Sich abgrenzen

Von Dr. Petra Schneider,
LichtWesen AG

Wie kann ich mich besser abgrenzen? Warum ist es wichtig, sich abzugrenzen? Warum fällt Abgrenzung manchem so schwer? Kann man lernen, sich abzugrenzen? Man kann. Und es gibt sogar energetische Unterstützung dafür.

„Ach, könntest du mal …. Sei doch so nett und mache …. Könntest du mir kurz helfen …. Ich habe niemanden, kannst du nicht …“. Eigentlich wollen wir „Nein“ antworten, tun es aber nicht. Wir lassen uns von anderen dazu bewegen, Dinge zu tun, die wir nicht wollen – weil wir uns nicht abgrenzen können.

Fehlende Abgrenzung zeigt sich auch so: Wenn wir Ratschläge erhalten, die wir nie wollten, von Menschen, die wir nicht darum gebeten haben – etwa von der Schwiegermutter, die sich über die „falsche“ Kindererziehung auslässt oder sich darüber beklagt, dass man seine klassische Rolle als Ehepartner nicht erfüllt und dem Partner zuviel aufbürdet. Menschen, die keine Grenzen setzen und nicht „Stopp“ sagen können, sind immer wieder Grenzüberschreitungen ausgesetzt, gegen die sie sich kaum wehren können. Abgrenzung ist wichtig – in der Beziehung, der Familie, bei der Arbeit und gegenüber Freunden.

Was ist Abgrenzung?

Abgrenzung bedeutet, den richtigen Abstand zum anderen herzustellen, einen Abstand, bei dem man sich wohlfühlt. Dieser Abstand ist nicht fix. Es kann sich innerhalb von Minuten verändern. Abgrenzung fordert, dem anderen zu sagen oder zu zeigen, wenn er zu nahe kommt und ihn nach dem Überschreiten einer Grenze wieder auf den passenden Abstand zu bringen. Abgrenzung setzt voraus, dass man weiß, was man will und das auch äußern kann. Diese Probleme haben vor allem Hochsensible. Und Frauen eher als Männer, weil Frauen in der Regel emotionaler und damit auch feinfühliger sind. Sie können sich dadurch schlechter abgrenzen. Warum eigentlich?

Warum ist Abgrenzen so schwierig?

Menschen waren biologisch gesehen abhängig davon, zu einem Stamm zu gehören. Die Zugehörigkeit zum Stamm schützte in früheren Zeiten davor, zu verhungern, zu erfrieren oder gefressen zu werden. Anpassung und Zurückhaltung waren überlebensnotwendig. Auch wenn wir heute entwicklungsgeschichtlich eine andere Stufe erreicht haben, sind Kinder nach wie vor abhängig von der Liebe ihrer Eltern – und um diese zu erhalten, gehorchen sie und wehren sich nicht. Wodurch Eltern die Grenzen des Kindes überschreiten:

  • Wenn sie dem Kind beispielsweise das Gefühl vermitteln, dass es nicht „in Ordnung“ ist.
  • Wenn die Bezugspersonen es zu oft oder zu laut schimpfen.
  • Wenn sie zu viel Macht ausüben, auch in „kleinen“ Dingen: „iss auf, was du auf dem Teller hast“, auch wenn das Kind satt ist.

Weil das Kind von der Liebe und Fürsorge der Eltern abhängig ist, gehorcht es, wehrt sich nicht, passt sich an, hält sich zurück.

Wer oft erlebt hat, dass die eigenen Grenzen nicht respektiert wurden, dem fällt es nicht nur schwer, sich abzugrenzen, er hat sogar Mühe, die eigenen Grenzen wahrzunehmen. Man verliert den Kontakt zu sich selbst und kann nicht fühlen, was man will, welche Bedürfnisse man hat und was man braucht.

Wie bekommt man ein dickes Fell?

LichtWesen hat energetische Hilfen für ein „dickes Fell“: Die Essenzen „Ich bin in meinem Reich“ oder Michael.

Die Michael-Energie ist ein energetischer Schutz und stärkt die Aura. Man bekommt eine energetische Rüstung und fühlt sich weniger verletzlich. Zusätzlich reinigt und transformiert sie Energien, die man von anderen aufgenommen hat. Das gilt auch für Energien und Erfahrungen aus vergangenen Zeiten. Die selbstbewusste Haltung und die kraftvolle Ausstrahlung, die ursprünglich in jedem Menschen vorhanden ist, zeigt sich wieder.

Ich bin in meinem Reich“ schafft einen Raum um den Körper, der wie bei Michael-Energie gereinigt wird, sich dann aber mit der eigenen Energie füllt, so dass man sich „an seinem Platz“ und „ganz bei sich“ fühlt.

Was bringt es mir, wenn ich Grenzen setzen kann?

Sich abgrenzen können heißt nicht, egoistisch zu werden und zu allem nein zu sagen. Sich abgrenzen können heißt, dann nein zu sagen, wenn man nein sagen will. Dadurch wird das Miteinander letztlich herzlicher und liebevoller. Wenn man ja sagt, weil man ja meint, entsteht mehr Nähe und Vertrauen. Wenn man in Beziehungen seine Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken kann – und das gilt für Partnerschaften genauso wie für Arbeitsbeziehungen – kann man auch den Anderen mit seinen Bedürfnissen annehmen. Man muss keine Mauern mehr um sich herum ziehen, man muss nicht mehr durch Gesichtsausdruck und Körperhaltung ausdrücken „bleib mir vom Leib“, man muss sich nicht mehr unsichtbar machen, damit einem die anderen nicht zu nahe kommen. Man kann mehr Nähe zulassen, weil man auch wieder Abstand erzeugen kann, wenn es zu eng wird. Und das, ohne den anderen zu verletzen. Die Rückmeldungen von Anwendern der beiden Essenzen betonen, dass sie genau das konnten: Mehr Nähe zulassen, weil sie die Fähigkeit hatten, Grenzen zu setzen und für ihre eigenen Bedürfnisse einzustehen.

Weitere Tipps fürs Abgrenzen

  • Sich Bedenkzeit erbeten, wenn jemand etwas will.
  • Wenn eine sofortige Antwort gefordert wird, nein sagen. Ein Nein kann man später leichter ändern als ein Ja.
  • Ein „Teil-Ja“ geben, zum Beispiel: Ja, aber nicht jetzt; Ja, aber erst wenn du …; Ja, aber nur diesen Teil, das andere nicht;
  • Hilfreich ist auch, eine Weile immer zuerst nein zu sagen – oder zumindest zu denken, so dass es zur Gewohnheit wird – und üben, das Nein nicht zu begründen. Begründen ist eine Rechtfertigung die ausdrückt, dass man sich eigentlich nicht traut.
  • Wenn man den Impuls hat, nein sagen zu wollen, sollte man dies möglichst sofort tun, ohne lange nachzudenken. Je länger man zögert, desto schwieriger wird es.
  • Das Bedürfnis des Anderen wertschätzen, aber trotzdem nein sagen: „Ich kann verstehen, dass du das möchtest. Aber ich kann/ will das nicht machen.“ „Es tut mir leid, dass ich dir dabei nicht helfen kann.“
  • Wichtig ist: Sich nicht verurteilen, wenn man wieder einmal ja gesagt aber nein gemeint hat. Wie viele Jahre haben wir dieses Verhaltensmuster gelebt? Da ist es in Ordnung, dass es nicht sofort anders geht. Und es ist auch in Ordnung, dass man sich am Anfang schlecht dabei fühlt oder sogar Angst spürt. Wir sind „Gewohnheitstiere“ und die Nervenbahnen, die bisher Abgrenzung verhindert haben, sind wie Autobahnen. Die neuen Abgrenzungswege sind wie Trampelpfade, die erst durch häufiges Begehen breiter werden.
  • Wer die Ursachen für die Probleme mit dem Abgrenzen erforschen will, kann sich fragen, wovor er Angst hat und dann seine Gedanken und Gefühle beobachten. Bei der Tiefenerforschung und Transformation unterstützt auch die Essenz Elohim violett.
  • Eine energetische Abgrenzungstechnik ist, sich einen Zaun vorzustellen. Ein Zaun ist besser als eine Mauer, denn er ist durchlässig und man kann erkennen, was vor dem Zaun vor sich geht. Trotzdem ist ein Zaun eine zuverlässige Grenze. Und er kann leicht verschoben werden, näher herangeholt oder weiter weggeschoben. Dieses Bild sollte man mehrmals am Tag für mehrere Wochen trainieren, auch wenn niemand anwesend ist und man sich nicht abgrenzen muss. Zusätzlich kann man sich einen energetischen Wächter vorstellen, der den eigenen Raum verteidigt, zum Beispiel den Erzengel Michael mit dem Flammenschwert oder ein anderes Bild, dem man vertraut.

Gefühle und Energien von anderen aufnehmen

Nicht nur „Nein“ sagen ist ein Abgrenzungsthema. Auch das Mitleiden, vor allem bei Feinfühligen und Hochsensiblen, die mehr von den Stimmungen und Erwartungen der Umgebung wahrnehmen als üblich. Die wenigsten Feinfühligen wollen diese Gabe komplett abschalten, denn dann würden sie nichts mehr von ihrer Umgebung wahrnehmen und auch nicht mehr merken, wann sie selbst Grenzen überschreiten. Die Michael-Essenz kann helfen, zu erkennen, wie man mit dieser Gabe umgehen kann. Weitere Infos zum Thema finden Sie in Blogbeitrag Hochsensibel sein und Stimmungen wahrnehmen.

Emotionale Klarheit (Der Essenzenladen)

Die Essenz des Monats August ist wieder eine selbst entwickelte Mischung aus Essenzen verschiedener Hersteller. Sie trägt den Namen „Emotionale Klarheit“.

Bei dieser Mischung geht es darum, unsere Unterscheidungsfähigkeit zu unterstützen, was unsere eigenen Gefühle sind, und was wir von anderen auffangen. Besonders für feinfühlige Menschen ist es oft von Kindheit an eine Herausforderung, zwischen beidem zu entscheiden. Teilweise hat es sogar den Charakter einer Offenbarung, wenn man das erste Mal erkennt, dass nicht alles, was man fühlt – besonders die nicht so angenehmen Emotionen – aus einem selbst heraus kommen.

Zu lernen, wie man zwischen inneren und von außen kommenden Emotionen unterscheidet und vor allem, wie man diese Wahrnehmungen so regulieren kann, dass sie das eigene Leben nicht beeinträchtigen, ist eine der großen Aufgaben und Herausforderungen (und Chancen!) der jetzigen Zeit. Die Mischung „Emotionale Klarheit“ ist als Unterstützung für diesen Prozess gedacht. Siehe dazu auch das „Zu guter Letzt“ vom August 2019.

Die Mischung enthält:

  • Brown Kelp (Pacific Essences) – um das energetische Unterscheidungsvermögen und die Klarheit zu fördern. Verbindet zusätzlich Basis- und Scheitelchakra.
  • Fringed Violet (Australische Buschblüten) – um Löcher in der Aura zu schließen und für klare Grenzen zu sorgen. Hilft auch dabei, im Energiefeld gespeicherte Traumen aufzulösen
  • Hematite (Alaskan Essences) – Stärkt die energetischen Grenzen im Emotionalkörper und hilft uns dabei, einen Zustand mitfühlender Trennung aufrechtzuerhalten, wenn wir intensive Emotionen bei anderen erleben.
  • Down to Earth (Himalayan Flower Enhancers) – für tief gehende Erdung. Öffnet das Basischakra, verbindet uns mit der Erde und hilft uns dabei, stabil zu bleiben.

„Emotionale Klarheit“ ist als 10 ml Stockbottle, als 50 ml Raumspray oder als 30 ml Einnahmeflasche erhältlich, letztere zum Sonderpreis von 9,90 EUR.

Zu guter Letzt … (August 2019)

Petra Schneider (LichtWesen) schreibt in ihrem Beitrag „Hochsensibel sein, Stimmungen wahrnehmen“ über etwas, was mich selbst umtreibt. Seit ich denken kann, bin ich mit besonders feinen Antennen ausgestattet, was die Emotionen anderer betrifft. Egal wie sehr jemand mich beispielsweise anlächelt, kann ich doch erkennen, ob sein Herz ebenfalls lächelt oder ob es nur Fassade ist. Das funktioniert auch auf Fotos. Irgendwie verraten mir die Augen, ziemlich viel über den Gemütszustand der abgebildeten Funktion, egal was die Mimik stattdessen versucht auszusagen. Das ist Fluch und Segen zugleich – jeder, der ähnlich feine Antennen hat, wird verstehen, was ich damit meine. Dieses Thema, das Petra Schneider so schön in ihrem Beitrag aufgreift, hat mich veranlasst, heute meine eigenen Gedanken dazu auf Papier zu bringen …

1. Menschen neigen dazu, Dinge zu dramatisieren – im Positiven wie im Negativen. Wenn man mit einer besonders großen Sensitivität ausgestattet ist, ist das nichts, was einen zu einem besseren Menschen macht. Es ist halt einfach so. Gleichzeitig ist es nichts, was man bedauern oder gar behandeln sollte oder könnte. Ich wiederhole mich: Es ist halt einfach so. Hört auf, Euch Eier darauf zu backen oder Euch als Opfer zu fühlen. Was ist, ist – und ich glaube auch, dass es gut so ist, denn …

2. Hohe Sensitivität und Intuition sind die logische Konsequenz der menschlichen und gesellschaftlichen Evolution. Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte ziemlich viele unmenschliche Dinge getan. Ich bin der Überzeugung, dass vieles davon nur möglich war, weil entweder kein Mitgefühl vorhanden war, oder dasselbe zwangsweise abgewürgt wurde, beispielsweise wenn man als Soldat ins Feld ziehen musste. Wir haben in unserer Gesellschaft den Luxus, dass wir uns nicht mehr um unser Überleben sorgen müssen. Deshalb nutzt unser Körper-Geist-System die freigewordene Energie, um sich weiterzuentwickeln. Eine der Konsequenzen ist die erhöhte Sensitivität, die immer mehr Menschen besitzen. Und das ist gut so, denn jemand, der quasi am eigenen Leib spürt, wenn er anderen wehtut, besitzt verständlicherweise eine ziemlich geringe Motivation, genau das zu tun. Gleichzeitig ist es in unserer aktuellen Welt ziemlich schwer, so viel zu spüren, denn …

3. Pioniere haben es am Anfang schwer. Ohne jetzt in utopische Fantasien einer zukünftigen Gesellschaft abschweifen zu wollen, steht es außer Frage, dass Mitgefühl und Kooperation in der Welt, wie sie momentan ist, noch viel zu kurz kommen. Sowohl von Seiten vieler Menschen, als auch von Seiten der Institutionen, die an den Hebeln der Macht sitzen (Politik, Wirtschaft etc.), geschieht jeden Tag viel zu viel Eigennütziges und Rücksichtsloses auf Kosten anderer. Wenn man die feinen Antennen besitzt und die „volle Dröhnung“ davon auf energetischer Ebene mitbekommt, dann ist das alles andere als angenehm. Dennoch ist es notwendig, denn ohne Pioniere kein Fortschritt. Je mehr Menschen verstehen, dass eine hohe Sensitivität Teil der Evolution ist und entsprechend handeln, desto eher wird die kritische Masse erreicht sein, denn …

4. Jeder Mensch besitzt ein emotionales Leitsystem. Bis auf wenige, tatsächlich krankhafte Ausnahmen wird niemand ernsthaft Freude verspüren, wenn er anderen schadet. Es mag ein kurzzeitiger Rausch sein, andere zu dominieren, ein Nervenkitzel, etwas zu stehlen oder ein Gefühl der Macht, einen anderen besiegt zu haben. Auf Dauer bleibt jedoch tief drinnen immer ein schales, nagendes Gefühl, das nicht wirklich angenehm ist. Je weiter die Evolution in dieser Richtung fortschreitet, desto schwerer wird es, diese schlechte Gefühl zu ignorieren und desto mehr Menschen werden damit beginnen, die Dinge sein zu lassen, die ihnen die negativen Emotionen bescheren. Diesen emotionalen Kompass besitzt jedes mit Gefühlen ausgestattete Wesen, natürlich auch Tiere. Folgen wir ihm, kommen wir automatisch zu mehr Mitgefühl und Kooperation, denn …

5. Wir sind tatsächliche alle eins. Je mehr wir fühlen können, dass wir alle verbunden sind, desto weniger Nutzen haben wir davon, egoistisch zu sein. Bisher war das vor allem ein mentales Konzept, das gut klingt gut und sich auch irgendwie tief drinnen ganz gut anfühlt. Aber wie wörtlich das gemeint ist und was das im Alltag bedeutet, beginnt man erst wirklich zu verstehen, wenn man die Verbindung zu den anderen tatsächlich spürt. Genauso wenig, wie es sinnvoll ist, mir mit dem Hammer in der linken Hand auf den rechten Daumen zu hauen, genauso sinnfrei ist es, meinem Mitmenschen vor das Schienbein zu treten. Wenn man es spürt, versteht man es.

Und trotzdem bleibt es anstrengend, mit all dem umzugehen, was da jeden Tag auf uns einprasselt. Deshalb ist es sinnvoll, alle Werkzeuge zu nutzen, die einem zur Verfügung stehen. Petra Schneider schlägt einige hilfreiche Visualisierungen vor, zusätzlich sind natürlich auch Essenzen dafür prädestiniert zu helfen. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen deshalb unsere Mischung „Emotionale Klarheit„, die ich (aus purem Eigennutz ;-) ) vor einigen Jahren zusammengestellt habe, um besser unterscheiden zu können, was meine eigenen Emotionen sind und was ich gerade von außen wahrnehme. Wir haben die Essenz deshalb auch zu unserer Essenz des Monats gemacht.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Dickes Fell (Der Essenzenladen)

Unsere Essenz des Monats ist im Juli unsere selbst zusammengestellte Mischung mit dem Titel „Dickes Fell“. Passend zum Thema des „Zu guter Letzt“ – emotionale Verlässlichkeit ist diese Mischung eine Unterstützung für alle, die mit Menschen zu tun haben, die noch daran arbeiten, emotional verlässlicher zu werden. Zusätzlich hilft uns die Mischung auch ganz allgemein im Umgang mit schwierigen Menschen oder Situationen.

Wenn Menschen miteinander zu tun haben, kommt es fast unausweichlich zu Reibereien und manchmal auch zu Konflikten. Diese Essenzenmischung ist dafür gedacht, uns ein dickeres Fell zu geben, damit wir uns im Umgang mit anderen Menschen vielleicht nicht über jede Kleinigkeit ärgern müssen. Gleichzeitig unterstützt uns die Essenz dabei, wenn es notwendig ist für unseren Standpunkt einzustehen und dafür zu sorgen, dass andere unsere Grenzen respektieren.

Die Mischung besteht aus folgenden Desert Alchemy Blütenessenzen:

  • Bouvardia stärkt unseren Willen, dem Leben direkt und bewusst entgegenzutreten.
  • Bright Star ist angezeigt, wenn wir nicht „Nein“ sagen können, wenn Personen oder Situationen zu weit gehen
  • Desert Marigold hilft, wenn wir das Gefühl haben, jemand anders hätte Macht über uns.
  • Dogbane hilft uns, Zugang zu unserem Mut zu finden, damit wir unseren rebellischen Instinkten folgen können.
  • Sow Thistle hilft uns beim Umgang mit anstößigem Verhalten von Seiten anderer Menschen oder von unserer eigenen Seite.

Die Essenz des Monats ist wie immer zum Sonderpreis von 9,90 EUR erhältlich. Zusätzlich gibt es sie auch als 10 ml Stockbottle und als 50 ml Raum-/Auraspray.

Die wichtigste Beziehung in unserem Leben

von Judith Poelarends

Die Beziehung, die wir zu uns selbst haben, definiert unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Unsere Beziehung zu uns selbst ist unsere Beziehung zum Leben. Keine Beziehung zu einem anderen Menschen kann wahrhaft ‚ganzheitlich‘ sein, solange nicht Liebe und Respekt das Fundament der Beziehung zu uns selbst sind. Und das ist nur selten der Fall. Wie können wir jemanden anderes wirklich lieben, wenn uns die Liebe in unserer eigenen ‚inneren‘ Beziehung selbst fremd ist? Anders ausgedrückt, wie können wir Liebe nach außen ausdrücken, wenn wir sie im Inneren nicht kennen? — Michael J. Roads

Ich mag dieses Zitat von Michael J. Roads sehr – es ergibt für mich großen Sinn. Die Fähigkeit zu lieben beginnt damit, dass wir uns selbst akzeptieren, lieben und kennenlernen. Das Gefühl von Liebe und Wertschätzung kann nur erfahren werden, wenn wir mit in Einklang mit unserer inneren Quelle sind, die reine Liebe ist. Wenn wir auf dem Weg des emotionalen und spirituellen Wachstums sind, erkennen wir vielleicht nicht, wie wichtig es ist, sich selbst zu lieben. Und das, obwohl so vieles in unserem Leben, einschließlich unserer Beziehungen, so viel leichter wäre, wenn wir es täten.

Ich möchte Ihnen heute sechs Essenzen vorstellen, die uns dabei helfen können, uns selbst zu akzeptieren und zu lieben. Sie unterstützen uns dabei, die Liebe in uns zu finden, ehrlich zu uns selbst zu sein und andere an uns heranzulassen, ohne dass wir das Gefühl haben müssen, uns selbst dabei zu verlieren.

Alpine Azalea
Bedingungslose Selbstannahme

Alpine Azalea ist die Schlüsselessenz für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl oder wenn man nicht in der Lage ist, sich selbst zu lieben oder bestimmte Teile von sich zu akzeptieren. Sie hilft uns dabei, uns selbst bedingungslos anzunehmen. Sie öffnet unser Herz für die Schwingung der Liebe, die in allen Königreichen der Natur zu spüren ist. Wenn wir unser Herz für diese Energie öffnen, unterstützt sie uns dabei, Selbstzweifel loszulassen und bedingungsloses Verständnis und Mitgefühl für uns selbst in unserem Leben zu entwickeln.

Harebell
Bringt bedingungslose Liebe ins Herz

Die Harebell Essenz lehrt uns, nach innen zu sehen, um die Liebe zu finden, die wir ersehnen, anstatt sie im Außen zu suchen. Sie fordert uns heraus, unsere selbst auferlegten mentalen und emotionalen Begrenzungen zu erkennen und aufzulösen, damit wir den freien Fluss der Liebe empfangen können. Die Essenz hilft, wenn wir in früheren Liebesbeziehungen verletzt wurden und nun zögern, unser Herz für andere zu öffnen. Sie kann dabei helfen, die Ermüdung des Herzens umzukehren, die aus langfristiger Trennung oder dauerhaft schwierigen Beziehungen entsteht.

Tiger’s Eye
Klare emotionale Grenzen

Die Tiger’s Eye Edelsteinessenz (Tigerauge) ist hilfreich, wenn wir so unsicher in Bezug auf unsere eigene Identität sind, dass wir das Gefühl haben, dass uns die Emotionen – entweder unsere eigenen oder die von anderen – überrollen und wir ihnen ausgeliefert sind. Sie unterstützt auch, wenn uns die Energiefelder anderer Menschen stark beeinflussen und wir Dinge oft persönlich nehmen. Das Tigerauge hilft uns dabei, ein starkes Gefühl für unsere eigene Identität zu entwickeln, wenn wir mit Zorn oder Eifersucht zu tun haben, indem sie die energetischen Grenzen zwischen unserer emotionalen Wahrnehmung und unserer wahren Natur klärt. Sie ermöglicht, dass wir fremde emotionale Ladung erkennen und loslassen, damit wir ein echtes Gefühl für uns selbst entwickeln können, das auf autentischen emotionalen Interaktionen mit anderen basiert.

Pale Corydalis
Ernsthafte Beziehungen

Pale Corydalis ist eine Essenz der Hoffnung und des Optimismus. Sie hilft uns dabei, Zugang zur Frequenz der absoluten Reinheit und Anmut zu erhalten und dadurch unser Gefühl für uns selbst in allen unseren Beziehungen zu stärken. Sie unterstützt beim Thema Ko-Abhängigkeit, indem sie uns dabei hilft, uns selbst zu erkennen und uns mit uns selbst zu identifizieren. Die Essenz hilft uns dabei, die höheren Bestimmung in unseren Beziehungen zu erkennen und sie als Katalysator für spirituelles Wachstum zu sehen. Sie ermutigt uns, uns zu engagieren, weil wir das wollen, und nicht nur, weil wir glauben, es zu müssen. Sie ist hilfreich, wenn wir erwarten, dass Dinge in der Zukunft schlecht laufen, weil sie es in der Vergangenheit schon einmal getan haben, indem sie uns daran erinnert, dass es bei den vielen Entscheidungen, die zu treffen sind, wenn man eine neue Beziehung, einen neuen Job oder eine neue Richtung im Leben beginnt, immer darum geht, vor allem sich selbst treu zu sein.

Emerald
Öffnet das Herz, um mehr Liebe im Körper zu fühlen

Die Emerald Edelsteinessenz (Smaragd) ist für Menschen hilfreich, die isoliert von anderen leben und das Gefühl haben, von ihrer Umgebung, vielleicht sogar vom gesamten Planeten getrennt zu sein. Diese Entfremdung kann daraus entstehen, wenn man in frühester Kindheit aufgrund einer schwachen Bindung zur Mutter nicht genügend Liebe und emotionale Nähe empfangen hat. Der Smaragd redet sanft auf das Herz ein, damit es sich öffnen und mehr Liebe im Körper erfahren kann. Die Essenz ermutigt uns, uns zu entspannen und der Energie und Unterstützung der Göttlichen Mutter hinzugeben, damit die Liebe direkt vom Königreich der Natur in unser Herz fließen kann. Emerald macht uns begreiflich, dass die Erde wirklich unser Zuhause ist und dass es dort für uns jederzeit bedingungslose Liebe und Unterstützung gibt.

Pasque Flower
Stärkt und schützt unser tiefstes Gefühl für uns selbst

Die Pasque Flower Essenz ist besonders hilfreich, wenn wir diffuse Grenzen haben, hypersensibel auf körperlichen Kontakt reagieren oder in intimen Situationen das Gefühl für uns selbst verlieren. Sie unterstützt uns dabei, Sicherheit zu erzeugen und zu behalten, indem sie unsere energetischen Grenzen klärt und stabilisiert. Sie hilft uns dabei, dass wir uns respektiert, geschätzt und beschützt fühlen und dabei gleichzeitig in allen Situationen unser tiefstes Gefühl für uns selbst behalten.

Zu guter Letzt … (Dezember 2015)

Carsten SannDas Jahr 2015 geht energetisch genauso zu Ende, wie es über weite Strecken gewesen ist: anstrengend, chaotisch, wild. Momentan beobachte ich bei mir selbst und den Menschen in meiner Umgebung viele bisher latente Formen von Aggressivität, die nach und nach hochkommen und zu einer Grundanspannung beitragen, die das tägliche Leben nicht unbedingt einfacher macht. Es gilt daher, das immer im Hinterkopf zu haben und aktiv zu wählen, auf Trigger von außen nicht automatisch sondern bewusst zu reagieren. Im Englischen lässt sich dieser Unterschied schön mit den beiden Verben „to react“ und „to respond“ ausdrücken. Die Essenz des Monats November, Chickweed von den Pazifikessenzen, kann dabei nach wie vor sehr gut unterstützen.

Bei all den vielen Dingen, die momentan auf uns einströmen, haben viele Menschen das Bedürfnis, sich einfach nur zu schützen. Am liebsten würden wir eine energetische Ritterrüstung anziehen, damit all das, was auf uns einwirkt, an uns abprallt und uns nicht mehr beeinflusst. Dieser Wunsch ist vollkommen nachvollziehbar – jedoch bedeutet das auch, dass wir auch die Dinge, die wir gerne an uns heranlassen würden, abblocken.

Salvador Minuchin, ein amerikanischer Familientherapeut, hat in den 1960er Jahren drei Formen von persönlichen Grenzen definiert: diffuse, starre und klare. Wenn wir diffuse Grenzen haben, dann strömt alles so gut wie ungehindert auf uns ein. Es ist uns nicht klar, was energetisch zu uns, und was zu den anderen Menschen gehört. Die Folge ist, dass wir oft das Gefühl haben, überwältigt zu sein. Man könnte sagen, wir sind einfach „zu offen“.

Das Gegenteil davon sind starre Grenzen. Wir wählen, nichts an uns heranzulassen und blocken alles ab, was von außen auf uns einwirkt. Wenn wir bisher diffuse Grenzen hatten, dann kann genau das unser Wunsch sein. Natürlich wirken dann alle negativen Einflüsse nicht mehr, jedoch schließen wir mit starren Grenzen auch positive Einflüsse von vornherein aus. Letztlich wählen wir damit die Einsamkeit, in der uns zwar nichts und niemand verletzten kann, wir jedoch auch keine Nähe zulassen.

Die beiden genannten Optionen, diffuse und starre Grenzen, sind offensichtlich für uns Menschen als sowohl Individuen als auch soziale Lebewesen nicht optimal. Bleibt noch die dritte Möglichkeit: klare Grenzen.

Klare Grenzen bedeuten, dass wir in der Lage sind zu wählen, was wir an uns heranlassen, und was wir abblocken. Das gilt dabei auf allen Ebenen: mental, emotional, seelisch und energetisch. Wenn wir die Fähigkeit haben, bewusst zu entscheiden, etwas in unser Energiefeld einzulassen (zum Beispiel liebe Worte, ein Kompliment etc.) und andere Dinge (Aggressionen, Negativität etc.) an uns abprallen zu lassen, dann haben wir die Wahl, wir übernehmen vollständig Verantwortung.

Ebenso wie alles andere im Leben auch, ist die Fähigkeit, klare Grenzen aufrechtzuerhalten, etwas, was wir erst erlernen und dann trainieren müssen. Das mag dem einen leichter fallen als dem anderen, die grundsätzliche Fähigkeit besitzt jedoch jeder Mensch. Ich bin der Überzeugung, dass die Art und Weise, wie wir als Kind gelernt haben, mit unseren eigenen Grenzen umzugehen, der bestimmende Faktor ist, der es uns als Erwachsenen leicht oder schwer macht, klare Grenzen zu haben. Wenn unsere Eltern (ab einem gewissen Alter) zu aufdringlich waren und sich immer eingemischt haben, dann haben wir vielleicht nie gelernt, uns auf gesunde Art und Weise abzugrenzen. Andererseits, wenn wir in jungen Jahren immer wieder verletzt wurden und „zumachen“ mussten, um zu überleben, dann wissen wir gar nicht mehr, wie es ist, etwas bewusst an sich heranzulassen.

Glücklicherweise ist der Mensch bis zu seinem letzten Tag auf der Erde lernfähig. Der erste Schritt, die Art und Weise, wie wir mit unseren Grenzen umgehen zu ändern, ist es, eine Entscheidung zu treffen. In dem Moment, wo ein Prinzip im Verstand angelangt ist und wir bewusst wählen, es zu ändern, sind die wichtigsten Schritte bereits getan. Der Rest mag zwar anstrengend sein und Zeit kosten, jedoch ist er nur noch „Fleißarbeit“. Die bewusste menschliche Absicht ist das, worauf es in erster Linie ankommt.

Überprüfen Sie in diesen anstrengenden Zeiten sich doch einmal selbst: Wie gehen Sie mit Einflüssen jeglicher Art von außen um? Lassen Sie alles wahllos an sich heran? Oder ist es Ihre automatische Reaktion, zuerst einmal abzublocken? Wie würden Sie sich wünschen, auf Stimuli von außen reagieren zu können? Was müssen Sie dafür ändern?

Wenn das Leben Sie mal wieder ordentlich durchschüttelt, dann überlegen Sie doch einfach mal, wie es wäre, wenn Sie, anstatt sich einem starren Schutzschild zu sehnen, bewusst wählen könnten, wie Sie mit dem umgehen, was auf sie einströmt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Dünndarmmeridian für unsere Fähigkeit verantwortlich, das Reine vom Unreinen zu trennen, also zu wählen, was wir behalten und was wir verwerfen. In Bezug auf klare Grenzen können uns deshalb Essenzen, die diesen Meridian ins Gleichgewicht bringen, auch dabei helfen, bewusst zu wählen, was wir an uns heranlassen und was nicht. Eine hilfreiches Mittel dafür ist Salal (Rebhuhnbeere) von den Pazifikessenzen. Salal gehört sowohl zum Dünndarm- als auch zum Herzmeridian und ist damit eine Konstitutionsessenz für das Feuerelement. Auch wenn das übergeordnete Thema der Essenz „Vergebung“ ist, wäre sie für mich eine gute Wahl, um unsere klaren Grenzen zu unterstützen.

Ich bin der Überzeugung, dass eines der großen Themen in der neuen Energie ist, von den Extremen der Vergangenheit wegzukommen, um bewusste und ausgewogene Entscheidungen treffen zu können. Wenn wir uns für klare Grenzen entscheiden und jeden Tag aufs Neue daran arbeiten, diese Fähigkeit in uns zu trainieren, dann sind wir mit Sicherheit auf dem richtigen Weg.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen