeugkasten an komplementärmedizinischen Methoden zur Verfügung steht, um mich im Falle eines Falles ein gutes Stück weit selbst zu kurieren und selbst wenn das nicht mehr hilft, gibt es immer noch die Mittel und Wege der Schulmedizin, um eine Virusinfektion zu überleben. Viel größere Sorgen macht mir das, was die Menschen in ihrer Angst aus der Situation machen. Das Virus ist nicht das Problem. Die Angst der Menschen ist es. Das Massenbewusstsein und kollektive Emotionen sind durch fast nichts zu stoppen. Es gab schon in der Vergangenheit große wirtschaftliche Katastrophen mit dramatischen Folgen für die Menschen, die einzig und alleine deshalb entstanden sind, weil ein vergleichsweise kleiner Auslöser für eine Welle der Panik gesorgt hat, die dann zum eigentlichen Problem wurde. Das wohl bekannteste Beispiel ist der „schwarze Donnerstag“ von 1929, der die Weltwirtschaftskrise auslöste.

In den letzten Tagen habe ich oft verwundert den Kopf geschüttelt, weil in all der Hysterie und Panik eines der ersten Opfer oft der gesunde Menschenverstand gewesen zu sein scheint. Beispielsweise hat ein Judo-Landesverband eine Mitteilung veröffentlicht, nach der die Süddeutsche Meisterschaft in dieser Kampfsportart zwar stattfindet, die Teilnehmer und Besucher jedoch gebeten werden, sich die Hände zu waschen und auf das Händeschütteln zu verzichten. Jeder, der schon einmal einen Kampf im Judo gesehen hat, wird verstehen, dass in Bezug auf eine potenzielle Übertragung von Erregern das Händeschütteln das weitaus geringste „Problem“ ist. Noch ein Beispiel gefällig? Eine Kundin erzählte mir heute, dass der Hund ihrer Nachbarin seit kurzem eine Schutzmaske trägt. Noch Fragen?

Nachdem meine Kinder heute von der Schule kamen und sich über die soeben begonnenen „Coronaferien“ freuen, die bis Ende nächster Woche an ihrer Schule ausgerufen wurden, sind wir nun direkt betroffen. Auch in meinem Judoverein wird gerade darüber diskutiert, ob der Trainingsbetrieb weitergehen soll und ob Veranstaltungen, die teilweise seit Monaten geplant sind, stattfinden werden oder nicht.

Inzwischen bin ich, was den vorauseilenden Gehorsam in Bezug auf die Absage von Veranstaltungen angeht, sogar ein wenig trotzig geworden. Solange es keinen substantiellen Grund für eine Absage gibt, wie auch immer er aussehen mag, so lange werde ich mich dafür einsetzen, dass wir soviel Normalität aufrechterhalten, wie nur möglich. Ich bin der Überzeugung, dass Sie als Leser meiner Kolumne auch selbst soweit „emotional fit“ sind, dass sie sich nicht einfach so in den Strudel der Hysterie ziehen lassen. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam für Stabilität sorgen, indem wir mit gesundem Menschenverstand und Augenmaß die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um mit dem tatsächlichen Problem, dem Virus umzugehen, aber gleichzeitig bewusst die Normalität aufrechterhalten. Ich denke das ist es, was in der aktuellen Situation mit am dringendsten gebraucht wird.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Februar 2020)

Wie im „Zu guter Letzt“ vom Dezember 2019 geschrieben, gibt es viele Anlässe, warum man aktuell viel Angst haben könnte: Coronavirus, Stürme, Weltpolitik – überall scheint das Ende der Welt gekommen. An dieser Stelle deshalb noch einmal der Hinweis darauf, dass wir selbst entscheiden, wie viel Angst wir uns von den aktuellen Themen machen lassen.

Dann gibt es aber auch noch die unterschwellige, diffuse, nagende Angst, die viele von uns immer wieder spüren. Ohne greifbaren Auslöser fühlen wir uns, als ob uns etwas bedrohen würde, teilweise sogar als wäre unser Leben in Gefahr. Im Außen kann dabei objektiv alles bestens sein, und trotzdem möchten wir uns am liebsten in unser Schneckenhaus zurückziehen und uns nur noch verkriechen.

Ein möglicher Grund hierfür sind karmische Ängste. Im Laufe unserer Inkarnationen haben wir regelmäßig sehr reale Angst erlebt, unser Leben war tatsächlich bedroht und oft sind wir auch gewaltsam zu Tode gekommen. Die Erinnerung an all diese Emotionen ist auf sehr tiefer Ebene nach wie vor in uns gespeichert und es sieht so aus, als würde das Ventil, das in der Vergangenheit reguliert hat, wie viel wir davon wahrnehmen, immer weiter aufgedreht werden. Die Konsequenz ist, dass wir mehr und mehr mit diesen diffusen Ängsten konfrontiert werden.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir selbst auf Seelenebene die Verantwortung und Entscheidungsgewalt über unseren Weg und die aktuelle Inkarnation haben. Deshalb ist es in meinem Weltbild nicht möglich, dass uns irgendjemand das „antut“. Selbst wenn es so etwas wie Dämonen und andere bösartige Wesen gibt, haben sie keine Macht über uns, wenn wir es nicht zulassen. Stattdessen muss ich es als Aufforderung meiner Seele verstehen, den alten Schmerz zu heilen. Da ich mich selbst schon eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftige, hatte ich (zugegebenermaßen ziemlich unfreiwillig) die Gelegenheit viel damit zu experimentieren.

Um es kurz zu machen: Es gibt keine Abkürzung. Wie Daniel Mapel von den Wild Earth Tieressenzen immer sagt: „The only way out is through“ – der einzige Weg, da herauszukommen ist, dass man hindurchgeht. Für mich besteht der Weg darin, immer wieder aufs Neue zu suchen, was es braucht, um einen winzigen Schritt weiterzugehen, besonders an den Tagen, an denen die karmische Angst sehr präsent ist. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, den „Hauptschalter“ zu finden, der den ganzen alten Krempel mit einem Schlag erledigt. Bisher ist dieser Wunsch nicht erfüllt worden und ich komme jeden Tag mehr zu der Überzeugung, dass es ihn gar nicht gibt. Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass es vorwärts geht. In kleinen Schritten, aber dennoch spürbar vorwärts.

Manchmal würde man sich wünschen, dass jemand daherkäme und verspräche, einfach alles wegzuzaubern, was uns belastet. Leider gibt es da draußen neben vielen seriösen Therapeuten und Heilern auch diejenigen, die genau das tun und üblicherweise viel Geld dafür verlangen. Deshalb noch einmal der deutliche Hinweis darauf, dass unser Weg der Heilung vollständig und alternativlos sowohl in unserer eigenen Macht als auch in unserer eigenen Verantwortung steht. Wenn wir glauben, dass jemand anderes uns irgendetwas davon abnehmen kann, dann ist das einzige, was passiert, dass wir auf der Stelle treten und wahrscheinlich unser Geldbeutel ein Stück leerer ist.

Dennoch sind wir nicht auf uns alleine gestellt. Hilfe ist reichlich vorhanden – wir müssen nur darum bitten. Das gilt sowohl für Unterstützung aus der geistigen Welt als auch für ganz konkrete Hilfe durch andere Menschen. Cynthia Athina Kemp Scherer, die Herstellerin der Desert Alchemy Blütenessenzen aus der Sonora Wüste in Arizona, beschreibt die Arbeit mit einem spirituellen Unterstützerteam auf einfache und klare Weise in ihrem Buch „Die Kunst & Technik der Arbeit mit Blütenessenzen“. Leseswert!

Und natürlich sind Schwingungsessenzen oftmals einer von vielleicht vielen möglichen Schlüsseln zu mehr Verstehen und für den nächsten Schritt auf dem Weg der Heilung. Unsere Essenz des Monats, die Pink Rose aus der Reihe der karmischen Essenzen von Crystal Herbs ist auf jeden Fall ein guter Ansatzpunkt bei karmischen Ängsten. Die beste Möglichkeit, Essenzen zur Unterstützung bei der tiefgehenden Arbeit mit den eigenen Themen zu verwenden, ist jedoch, spezifische Essenzen und Essenzenmischungen für sich selbst auszutesten bzw. austesten zu lassen. Auch hier sei wieder auf das hervorragende Buch von Cynthia verwiesen. Ich habe bisher noch keine klarere und effektivere Methode für die Arbeit mit Essenzen kennengelernt.

Manchmal frage ich mich selbst, wann es endlich leichter wird, sich um die eigenen Themen zu kümmern. Manchmal tue ich mir dabei sogar ein klein wenig selbst leid. In solchen Momenten erinnere ich mich dann wieder bewusst an das Folgende:

  1. Wir tun diese Arbeit, weil wir sie endlich tun können. Im Gegensatz zu früheren Generationen, müssen wir uns nicht mehr um unser physisches Überleben sorgen. Daher haben wir nun die Zeit und die Energie, die Vergangenheit systemisch und karmisch aufzuräumen.
  2. Alles was wir heute bearbeiten müssen wir nicht mehr in die nächste Inkarnation mitnehmen. Viel wichtiger ist jedoch: Alles was wir heute bearbeiten, müssen wir auf systemischer Ebene unseren Kindern nicht mehr weitergeben. Und das ist die Anstrengung wert.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Januar 2020)

Eine Freundin sagte einmal zu mir: „Manchmal habe ich das Gefühl, ich lebe in meiner eigenen Blase“. Sie meinte damit, eine eigene, kleine Welt, die aus ihrem Haus und ihrer Familie besteht, und ausdrücklich nicht das beinhaltet, was „da draußen“ so alles vor sich geht. Als sie das sagte, bemerkte ich, dass es mir genauso geht und dass ich wirklich sehr glücklich damit bin.

Aber ist es denn nicht naiv oder ignorant, wenn man sich in seiner Blase wohl fühlt und vom Rest der Welt separiert? Schließlich ist doch alles mit allem verbunden, oder? Sollten wir uns nicht um die Erde und die Weltpolitik sorgen und an allem teilhaben, was da draußen geschieht? Ich bin der Meinung: ja und nein. Zweifellos sind wir mit allem und jedem verbunden und alles, was wir tun, hat Konsequenzen. Wenn wir uns dieser Verantwortung bewusst sind, können wir eigentlich gar nicht anders, als rücksichtsvoll mit der Erde und den anderen Menschen umgehen.

Damit meine ich nicht, dass wir alle sofort zu Fahrrad fahrenden Veganern werden müssen, die um jeden Preis alle Menschen zu lieben versuchen – solche Entscheidungen muss jeder für sich alleine und in seinem eigenen Tempo treffen. Ich selbst besitze auch ein Auto und esse dann, wenn ich es wirklich will, auch mal ein schönes Steak. Um unserer Verantwortung für die Welt gerecht zu werden reicht es als erster Schritt bereits, wenn wir das, was sich leicht ändern lässt, unmittelbar verändern, und uns dessen bewusst sind, wenn wir noch eine Weile Dinge tun, die vielleicht nicht „politisch korrekt“ sind, deren Veränderung aber noch etwas Zeit braucht. Beispiele hierfür sind neben dem Verzehr von Fleisch und anderen tierischen Produkten auch unser Konsumverhalten, unsere Mobilität und nicht zuletzt auch das, was wir sagen (und sogar denken).

Womit wir wieder bei dem Thema Blase wären. Das, was von außen auf uns einströmt ist leider viel zu oft negativ. Im letzten „Zu guter Letzt …“ habe ich geschrieben, dass es sinnvoll ist, den Fokus weg vom Negativen und hin zum Positiven zu lenken. Wenn wir das tun, geschieht genau das, was meine Freundin mit den Wort „Blase“ meint. Die kleinen und großen Katastrophen, von denen wir in der Regel nur durch die Medien erfahren, treten in den Hintergrund – manchmal bekommen wir sie sogar überhaupt nicht mehr mit. Wir beschäftigen uns so intensiv mit unserem eigenen Leben, dass uns das Leben der anderen (Stichwort „Klatsch & Tratsch“) gar nicht mehr interessiert. Und selbst die Menschen in unserem Umfeld, die uns nicht gut tun und vielleicht sogar mißgünstig oder sogar feindlich gegenüberstehen, haben keine Macht mehr über unsere Stimmung.

Ich persönlich bin der Meinung, dass es vollkommen angemessen und sogar für die seelische Gesundheit notwendig ist, nach Kräften alles auszublenden, was nicht tatsächlich unsere Aufmerksamkeit erfordert. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun. Warum soll ich mich mit etwas beschäftigen, das mich runterzieht und das ich ohnehin nicht ändern kann? Die Brände in Australien sind zweifellos tragisch. Aber ist es sinnvoll, dass ich die täglich neuen Schreckensmeldungen konstant verfolge und mich deswegen schlecht fühle oder Angst habe? Wäre es nicht besser, das Problem zur Kenntnis zu nehmen, vielleicht zu überlegen, ob man eine vertrauenswürdige Organisation vor Ort unterstützen kann, und anschließend das Thema aus dem täglichen Leben herauszuhalten? Für mich selbst kann ich diese Frage leicht beantworten. Was denken Sie darüber?

Ich habe mich schon vor vielen Jahren dazu entschieden, meinen Fokus hauptsächlich auf mein eigenes Leben zu legen. Was muss ich tun, damit es mir und meiner Familie gut geht? Wie kann ich meinen Beitrag für mein unmittelbares soziales Umfeld leisten? Und wie muss ich mich verhalten, damit ich in Frieden mit den Konsequenzen meiner eigenen Handlungen bin. Da ich es nicht in der Hand habe, im Alleingang die Welt zu retten, ist das nicht egoistisch, sondern das Beste (und Einzige), was ich tun kann. Wenn jeder vor seiner eigenen Türe kehrt, ist es überall sauber.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes neues Jahr 2020 voller Gesundheit, Freude, Erfolg und Wachstum.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Dezember 2019)

„Fürchte dich nicht“ – dieser Satz kommt immer wieder in der Bibel vor. Auch wenn ich mich selbst keiner Religion zugehörig fühle, enthalten viele alte Schriften universelle Wahrheiten, die uns unterstützen, wenn wir uns gelegentlich an sie erinnern.

Die Welt im Allgemeinen und unser Alltag im Speziellen werden zweifellos immer komplexer und schneller. Oft frage ich mich, ob sich das jemals wieder ändern wird – und die Antwort die ich dann aus meinem Inneren erhalte ist: Nein. Aber wenn wir uns anpassen, dann können wir gut damit umgehen.

Eine meiner Meinung nach ziemlich gute Art und Weise, mit den Herausforderungen unserer Welt umzugehen ist, möglichst darauf zu verzichten, Angst zu haben. Wie ich schon im April geschrieben habe, kann man auf Themen wie das neue 5G Mobilfunknetz mit Angst oder Widerstand reagieren. Aber weiter bringt einen das nicht. Wenn man stattdessen sein Augenmerk darauf richtet, sich selbst so stabil zu machen, dass man mit der neuen Art der elektromagnetischen Strahlung bestmöglich umgehen kann, dann hat man viel mehr davon.

Ähnliches gilt für die Weltpolitik, wirtschaftliche Entwicklungen und den 3. Weltkrieg. Man kann Angst davor haben und oft ist das, was in den Medien berichtet wird, ziemlich furchteinflößend. Persönlich nutzen tut uns das jedoch nicht. Ganz im Gegenteil.

Ich bezeichne mich selbst gerne als „zwanghaften Optimisten“, weil ich mich standhaft weigere, die Ängste zu haben, die mir von den Medien suggeriert werden. Tief in meinem Inneren bin ich der Überzeugung, dass mir nichts geschehen kann. Und auch wenn nicht immer alles so läuft, wie ich es mir vielleicht gewünscht habe, beinhaltet jeder Rückschlag auch immer eine Chance – entweder eine unmittelbare oder zumindest eine Gelegenheit für inneres Wachstum.

Mutter Teresa hat einmal gesagt: „Gegen den Krieg werde ich nicht demonstrieren, aber für den Frieden bin ich dabei.“ Das drückt eine konstruktive Grundhaltung aus, der ich mich vollständig anschließen kann. Lassen Sie uns nicht darauf fokussieren, GEGEN was wir sind, sondern vielmehr darauf, was wir STATTDESSEN haben wollen. Der positive Nebeneffekt dabei ist, dass man automatisch weniger Angst hat, weil man so damit beschäftigt ist, sich auf etwas Positives zu konzentrieren. Man kann dieses Konzept auf jeden Bereich des Lebens anwenden: Gesundheit, Finanzen, Beziehungen usw. Da ich als Trainer im Judo aktiv bin, habe ich auch hier eine Gelegenheit, ein problematisches Thema konstruktiv anzugehen.

In den Medien hört man immer wieder von sexueller Gewalt gegen Kinder, leider auch im Sport. Auch wenn so gut wie alle Trainer gute Arbeit leisten und respektvoll mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen, sind es die wenigen Ausnahmen, die den Großteil der medialen Aufmerksamkeit erhalten. Bei vielen erzeugt das zumindest eine unterschwellige Angst. Die Frage ist nun, was ich als Judotrainer daraus mache.

Ich habe erlebt, dass Vereine in bester Absicht aktiv auf alle Kinder und Eltern zugehen, neue Regeln erlassen, die die Kinder schützen sollen und das Thema breit diskutieren. Obwohl das gut gemeint ist, sorgt es vor allem für eines, nämlich Verunsicherung und ein subtiles Klima des Misstrauens und der Angst. Ich persönlich glaube nicht, dass sich dadurch Kinder tatsächlich vor Unheil bewahren lassen, denn wenn ein schwarzes Schaf genügend kriminelle Energie aufbringt, sich an einem Kind zu vergreifen, wird er sich auch durch neue Regeln und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen nicht davon abhalten lassen.

Und was kann man stattdessen tun? Fokussiert man sich wieder auf das, was man will, statt auf das, was man vermeiden möchte, wäre es eine sinnvolle Herangehensweise, die Kinder so selbstbewusst und stark zu machen, dass sie Nein sagen und sich im Zweifelsfall Hilfe holen können. Gemeinsam mit einer Schulung und Sensibilisierung der Trainer für das Thema ist das ein Ansatz, der Vertrauen statt Angst schafft. Nebenbei bemerkt ist Judo als Sportart prädestiniert dafür, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zur Selbstbehauptung zu fördern [Ende der Werbung 😉]

Wir selbst bestimmen unserer Realität und am liebsten würden wir uns in ihr so sicher und so wohl wie möglich fühlen. Wenn uns Dinge Angst und Sorgen bereiten, haben wir es selbst in der Hand, etwas daran zu ändern. Der erste Schritt ist es, den eigenen Fokus zu verschieben, ihn von dem wegzunehmen, was uns Angst macht, und stattdessen auf das zu lenken, was wir stattdessen möchten. Das ist zwar kein Garant dafür, dass wir im Leben keine Herausforderungen und Hindernisse mehr erleben, aber wenn wir lösungs- statt problemorientiert denken, dann können wir auf jeden Fall besser, leichter und schneller damit umgehen. Das kann ich aus eigener Erfahrung garantieren.

Eine wunderbare Essenz, die die positive Lebenseinstellung unterstützt und fördert ist für mich schon seit vielen Jahren die Abundance Essenz von Pacific Essences. Sie fördert das Vertrauen in den Fluss des Lebens und begleitet mich in regelmäßigen Abständen immer wieder.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (November 2019)

„Zwei Welten“ … das war der Gedanke, den ich hatte, als ich wieder einmal eine Folge einer Anwaltsserie auf Netflix geschaut habe. Darin geht es um Intrigen, Streit, Missgunst, Lügen und Ehrgeiz. Einem Teil von mir ist diese Welt vertraut, denn so ist die Welt, in der ich aufgewachsen bin, immer gewesen. Nicht ganz so extrem wie in der Serie, aber doch immer mit einer Portion Misstrauen, Neid und Egoismus – sowohl in der virtuellen Welt des Fernsehens als auch im realen Leben. Und irgendwie habe ich mich darin nie wohlgefühlt.

Ein Teil von mir wusste schon immer, dass ich für mein Leben etwas Anderes haben möchte. Weder habe ich verstanden, warum es für andere so wichtig war, sich über gewisse Leute das Maul zu zerreissen, besser als sie sein zu wollen oder ihnen etwas nicht zu gönnen, noch verspürte ich das Bedürfnis, da mitzumachen. Und besonders schlimm war es, wenn ich selbst zum Ziel wurde. Nein … vollständig zuhause habe ich mich in diesem Umfeld nie gefühlt. Leider gab es in der Schule, in der Tanzschule, an der Uni und später im Arbeitsleben nichts Anderes. Nicht, dass sie mich falsch verstehen: Es war nicht alles immer schlecht, keineswegs. Aber vollständig zuhause habe ich mich wegen der teils unterschwelligen, teils klar sichtbaren negativen Energien nie gefühlt.

Das änderte sich im beruflichen Bereich erst, als ich mich vollständig den Essenzen gewidmet habe. Zum einen bin ich mein eigener Herr und bestimme selbst das Klima in unserem kleinen Unternehmen. Zum anderen haben wir das Glück, dass unsere Kunden zu 99,9% fantastisch sind und wir deshalb nur sehr wenig mit Konfliktenergien zu tun haben. Und wenn es dann doch einmal vorkommt, dann gilt wieder Punkt 1: Ich bin mein eigener Herr und kann mich entscheiden, wie weit ich mich darauf einlasse. Auch die Beziehungen mit den Herstellern unserer Essenzen sind weitestgehend frei von Konflikten. Sie sind im besten Sinne eine Kollaboration – eine Zusammenarbeit zum beiderseitigen Wohlergehen.

In meiner Freizeit habe ich das, was ich suche, beim Judo gefunden. Suchen muss man danach in dieser außergewöhnlichen Sportart jedoch gar nicht lange. In den 1880er Jahren als körperliches und moralisches Erziehungssystem entstanden, verfügt Judo über zwei grundlegende Prinzipien, die bildlich gesprochen in der DNA der Sportart verankert sind.

Jita-kyoei, das moralische Prinzip (自他共栄): „Gegenseitige Hilfe für wechselseitigen Fortschritt und beiderseitiges Wohlergehen“ und Seiryoku-zenyo, das technische Prinzip (精力善用): „Bester Einsatz von Geist und Körper“.

Der Grad, zu dem diese beiden Prinzipien in den deutschen Vereinen gelebt werden, variiert zugegebenermaßen. Auch kommt es gelegentlich zu Vorfällen, in denen ein Judoka die Prinzipien missachtet und sich, teilweise auch medienwirksam, eklatant falsch verhält. Ausnahmen bestätigen die Regel. Dennoch sind diese beiden Konzepte untrennbar mit dem Sport verbunden und ich habe das Glück, dass in meinem Verein die Prinzipien und die daraus abgeleiteten Judowerte umfassend gelebt werden.

Was sind die Konsequenzen? Ich kam aus einer Welt, in der ich das Gefühl hatte, ständig auf der Hut sein zu müssen, weil jemand mir etwas Schlechtes wollen könnte, schlecht über mich reden würde oder neidisch auf mich war. Auch hier litt ich zwar nicht unter Verfolgungswahn, die unterschwellige Annahme, dass es so sein könnte, war jedoch immer präsent, was im Kontakt mit anderen Menschen immer ein wenig zusätzliche Energie gefressen hat.

Es hat mich eine ganze Reihe von Jahren gekostet, dieses latente Misstrauen anderen gegenüber freizulegen und in einen konstruktiven, vertrauensvollen Umgang zu transformieren, ohne dabei blauäugig zu sein. Und mein Herz fühlt sich heute hier zuhause, weil ich in den Kreisen, in denen ich mich inzwischen bewege, guten Gewissens den Menschen eine Vertrauensvorschuss geben kann, der bisher nicht mehr enttäuscht wurde. Das ist nun meine Welt.

Und was will ich nun damit sagen? Ich glaube, dass die Welt so gedacht ist, dass wir vertrauensvoll miteinander umgehen und dass das Prinzip von „gegenseitiger Hilfe für wechselseitigen Fortschritt und beiderseitigem Wohlergehen“ mehr ist als nur das Konzept eines lange gestorbenen Japaners. Für mich hat es eher den Rang einer universellen Wahrheit.

Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass die Realität in weiten Teilen (noch) anders aussieht. Aber spüren Sie doch einmal in sich hinein. Wie würde es sich anfühlen, wenn in Ihrem Leben das beiderseitige Wohlergehen eine noch viel größere Rolle spielen würde, als es das vielleicht bisher tut. Wäre das nicht toll?

Auch wenn da draußen mit den Trumps, Johnsons und Putins dieser Welt gefühlt das Chaos tobt, bin und bleibe ich ein zwanghafter Optimist. Das, was ich privat und im Essenzenladen lebe und wahrnehme, macht mir Hoffnung, dass sich die Welt verändert – ein Mensch nach dem anderen. Je bewusster und offener wir werden, desto leichter fällt es uns, für uns selbst Entscheidungen darüber zu treffen, was wir behalten und von was wir uns trennen wollen. Und je mehr und öfter wir das tun, desto mehr verändert sich unser Leben und wir verändern das Leben der anderen. Der Spruch, dass „alles miteinander verbunden ist“, ist nämlich ebenfalls mehr als nur schöne Worte.

Wenn sie eine „alte Freundin“ von damals haben, die schlecht über andere redet und zu der sie nur noch Kontakt haben, weil sie loyal sein wollen, dann fühlen Sie mal in sich rein und stellen sich vor, wie es wäre, wenn sie deren Energie nicht mehr länger in ihrem Leben hätten. Danach ziehen sie die Konsequenzen, die sich für Sie gut anfühlen.

Wenn sie in einem Umfeld arbeiten, in dem Konkurrenz, Neid und Missgunst an der Tagesordnung sind, dann spüren sie in sich hinein, ob sie sich wirklich wohl dort fühlen. Vielleicht können sie auch etwas zur Veränderung des Klimas beitragen. Oder sie können sich entscheiden, zu gehen. Auf jeden Fall braucht es für eine Situation, die sich nicht gut anfühlt, eine Lösung.

„Love it, leave it, or change it – but decide and be happy.“

Nach wie vor gilt, dass wir in Zeiten riesiger Veränderungen leben, und dazu gehört, dass wir alle Beziehungen in Beruf, Freundeskreis und Familie auf den Prüfstand stellen. Dienen sie uns und fühlen sie sich gut an, oder kosten sie nur Kraft und Energie ohne, dass wir auf irgendeine Weise – mental, emotional oder seelisch – auch davon profitieren? Stellen sie sich selbst die Frage, was sie in ihrem Leben haben und fühlen möchten. Dann prüfen sie alles, was sich bereits darin befindet darauf, ob es ihrem Ziel dient oder nicht. Wenn sie das, was ihnen nicht länger dient, Stück für Stück entfernen, entsteht viel Raum und Kraft für das Neue, das dem Leben ihrer Träume viel besser dienen kann.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

P.S. Kleine Randbemerkung: Essenzen können die Arbeit nicht für uns erledigen, das müssen wir schon selbst tun. Sie sind jedoch hervorragende Helfer auf dem Weg der Selbstentfaltung. Aber das wussten sie ja schon, sonst hätten sie diesen Newsletter nicht abonniert :-)

Zu guter Letzt … (Oktober 2019)

Wie das Leben so spielt. Während ich meine Kolumne für den Oktober schreibe, sitze ich im Flugzeug von Sydney nach Hongkong. Und das mir, der ich nicht unbedingt der Reiselustigste von allen bin. Aber wenn man seinen Job ernst nimmt, dann tut man, was getan werden muss. Und bei mir war das, endlich nach Australien zu fliegen und Ian White, den Hersteller der Australischen Buschblüten zu besuchen.

Ich weiß, es ist Jammern auf hohem Niveau, wenn ich anmerke, dass es mich schon ein wenig Überwindung gekostet hat, diese lange Reise anzutreten. Der Hinflug hat gut 24 Stunden gedauert, davon drei Stunden Aufenthalt in Hongkong. Der Rückflug wird ähnlich. Und dann ist da noch die Zeitverschiebung von neun Stunden, die ich aber mit der Travel Essence ganz gut im Griff habe.

Der Essenzenladen wurde vor nunmehr 15 Jahren auf mehreren, unverrückbaren Grundsätzen gegründet. Einer davon ist, dass wir alles dafür tun, um maximale Integrität zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass wir wissen, wovon wir sprechen, und für mich persönlich ist ein ganz wichtiger Punkt, die Menschen und Orte zu kennen, von denen die Essenzen kommen. Nun kenne ich Ian White schon seit vielen Jahren, aber in Australien war ich bisher noch nie. Und das Universum war im Sommer der Meinung, dass ich das ändern sollte.

Bereits letztes Jahr hatte ich mit Ian lose verabredet, dass ich 2019 nach Australien zu seinem Level 3 Workshop kommen würde. Doch im Winter und Frühjahr sah es nicht so aus, als ob es klappen würde, weil einfach viel zu viel los war und ich keine Energie hatte, die Reise auf mich zu nehmen. Doch im Sommer fing das Ganze an sich zu drehen und Anfang September war dann klar: Ich muss es tun. Abreise am 28. September – alle Hotels und Flüge zu buchen war eine sportliche Angelegenheit.

Die Details meiner insgesamt elfeinhalb Tage in Australien in diesen Newsletter packen zu wollen, würde definitiv den Rahmen sprengen. Ich habe aber ein ausführliches Reiseblog mit Bildern geführt, das Sie hier finden können: https://mensch-sein-heute.blog/tag/australien. Achtung: Die Reihenfolge ist umgekehrt, der neueste Beitrag steht zuoberst.

Was ich aber hier berichten möchte ist meine Erfahrung, die Australischen Buschblüten von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Während des insgesamt dreitägigen Workshops mit Ian White haben wir mehrere Bushwalks unternommen, um möglichst viele der Blüten in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. In Australien hat der Frühling gerade begonnen, deshalb ist der Zeitpunkt perfekt dafür.

Gleich am ersten Tag haben wir, sprichwörtlich direkt von Ians Haustür in Terrey Hills, an die 20 der Buschblüten mit eigenen Augen sehen dürfen, darunter Dog Rose (ist kleiner als man denkt), Flannel Flower (ist größer als man denkt), Black-eyed Susan, Isopogon, Crowea, Slender Rice Flower, Hibbertia, Little Flannel Flower, Mountain Devil etc. Die schiere Menge und Pracht der Blüten hat mich so überwältigt, dass ich am Abend fix und fertig war.

Am nächsten Tag haben wir dann Waratahs gesehen, die ja die Logo-Blume von den Australischen Buschblüten sind. Beeindruckend groß und knallrot. Neben vielen Informationen über Blüten, die in Level 1 und 2 nicht besprochen werden, und grundlegenden kinesiologischen Werkzeugen ist das Herz des Seminars die Herstellung einer eigenen Blütenessenz. Wir haben als Gruppe eine Flannel Flower Essenz erschaffen, die jeder auch mit nach Hause nehmen durfte. Ich bin schon gespannt, sie auszuprobieren.

Auch am dritten Tag gab es wieder einen kleinen Bushwalk, viele weitere Informationen und Techniken und am Ende eine berührende Abschlusszeremonie.

Mein Ziel, die Australischen Buschblüten an dem Ort zu sehen, an dem sie hergestellt wurden, habe ich zu 100 Prozent erreicht. Gleichzeitig habe ich in den Tagen in Australien unglaublich viele weitere Dinge sehen und erleben dürfen, für die ich von Herzen dankbar bin.

Von jeder meiner Reisen zu den Herstellern nehme ich eine energetische Verbindung zu dem Ort, an dem die Essenzen hergestellt werden, mit nach Deutschland zurück. Inzwischen fühle ich mich ein bisschen, wie eine Spinne in ihrem Netz, denn ich durfte schon nach Kanada, Irland, Japan und in die USA reisen. Mit Australien habe ich nun auch die Verbindung zum letzten der klassischen fünf Kontinente geknüpft.

Unser Anspruch im Essenzenladen ist es, unseren Kunden schnell und zuverlässig die Essenzen zu schicken, die sie benötigen, und dabei in jeder Hinsicht integer zu sein – sowohl was unser eigenes Handeln, als auch was unsere Produkte angeht. Mit den Reisen zu den Herstellern kann ich für mich sicherstellen, dass ihre Essenzen diesem Anspruch gerecht werden. Bei den Australischen Buschblüten war das nie eine Frage, aber dennoch ist die Verbindung noch einmal anders, nun, da ich dort gewesen bin.

In diesem Sinne freue ich mich darauf, dass wir unsere Rolle als Botschafter der Essenzen in Deutschland mit noch mehr Elan und Tiefgang wahrnehmen können und wünsche Ihnen einen goldenen Oktober.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (September 2019)

Schon seit einigen Jahren beobachte ich (und wahrscheinlich auch sie) eine immer größer werdende Tendenz zu politischer Korrektheit, der sich inzwischen für mich fast ein wenig zwanghaft anfühlt. Bitte verstehen sie mich nicht falsch: Ich bin ein großer Verfechter einer achtsamen und respektvollen Kommunikation. Der Glaube, dass alles politisch Korrektheit sein müsse hat jedoch inzwischen solch eine Eigendynamik entwickelt, dass ich oft aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskomme – man denke nur an die Debatte um die Werke von Astrid Lindgren. Im Jahr 2009 wurden die deutschen Übersetzungen der Bücher umgeschrieben, im Kontext harmlose Worte wie „Zigeuner“ und „Neger“ wurden entfernt und durch „zeitgemäße“, vermeintlich politisch korrekte ersetzt.

Die Verfechter solcher Aktionen gehen davon aus, dass sich die Einstellung der Menschen ändern lässt, indem man versucht, von oben verordnet den Sprachgebrauch zu ändern. Dabei wird meiner Meinung nach übersehen, dass Worte per se erst einmal vollkommen neutral sind. Erst die Art und Weise, der Kontext und wie es vom Empfänger verstanden wird sorgen dafür, dass Worte loben, schmeicheln, manipulieren oder verletzen. Wenn ich meinem besten Freund im Spaß sage: „Du bist vielleicht ein Depp!“ ist das etwas komplett Anderes, als wenn ich es meinem Kind als Reaktion auf eine schlechte Note an den Kopf werfe. Auf der anderen Seite kann ich jederzeit auch mit politisch korrekten Worten diskriminierende und verletzende Dinge sagen.

Ein weiteres Beispiel für zwanghafte politische Korrektheit ist das immer nerviger werdende „Gendering“ Laut Wikipedia „steht das Wort für einen geschlechterbewussten Sprachgebrauch, der im Interesse der Gleichstellung der Geschlechter mit Modifikationen der herkömmlichen Sprache einhergeht.“ Dem Gendering liegt der gutgemeinte Versuch zugrunde, einen ziemlich alten Irrtum zu beseitigen, der leider immer noch tief in der DNA unserer Gesellschaft steckt, nämlich, dass Männer und Frauen unterschiedlich viel wert seien. Meiner Meinung liegt jedoch auch hier wieder der Irrtum zugrunde, dass sich Einstellungen von Menschen durch zwangsweise verordnete Modifikationen der Sprache ändern lassen. Spätestens seit George Orwells Roman „1984“ haben wir ein plastisches Beispiel dafür, warum man das besser sein lassen sollte.

In Ländern des englischen Sprachraums kann man übrigens hervorragend beobachten, dass es offensichtlich nicht an der Sprache liegt, wenn Frauen gegenüber Männern in verschiedenen Bereichen immer noch benachteiligt sind, denn im Englischen gibt es keine so ausgeprägte „Geschlechtertrennung“ wie beispielsweise im Deutschen. Eine Lehrerin ist dort genauso „teacher“, wie ihr männlicher Kollege und meine beste Freundin ist genauso „friend“ wie mein bester Freund. Und dennoch gibt es dort keine vollständige Gleichberechtigung von Frauen. Nach dem, was man in den Medien mitbekommt, hat es sogar den Anschein, dass Frauen es in den USA sogar teilweise noch schwerer haben, als in Deutschland.

Die verordnete sprachliche politische Korrektheit ist daher meiner Meinung nach sinnlos und sorgt in erster Linie dafür, dass unsere Kommunikation immer verklemmter wird, weil jeder so bemüht ist, bloß nichts Falsches zu sagen und niemandem auf den Schlips zu treten. Dadurch geschieht es immer öfter, dass das, was man zu sagen hatte, nicht mehr wirklich ankommt.

Letztlich setzen die Versuche, Einstellungen über erzwungene Änderungen im Sprachgebrauch verändern zu wollen, an der falschen Stelle an. Sie verleugnen das eigentliche Problem, denn nur, weil man etwas nicht mehr sagen soll oder darf, heißt das nicht, dass man es nicht trotzdem denkt.
Damit eine Gesellschaft sich verändert, muss sich jedes einzelne ihrer Mitglieder bewegen. Und das kann keine „Revolution von oben“ sein – die Bewegung muss von unten kommen und das tut sie meiner Meinung nach bereits.

Sicher, die Veränderung ist noch ein sehr zartes Pflänzchen und an den Schaltzentralen der Macht ist sie noch lange nicht angekommen, jedoch macht mir die zunehmende Anzahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihren Mitmenschen mit offenem Herzen und von Natur aus achtsamer und respektvoller Kommunikation begegnen, großen Mut. Je mehr von ihnen in Führungsetagen und politischen Ämtern ankommen, desto schneller wird die Veränderung vorangehen.

Als Eltern, Großeltern, Lehrer und Ratgeber haben wir dabei zwei wichtige Aufgaben. Die erste ist es, unseren eigenen Weg der Heilung und Entfaltung nach besten Kräften zu gehen, denn nur das, was wir für uns selbst geheilt haben, projizieren wir nicht mehr auf die Kinder und Jugendlichen. Und zweitens ist es unsere Aufgabe, ihnen zur Seite zu stehen, wenn sie durch Situationen konfrontiert sind, die dem alten Paradigma entspringen. Sie brauchen unsere Hilfe, um zu verstehen, was da wirkt und um zu lernen, damit umzugehen und es anders zu machen. Das ist eine große Aufgabe, aber seien Sie unbesorgt: Die Tatsache, dass Sie diesen Newsletter gelesen haben ist Zeugnis dafür, dass sie die Bereitschaft und die Fähigkeit dazu besitzen.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (August 2019)

Petra Schneider (LichtWesen) schreibt in ihrem Beitrag „Hochsensibel sein, Stimmungen wahrnehmen“ über etwas, was mich selbst umtreibt. Seit ich denken kann, bin ich mit besonders feinen Antennen ausgestattet, was die Emotionen anderer betrifft. Egal wie sehr jemand mich beispielsweise anlächelt, kann ich doch erkennen, ob sein Herz ebenfalls lächelt oder ob es nur Fassade ist. Das funktioniert auch auf Fotos. Irgendwie verraten mir die Augen, ziemlich viel über den Gemütszustand der abgebildeten Funktion, egal was die Mimik stattdessen versucht auszusagen. Das ist Fluch und Segen zugleich – jeder, der ähnlich feine Antennen hat, wird verstehen, was ich damit meine. Dieses Thema, das Petra Schneider so schön in ihrem Beitrag aufgreift, hat mich veranlasst, heute meine eigenen Gedanken dazu auf Papier zu bringen …

1. Menschen neigen dazu, Dinge zu dramatisieren – im Positiven wie im Negativen. Wenn man mit einer besonders großen Sensitivität ausgestattet ist, ist das nichts, was einen zu einem besseren Menschen macht. Es ist halt einfach so. Gleichzeitig ist es nichts, was man bedauern oder gar behandeln sollte oder könnte. Ich wiederhole mich: Es ist halt einfach so. Hört auf, Euch Eier darauf zu backen oder Euch als Opfer zu fühlen. Was ist, ist – und ich glaube auch, dass es gut so ist, denn …

2. Hohe Sensitivität und Intuition sind die logische Konsequenz der menschlichen und gesellschaftlichen Evolution. Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte ziemlich viele unmenschliche Dinge getan. Ich bin der Überzeugung, dass vieles davon nur möglich war, weil entweder kein Mitgefühl vorhanden war, oder dasselbe zwangsweise abgewürgt wurde, beispielsweise wenn man als Soldat ins Feld ziehen musste. Wir haben in unserer Gesellschaft den Luxus, dass wir uns nicht mehr um unser Überleben sorgen müssen. Deshalb nutzt unser Körper-Geist-System die freigewordene Energie, um sich weiterzuentwickeln. Eine der Konsequenzen ist die erhöhte Sensitivität, die immer mehr Menschen besitzen. Und das ist gut so, denn jemand, der quasi am eigenen Leib spürt, wenn er anderen wehtut, besitzt verständlicherweise eine ziemlich geringe Motivation, genau das zu tun. Gleichzeitig ist es in unserer aktuellen Welt ziemlich schwer, so viel zu spüren, denn …

3. Pioniere haben es am Anfang schwer. Ohne jetzt in utopische Fantasien einer zukünftigen Gesellschaft abschweifen zu wollen, steht es außer Frage, dass Mitgefühl und Kooperation in der Welt, wie sie momentan ist, noch viel zu kurz kommen. Sowohl von Seiten vieler Menschen, als auch von Seiten der Institutionen, die an den Hebeln der Macht sitzen (Politik, Wirtschaft etc.), geschieht jeden Tag viel zu viel Eigennütziges und Rücksichtsloses auf Kosten anderer. Wenn man die feinen Antennen besitzt und die „volle Dröhnung“ davon auf energetischer Ebene mitbekommt, dann ist das alles andere als angenehm. Dennoch ist es notwendig, denn ohne Pioniere kein Fortschritt. Je mehr Menschen verstehen, dass eine hohe Sensitivität Teil der Evolution ist und entsprechend handeln, desto eher wird die kritische Masse erreicht sein, denn …

4. Jeder Mensch besitzt ein emotionales Leitsystem. Bis auf wenige, tatsächlich krankhafte Ausnahmen wird niemand ernsthaft Freude verspüren, wenn er anderen schadet. Es mag ein kurzzeitiger Rausch sein, andere zu dominieren, ein Nervenkitzel, etwas zu stehlen oder ein Gefühl der Macht, einen anderen besiegt zu haben. Auf Dauer bleibt jedoch tief drinnen immer ein schales, nagendes Gefühl, das nicht wirklich angenehm ist. Je weiter die Evolution in dieser Richtung fortschreitet, desto schwerer wird es, diese schlechte Gefühl zu ignorieren und desto mehr Menschen werden damit beginnen, die Dinge sein zu lassen, die ihnen die negativen Emotionen bescheren. Diesen emotionalen Kompass besitzt jedes mit Gefühlen ausgestattete Wesen, natürlich auch Tiere. Folgen wir ihm, kommen wir automatisch zu mehr Mitgefühl und Kooperation, denn …

5. Wir sind tatsächliche alle eins. Je mehr wir fühlen können, dass wir alle verbunden sind, desto weniger Nutzen haben wir davon, egoistisch zu sein. Bisher war das vor allem ein mentales Konzept, das gut klingt gut und sich auch irgendwie tief drinnen ganz gut anfühlt. Aber wie wörtlich das gemeint ist und was das im Alltag bedeutet, beginnt man erst wirklich zu verstehen, wenn man die Verbindung zu den anderen tatsächlich spürt. Genauso wenig, wie es sinnvoll ist, mir mit dem Hammer in der linken Hand auf den rechten Daumen zu hauen, genauso sinnfrei ist es, meinem Mitmenschen vor das Schienbein zu treten. Wenn man es spürt, versteht man es.

Und trotzdem bleibt es anstrengend, mit all dem umzugehen, was da jeden Tag auf uns einprasselt. Deshalb ist es sinnvoll, alle Werkzeuge zu nutzen, die einem zur Verfügung stehen. Petra Schneider schlägt einige hilfreiche Visualisierungen vor, zusätzlich sind natürlich auch Essenzen dafür prädestiniert zu helfen. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen deshalb unsere Mischung „Emotionale Klarheit„, die ich (aus purem Eigennutz ;-) ) vor einigen Jahren zusammengestellt habe, um besser unterscheiden zu können, was meine eigenen Emotionen sind und was ich gerade von außen wahrnehme. Wir haben die Essenz deshalb auch zu unserer Essenz des Monats gemacht.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Juli 2019)

In den letzten Wochen ist mir immer wieder ein Begriff durch den Kopf gegangen: Emotionale Verlässlichkeit. Sucht man ihn im Internet, findet man zwar einige Erwähnungen, jedoch nur als ein Punkt von vielen, der für Kinder wichtig ist. Natürlich gibt es vieles, was objektiv betrachtet für unser physisches Überleben höhere Priorität hat, jedoch ist die emotionale Verlässlichkeit in meinen Augen etwas, was für unsere Entwicklung, Stabilität und nicht zuletzt auch das „emotionale Überleben“ von großer Bedeutung ist – besonders, wenn man mit überdurchschnittlicher Sensitivität gesegnet (oder manchmal auch verflucht?) ist. Und das gilt nicht nur für Kindheit und Jugend, sondern natürlich auch, wenn man erwachsen ist.

Für mich bedeutet emotionale Verlässlichkeit unter anderem, dass starke Emotionen niemals gegenüber unbeteiligten Dritten ausgedrückt werden, die damit weder rechnen noch im Zweifelsfall umgehen können. Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Frau hat sich während des Arbeitstages über etwas massiv geärgert fühlt noch eine Menge Wut in sich. Nachdem sie zuhause ist, kommt ein Kind oder der Partner zufällig in den Raum, und sagt etwas vollkommen Harmloses, was sie in den falschen Hals bekommt. Die darauf folgende Explosion war für den anderen nicht vorhersehbar und es bräuchte eine Menge Stabilität, um der Woge der Emotionen unbeeindruckt standhalten zu können. Ein Partner kann das vielleicht noch hinbekommen, für Kinder ist es jedoch in der Regel unmöglich.

Im Umkehrschluss bedeutet emotionale Verlässlichkeit, dass wir lernen sollten, auf Situationen emotional angemessen zu reagieren. Das heißt keinesfalls, dass wir unsere Emotionen in irgendeiner Form unterdrücken sollen, es bedeutet lediglich, dass wir sie in die richtige Richtung lenken und sie auf angemessene Art und Weise ausdrücken. Jede Emotion hat ihre Daseinsberechtigung (sonst hätten wir sie nicht) und auch die „negativen“ Gefühle sind gesund, wenn wir sie ausdrücken und ihnen den angemessenen Raum geben.

Das Paradebeispiel für eine „schwierige“ Emotion ist für viele Wut und Zorn. Es ist gesund und sehr reinigend, einmal so richtig wütend zu sein. Hinter diesen Gefühlen steht eine machtvolle emotionale Energie, die unbedingt ausgedrückt werden will. Schlucken wir sie, schaden wir nur uns selbst. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass Wut und Zorn sehr kurzlebige Emotionen sind: Sie brausen auf, und ebben dann, wenn wir sie ausdrücken, schnell wieder ab. Halten wir sie fest, entsteht Groll, der wiederum nicht sehr gesund ist. Die Wut muss also raus, und es gibt dabei nur drei wichtige Regeln: Keine Dinge zerstören, die nicht ausdrücklich dafür vorgesehen sind, nicht sich selbst verletzen und niemand anderen verletzen.

Betrachtet man das Ausdrücken von Wut aus der Perspektive des Empfängers wird schnell klar, dass ein Erwachsener oder ein Kind, die als Unbeteiligte in die Schusslinie geraten, im Zweifelsfall schnell überfordert sind. Besonders für Kinder ist es im höchsten Maß verstörend, wenn sie für sie vollkommen unvorhersehbar mit der Emotion Wut konfrontiert sind, ohne dass es einen erkennbaren Grund dafür gibt. Geschieht das regelmäßig, „lernen“ sie als Teil der emotionalen Überlebensstrategie, dass der betreffende Elternteil emotional unzuverlässig ist und man nie weiß, woran man bei ihm ist. Die Konsequenz ist, dass ein Kind sich nicht mehr sicher fühlt und sich zurückzieht und emotional verschließt.

Auch als Erwachsener kann es beliebig schwer sein, mit Emotionen anderer umzugehen, die auf einen projiziert werden, ohne dass man einen kausalen Zusammenhang erkennen kann. Auch hier sind Wut und Zorn wieder ein gutes Beispiel. Wenn zwei Partner sich im Alltag über eine Kleinigkeit streiten, die Auseinandersetzung jedoch auf einmal eine Größenordnung annimmt, die der Sache nicht mehr angemessen ist, dann geht es bei mindestens einem der Kontrahenten gar nicht mehr um die Sache selbst, sondern um etwas Anderes, das der eigentliche Grund für seine Wut ist. Und das kann durchaus etwas Uraltes sein, beispielsweise aus der Kindheit. Ist der andere gerade nicht stabil und/oder besonders sensitiv für emotionale Energien, kann einen das schon aus der Bahn werfen. Auch hier ist es hilfreich, an der emotionalen Verlässlichkeit zu arbeiten.

Auch wenn ich bisher vor allem Wut und Zorn als Beispiele herangezogen habe, kann es für Kinder mindestens ebenso verstörend sein, wenn die Bezugspersonen immer wieder scheinbar grundlos andere starke Emotionen ausdrücken: Trauer, aber auch überschießende Freude. Stellen Sie sich nur einmal jemanden vor, der in banalen Alltagssituationen regelmäßig und ohne erkennbaren Grund Lachanfälle hat oder vor Freude wie ein Gummiball umher hüpft. Irgendwann würden wir uns als Erwachsene denken, dass die Person nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Vielleicht würden wir auch anfangen, uns ernsthaft Sorgen um deren geistige Gesundheit machen. Ein Kind hat jedoch normalerweise nicht den rationalen Zugang zu solchen Situationen, und alles, was ankommt ist, dass die Bezugsperson verwirrende, sich widersprechende Signale aussendet. Auch hier kann ein Kind irgendwann nur noch zu dem Schluss kommen, dass die Person emotional unzuverlässig ist – mit den oben beschriebenen Konsequenzen. Und wenn wir in jungen Jahren gelernt haben, dass wir selbst den Personen, die uns nahestehen, emotional nicht vertrauen können, dann hat das natürlich auch erst einmal Konsequenzen für unsere Beziehungen …

Was können wir tun? Sandra Epstein von den Ararêtama Regenwaldessenzen benutzt den Begriff „Emotionale Fitness“. Kurz gesagt bedeutet das, dass wir die Gefühle, die wir haben, wahrnehmen, sie bewusst ausdrücken, ihnen jedoch nicht ausgeliefert sind. Es bedeutet auch, dass wir Stück für Stück die roten Knöpfchen deaktivieren, auf denen andere (gerne unsere Kinder) manchmal Klavier spielen, um uns nach Belieben dazu zu bringen, zu explodieren. Wohl gemerkt geht es dabei in der Regel auch wieder um alte Wut, die noch nicht angemessen ausgedrückt wurde und deshalb aus dem Zusammenhang gerissen und durch banale Dinge getriggert wird.

Die Ararêtama Essenzen (und natürlich auch unsere anderen Schwingungsmittel) können eine wertvolle Unterstützung dabei sein, sich der eigenen Emotionen bewusst zu werden und zu lernen, sie zu kanalisieren. Je besser wir dies beherrschen, desto einfacher fällt es uns, emotional zuverlässig zu sein und beispielsweise unserem Gegenüber zu sagen: „Ich bin gerade stinksauer, aber nicht auf Dich. Ich muss mal raus, und Holz hacken/Joggen/laut schreien/etc.“

Emotional zuverlässig sein heißt vor allem aber auch, authentisch zu sein, sich also in Bezug auf seine Gefühle nicht zu verstellen. Jeder ist mal traurig, mal fröhlich, mal wütend und mal introvertiert. Menschen, die besonders empathisch sind, spüren das in ihrem Gegenüber, egal ob die Person es (non-) verbal ausdrückt oder versucht, das Gefühl zu unterdrücken. Besonders für hochsensitive Kinder ist es deshalb verwirrend, wenn sie beispielsweise genau wahrnehmen, dass der Vater gerade traurig ist, der es aber vehement bestreitet. Kommt das immer wieder vor, ist die Konsequenz, dass das Kind entweder „lernt“, der eigenen Wahrnehmung nicht zu vertrauen oder wieder, dass die Bezugsperson emotional unzuverlässig, in diesem Fall, nicht authentisch ist.

Besonders, wenn man gerade erst angefangen hat, die eigene emotionale Fitness zu trainieren, kann es eine Herausforderung sein, wenn einem jemand von außen sagt: „Du fühlst Dich gerade traurig/wütend/etc.“, wenn man es selbst noch gar nicht bewusst wahrgenommen hat. Wenn es von jemandem kommt, dem wir vertrauen und der uns nahesteht – das gilt in besonderem Maße für die eigenen Kinder – dann tun wir jedoch gut daran, zumindest kurz in Erwägung zu ziehen, dass die Person recht haben könnte … verwerfen können wir es später immer noch.

In Bezug auf das Thema emotionale Zuverlässigkeit spielt jeder von uns beide Rollen – Sender und Empfänger – und beide Seiten sind oft mit Herausforderungen verbunden. Wenn ich Sender bin, ist es meine Aufgabe, an meiner emotionalen Fitness zu arbeiten, und als Empfänger ist es meine Aufgabe, mit falsch adressierten Emotionen umgehen zu lernen, damit sie mich nicht aus der Bahn werfen. Besonders für letzteres eignet sich unsere Mischung „Dickes Fell“, die gleichzeitig auch unsere Essenz des Monats ist. Die enthaltenen Essenzen sind deshalb auch dort ausführlich beschrieben. Für unsere Rolle als Sender empfehle ich das Ararêtama Mandala von Sandra Epstein, das sich ausführlich dem Thema emotionale Fitness widmet. Denn je besser wir in der Lage sind, emotional zuverlässig zu sein, desto einfacher wird und glücklicher wird das Miteinander und damit unser Leben.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Juni 2019)

Selten hat mich ein Vortrag so berührt wie dieser! Deshalb lege ich Ihnen ans Herz, ihn in voller Länge anzusehen – er dauert über zwei Stunden. Aber der Reihe nach …

Seit ich denken kann, habe ich so meine Probleme damit das Konzept hinter Wettbewerb und Wettkampf zu verstehen oder Freude daran zu finden. In meiner Jugend hat das dazu geführt, dass ich zwar großen Spaß am Judotraining hatte, jedoch nie zu Wettkämpfen gefahren bin. Ich musste erst über 40 werden, um das mal auszuprobieren (und festzustellen, dass ich richtig lag).

Im Gegenzug ergibt es für mich vollständig Sinn, wenn Menschen mit ihrer Umwelt zum gegenseitigen Nutzen kooperieren, sich unterstützen und helfen. Tritt man einen Schritt zurück und versucht das, was man von klein auf als „normal“ erlebt hat beiseite zu legen, erscheint es ohnehin vollkommen unverständlich, warum im täglichen Umgang miteinander zwischen Mensch, Tier und dem Rest der Natur einer gewinnen soll, während andere verlieren. Zumindest mir geht das so.

In seinem Vortrag erzählt Erwin Thoma auf liebevolle und eindrückliche Art und Weise von vielen Dingen: Warum der Wald als Organismus so viel intelligenter ist als wir, wie er vom Förster zum nachhaltigen Unternehmer wurde, wie er aus Holz viel stabilere und bessere Häuser baut als andere aus Stahlbeton und warum die Harzsalbe seiner Oma fantastisch ist. Immer jedoch geht es dabei um miteinander statt gegeneinander, und ich bin damit vollständig in Resonanz gegangen.

Wenn man Thoma auf der Bühne reden sieht, nimmt man ihm jedes Wort ab. Ich glaube ihm, dass er das, was er da sagt, meint und lebt. Und das ist für mich eine weitere wesentliche Säule des Miteinanders: Ehrlichkeit, Integrität und Authentizität. Auch in dieser Hinsicht hat mich der Vortrag tief beeindruckt.

Insofern will nicht dieses Mal gar nicht so viele Worte machen. Ich lege Ihnen nochmals nachdrücklich ans Herz: Sehen Sie sich den Vortrag an. Er wird auch Ihr Leben bereichern!

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen