Zu guter Letzt … (März 2019)

Loslassen – das ist das Zauberwort, das allen, die irgendwie auf dem Weg der persönlichen Entfaltung sind, ständig über den Weg läuft. Am besten wir lassen alles, was uns belastet los. Und zwar gleich, dann sind alle Probleme mit einem Schlag gelöst. Das Dumme bei der Sache ist nur: funktionieren tut das Ganze meistens nicht so einfach, wie wir uns das vorstellen. Mal ehrlich – am liebsten wäre es auch mir, wenn ich einfach mit den Fingern schnippen würde und alles an Ballast und altem Krempel von mir abfallen würde. Hilfsmittel dazu hätte ich ja, nämlich literweise Blütenessenzen. Eigentlich müsste ich doch nur alle Essenzen, die wir da haben, zusammen in ein Fläschchen mischen, um quasi eine Superessenz zu bekommen. Die dann noch genommen, von mir aus auch über einen längeren Zeitraum, und – schwupps – schon bin ich sorgenfrei und am besten auch gleich ins Nirvana aufgestiegen. Auch hier eine schlechte Nachricht: funktioniert leider nicht. Warum die Idee mit der Superessenz gar nicht klappen kann, ist ein anderes Thema, aber über das grundlegende Problem des Loslassens möchte ich in diesem Monat etwas schreiben.

In meiner Wahrnehmung gibt es (mindestens) zwei Ebenen, auf denen etwas losgelassen werden kann: mental und emotional. Beginnen wir mit der Ebene der Gefühle.

Man findet im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung beliebig viele Bücher und Seminare, die sich mit dem Loslassen von alten Verletzungen beschäftigen. Entschuldigen Sie, dass ich das so direkt sage, aber das meiste davon halte ich für blanken Unsinn. Und ich habe, neben meiner persönlichen Erfahrung, einen guten Grund dafür. Wenn wir verletzt werden ist das, was an Wunden bleibt und oft über Jahre wehtut IMMER auf der emotionalen Ebene beheimatet. Die Verletzungen, die wir aus unserer Kindheit mit uns herumtragen, finden wir in dem Teil von uns, den man das Innere Kind nennt. Dieser Aspekt unseres Seins besitzt, so wie wir damals, noch keinen erwachsenen Verstand, der zur Rationalisierung von Schmerz und zur Selbstregulation verwendet fähig ist, und das ist auch nicht seine Aufgabe. Das, was das Innere Kind am besten kann und durchgängig tut ist FÜHLEN. Und auch bei Wunden, die wir als Erwachsene erlitten haben, sind es immer die verletzten Gefühle, die besonders lange wehtun.

Wenn Sie also mit mir übereinstimmen, dass unsere bleibenden Wunden auf der emotionalen Ebene zuhause sind, warum sollte es dann möglich oder auch nur sinnvoll sein, mit von der Ebene des Verstandes aus das Thema heranzugehen, indem man „bewusst“ (also auf der mentalen Ebene) vergibt und loslässt? Wäre es nicht viel sinnvoller, dem Schmerz auf der emotionalen Ebene, wo er entstanden und immer noch gespeichert ist, zu begegnen? Dies ist das Kernthema der Arbeit von Daniel Mapel, dem Hersteller der Wild Earth Tieressenzen und ich habe in meinem „Zu guter Letzt“ vom August 2017 ausführlich darüber geschrieben. Ich habe mir meinen Text von damals gerade noch einmal durchgelesen und kann ihm heute, über zwei Jahre später, noch viel mehr zustimmen, als ich das damals ohnehin schon getan habe.

Als besonders hilfreich bei der Arbeit mit alte emotionalen Verletzungen hat sich deshalb auch die Reihe der Healing Path Essenzen von Daniel Mapel erwiesen. Und das aus gutem Grund, denn Daniel weiß aus eigener Erfahrung, wovon er spricht, wenn er über nahezu unerträgliche seelische Verletzungen redet.

Kurz und knapp gesagt: Emotionale Heilung durch Loslassen kann immer nur auf der emotionalen Ebene geschehen. Deshalb sehe ich es als vergeudete Zeit an, zu versuchen meinen Schmerz zu heilen, indem ich mit dem Verstand versuche Menschen zu vergeben. Solange meine Wunde existiert ist Vergebung weder möglich noch notwendig.

Und jetzt behaupte ich das komplette Gegenteil von dem, was ich gerade gesagt habe ;-) Es ist notwendig und sinnvoll, Menschen, die uns verletzt haben, bewusst zu vergeben – nur aus einem anderen Grund.

Kurze Rekapitulation: Wenn uns jemand verletzt, dann fühlen wir hauptsächlich zwei Emotionen: Wut und Schmerz. Kann dieser nicht ausgedrückt werden, warum auch immer, dann entstehen die bleibenden Wunden auf emotionaler Ebene. Gleichzeitig hat aber auch unser Verstand mitbekommen, dass wir verletzt wurden, und auch er ist sauer. Zorn ist eine gesunde, weil üblicherweise sehr kurzlebige Emotion. Wir brausen auf, drücken den Zorn aus, und beruhigen uns dann im Idealfall wieder. Wenn unser Verstand jedoch darauf besteht, zornig zu bleiben, dann verwandelt sich die Wut in Groll, und der ist vor allem auf der mentalen Ebene zuhause. Ebenso verhält es sich, wenn wir längerfristig beleidigt oder eingeschnappt sind. Die Emotionen sind vielleicht relativ schnell vorbei, aber der Verstand hält daran fest.

Sie merken was? Wir sind jetzt auf der mentalen Ebene unterwegs und der Schlüssel zum Loslassen dieser Muster ist es, eine Entscheidung zu treffen. Auf dieser Ebene kann ich Menschen bewusst „vergeben“, indem ich mich zum Beispiel entscheide, den Groll loszulassen oder nicht mehr beleidigt zu sein.

Einziges Hindernis dabei ist, dass wir so sehr Gewohnheitstiere sind. Wir lieben es, die Muster, die wir ständig wiederholen, vehement zu verteidigen und lassen sie nur sehr ungern los, egal ob sie uns nutzen oder nicht. Hier braucht es dann Disziplin um uns jedes Mal, wenn wir wieder in die alte Gedankenschiene mit Groll etc. verfallen, da rauszuholen und unseren Verstand daran zu erinnern, dass wir eine Entscheidung getroffen haben. Das braucht vielleicht etwas Zeit und Geduld, aber irgendwann ist ein neues Muster etabliert, und dann müssen wir keine weitere Energie und Disziplin mehr dafür aufwenden. Natürlich gibt es auch hier Essenzen, die uns dabei unterstützen können: New Attitudes (Pacific Essences), die Kombination von Bauhinia und Boronia (Australische Buschblüten) und – im übertragenen Sinn, wenn wir toxische Gedanken „missbrauchen“ – die Substance Abuse Essence von den South African Flower Essences.

Ich habe noch keine Antwort auf die Frage, was von beidem – emotional oder mental – zuerst kommen soll/kann/muss oder ob es überhaupt dabei eine Reihenfolge gibt. Wahrscheinlich ist es eher ein Wechselspiel zwischen beiden Ebenen, bei denen immer eine einen Schritt weitergeht, bevor die andere nachzieht. Letztlich ist das auch nicht wichtig. Der wesentliche Punkt ist, dass wir erkennen, welcher Schlüssel zu welchem Aspekt eines Themas passt. Notwendig sind beide.

Die Narzissen und Krokusse, die man inzwischen zuhauf draußen findet, laden uns zum Frühjahrsputz ein. Und ich lade sie ein, diesen nicht nur im Außen zu machen, sondern ganz bewusst auch einmal in den Ecken und Winkeln unseres Selbst den Besen zu schwingen, in die wir sonst nicht so gerne schauen. Es lohnt sich.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Dezember 2017)

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein Projekt haben, auf dem besten Weg sind, es abzuschließen, und sich dann auf der Zielgerade zwingen müssen, durchzuhalten, weil die letzten Meter noch einmal so richtig anstrengend sind? So ähnlich fühlt sich der Dezember für mich an. Das Jahr 2017 war voll von Aufforderungen zum Handeln, voll von Gelegenheiten für Heilung und Transformation und voll von Chancen für Veränderung. Das alles hat unglaublich viel Kraft gekostet – im schlechtesten Fall, weil wir dem energetischen Drängen Widerstand geleistet haben, im besten Fall, weil wir die Gelegenheiten genutzt haben. Nun sind wir auf der Zielgerade des Projektes „2017“ und schleppen uns mit letzter Kraft weiter.

Für mich fühlt sich dabei der kommende Jahreswechsel wie eine größere Zäsur an, etwas, das über den normalen energetischen „Reset“ hinausgeht, der jedes Jahr am 1. Januar stattfindet. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, deshalb gefällt mir das Bild von Petra Schneider dazu sehr gut. Sie vergleicht diesen Jahreswechsel mit dem Wechsel in ein neues Schuljahr. Der Lernstoff einer Stufe ist abgeschlossen, jetzt geht es in die nächste.

Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, was der „Stoff“ des neuen Schuljahres sein wird. Wenn meine Überzeugungen zu diesem Thema auch nur ansatzweise in die Nähe der Wahrheit kommen, dann kann es jedoch nur leichter werden – falls wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Erinnern Sie sich daran, wie es in der Schule war? Da haben wir irgendwann gelernt, Zahlen miteinander zu multiplizieren. Anfangs war das eine große Herausforderung und Anstrengung. Doch mit zunehmender Routine und Übung ging es immer leichter und heute wissen wir im Schlaf, was sieben mal acht ist, wir müssen gar nicht mehr darüber nachdenken. Ich glaube, dass es mit den Lektionen des zu Ende gehenden Schuljahres genauso ist. Das, was wir neu gelernt haben, geht Stück für Stück in Fleisch und Blut über, so dass wir schon bald gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, sondern es automatisch einfach tun.

Apropos Hausaufgaben: Was sind denn eigentlich die Dinge, die wir erledigen müssen, um zu lernen? Dazu eine kleine Geschichte, die mich im November und Dezember beschäftigt hat. Wir alle kennen, glaube ich, das Gefühl, wenn es eine vergangene Episode in unserem Leben gibt, die noch mit Wut, Schmerz und Verletzung „aufgeladen“ ist. Jedes Mal, wenn wir daran erinnert werden, fühlen wir dieses Grimmen im Bauch, das uns darauf hinweist, dass hier noch etwas zu tun ist. Jedoch braucht es oft den richtigen Zeitpunkt, um an den Kern der Sache, die ursprünglichen Gefühle heranzukommen.

Ende November bin ich durch eine Serie von Ereignissen wieder in (emotionale) Verbindung zu einer Zeit in meinem Leben gekommen, die einerseits sehr intensiv und schön, andererseits jedoch auch mit Verletzungen und Schmerz verbunden war. Es war offensichtlich, dass nun der rechte Zeitpunkt war, die noch vorhandenen Wunden genauer anzusehen. Das erste, was passierte, war, dass in Bezug auf zwei spezifische Ereignisse von damals eine immense Wut in mir aufstieg. Der wichtige Punkt hier ist zu verstehen, dass die Wut all die Jahre immer in mir drin gewesen ist, ich jedoch (aus verschiedenen Gründen) gewählt habe, sie nicht zu spüren und stattdessen den Deckel drauf zu machen. Genau das ist der Stoff, aus dem das Bauchgrimmen ist, das wir in Bezug auf alte Verletzungen spüren.

Aufgrund all dessen, was ich in meinem Leben bisher und insbesondere von Daniel Mapel (Wild Earth Animal Essences) lernen durfte, wusste ich, dass der einzige Weg, diese Wut endgültig loszuwerden, war, sie nach draußen zu bringen und auf angemessene Weise
auszudrücken. Also habe ich Kissen verprügelt, laut geschrien, wenn mich niemand hören konnte, geflucht, alte Fotos mit übelsten Schimpfworten geschmäht – kurz, ich habe alles gemacht, was mein jugendliches Ich benötigt hat, um seine Wut über das, was damals geschehen war, nachträglich auszudrücken. Mein Körper fand, dass er bei dem Spiel auch mitmachen sollte, und hat eine wunderbare Halsentzündung produziert, die mich seit gut zwei Wochen kontinuierlich daran erinnert, dass ich so viele Jahre innerlich gekocht habe. Entzündungen stehen übrigens in enger Verbindung zu Wut und Zorn.

Das Gute daran, wenn man seiner Wut Luft macht, ist, dass sie sich Stück für Stück in Luft auflöst. Erinnerungen, die zuvor geschmerzt haben, fangen an zu verblassen und ihre emotionale Ladung zu verlieren. Und genau das ist es, was „emotionale Heilung“ bedeutet. Die Vergangenheit verliert die Macht, die sie die ganze Zeit über uns gehabt hat, und wir können Ereignisse, die uns damals verletzt haben, heute klar und voller Mitgefühl für uns selbst sehen.

Jeder „Brocken“, den wir auf diese Weise kleiner machen oder sogar ganz auflösen, hilft uns dabei, wieder ein Stückchen mehr selbst am Ruder unseres Lebens zu stehen, anstatt ferngesteuert von alten Mustern und vielen eigenen „roten Knöpfchen“ zu glauben, dass andere für unser Glück verantwortlich sind.

Unsere Hausaufgaben bestehen also darin, alles zu tun, was notwendig ist, um Stück für Stück wieder heil zu werden. Dabei ist der Weg das Ziel. Ich glaube, dass wir erst in dem Moment, in dem wir diese Inkarnation beenden, wieder vollständig im Einklang sind. Jedoch wird das Leben, mit jedem Aspekt, den wir ein bisschen heiler machen, ein bisschen leichter. Ich finde das unglaublich befreiend, denn es gibt kein Ziel. Es gibt nur den Weg selbst und niemand gibt uns vor wie schnell oder wie weit wir gehen müssen – oder ob wir ihn überhaupt gehen. Wir entscheiden selbst und tragen die volle Verantwortung für das was wir tun. Gleichzeitig sind wir aber auch von niemand anderem abhängig. Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen: Niemand kann sie daran hindern, sich selbst zu heilen. Niemand.

Vor diesem Hintergrund werde ich die emotionalen Aufräumarbeiten, die ich begonnen habe, so weit wie möglich fortführen, meinen Körper pflegen und ihn dabei unterstützen, wieder vollständig gesund zu werden und zwischendrin die Erholungspausen machen, die nach diesem wirklich anstrengenden „Schuljahr“ angezeigt sind. Wir sollten die Belastung, die wir alle sowohl durch den oft immer stressiger werdenden Alltag, als auch durch die anstrengenden energetischen Prozesse haben, nicht unterschätzen. Seien Sie gut zu sich. Gönnen Sie sich eine Pause. Gehen Sie in die Sauna oder trinken Sie einfach genüsslich eine Tasse Tee. Sorgen Sie gut für sich!

Ich wünsche Ihnen einen guten Abschluss des Jahres 2017 und einen guten Start in ein spannendes Jahr 2018.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Inner Work (Wild Earth Tieressenzen)

Das „Zu guter Letzt …“ des Monats August dreht sich vor allem um eines: Die Heilung unserer seelischen Wunden. Wenn wir dies tun, öffenen wir eine Tür nach der anderen für mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Glück. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass wir uns den Emotionen stellen, die wir in uns weggeschlossen haben. Die Essenz dieses Monats ist Inner Work von den Wild Earth Tieressenzen, und ihr Zweck ist es, uns genau dabei zu unterstützen.

Das Erste, was wir brauchen, um in die Winkel unserer Seele zu blicken, die sich wund und schmerzhaft anfühlen, ist Mut. Das Löwenjunge (Lion Cub) verkörpert diese Tugend bis zur Perfektion. Daniel Mapel sagt in seinen Seminaren über diese Essenz: „Stellt Euch eine Welt vor, in der noch nicht einmal das Konzept von Angst existiert.

Wenn wir dann den Mut gefunden haben, müssen wir auch noch ehrlich zu uns selbst sein in Bezug auf das, was wir da vorfinden. Der Waschbär (Raccoon) unterstützt uns dabei, die Masken abzunehmen, die wir uns nur allzugern aufsetzen, wenn wir unseren Schmerz vermeiden, und damit zu beginnen, im ersten Schritt aufrichtig anzuerkennen, was wir fühlen.

Manchmal haben wir verlernt, unsere Emotionen zu spüren, weil sie so weh getan haben. Wir haben gewählt, lieber nichts zu fühlen als den Schmerz. Das Nilpferd (Hippopotamus) hilft uns dabei, Stück für Stück wieder bewusst das wahrzunehmen, was wir tatsächlich fühlen, denn nur, wenn wir in der Lage sind, zu fühlen, können wir die aufgestaute emotionale Ladung abfließen lassen.

Wenn wir an die Orte in uns gehen, die sich schmerzvoll und wund anfühlen, können wir jede Unterstützung gebrauchen, die wir nur bekommen können. Das Elefantenkalb (Elephant Calf) hilft uns dabei, uns sicher und geborgen zu fühlen, so als ob wir eine große Familie um uns herum hätten, die uns auffängt, wenn stolpern und zu stürzen drohen.

Die letzte Einzelessenz in der Mischung ist die Fledermaus (Bat). Diese Essenz unterstützt uns bei der Navigation durch die dunklen Ecken unserer Seele, damit wir jederzeit wissen, dass wir wieder den Weg ans Licht finden können, wenn wir das möchten.

Zusammen werden diese Einzelessenzen zu einer synergetischen Mischung, die uns den Mut, die Kraft und die Ehrlichkeit gibt, mit der inneren Arbeit zu beginnen, die notwendig ist, um unsere seelischen Verletzungen zu heilen – Stück für Stück und eine nach der anderen.

Auch die weiteren Essenzen der Healing Path Serie unterstützen uns auf unserem Weg, jede auf ihre eigene Art und Weise. Besonders Healthy Anger und Grieving Heart sind dabei wertvolle Helfer, wenn die Emotionen beginnen, in Bewegung zu kommen.

Inner Work ist als Essenz des Monats (30 ml Einnahmeflasche) bei uns zum Preis von 9,90 EUR erhältlich.

https://www.essenzenladen.de/essenz-des-monats.html

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Zu guter Letzt … (November 2012)

Endspurt für 2012. Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, und es sind nur noch gut sechs Wochen bis Silvester. In gewissen Kreisen fiebert man dem 21. Dezember zu – entweder, weil man den Untergang der Welt erwartet, oder weil man diesen Termin als Wendepunkt der Reise des Sonnensystems durch den Äquator der Milchstraße feiern möchte. Wie bereits geschrieben, halte ich den Hype um diesen einen Tag für – gelinde gesagt – etwas übertrieben. Dennoch ist es so, dass diese Wochen und Monate eine ganz eigene Qualität haben.

Nach wie vor werden wir mit Macht dazu gedrängt, all die Dinge in unserem Leben zu ändern, die nicht mehr stimmig sind. Nach wie vor nimmt die gefühlte Intensität zu, und ebenfalls nach wie vor entscheiden sich auffällig viele Menschen, diesen Planeten zu verlassen. Eine Sache sticht mir jedoch in den letzten Wochen verstärkt ins Auge:

So gut wie jeder, der in der letzten Zeit für eine kinesiologische Sitzung oder eine Essenzenberatung bei mir war, kam innerhalb der ersten Viertelstunde quasi von selbst zu einem Punkt, bei dem es um die frühe Beziehung zu den Eltern, ganz besonders zur Mutter ging. Und bei ausnahmslos allen dieser Klienten gab es hier große, teils massive seelische Verletzungen – sei es weil die Mutter tatsächlich nicht da war, weil sie emotional kalt und abweisend war, weil sie nicht selbst für sich sorgen konnte und das Kind die Verantwortung übernehmen musste, oder weil die Eltern ihr Kind in Situationen, in denen es Liebe und Unterstützung gebraucht hätte, emotional im Stich gelassen haben. Richtig heftige Sachen kamen da hoch, die mir selbst die eine oder andere Gänsehaut beschert haben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es im Leben eines Erwachsenen Aha-Momente geben kann, in denen man erkennt, dass das, was man bis dahin in Bezug auf die eigene Kindheit als „normal“ angesehen hat, in der Rückschau weit davon entfernt ist. Situationen, von denen man bisher geglaubt hat, dass sie „nicht so schlimm“ waren, stellen sich als in Wirklichkeit ziemlich traumatisch heraus. Das Spektrum ist dabei riesig. Es kann ein aufgeschlagenen Knie sein, bei dem man nicht so getröstet wurde wie man es gebraucht hätte, ein Umzug bei dem man alle Freunde und bekannten Orte hinter sich lassen musste, emotionaler, mentaler oder körperlicher Missbrauch, oder alles dazwischen.

Emotionale Wunden und Ballast entstehen nur dann, wenn wir in dem Moment, wenn wir verletzt werden, unseren Schmerz nicht ausdrücken können. Wenn uns gesagt wird, dass wir nicht weinen und die Zähne zusammenbeißen sollen, und dass eigentlich das Ganze gar nicht so schlimm sei. Oder wenn niemand da ist, dem wir uns anvertrauen können und der uns tröstet. Wenn wir uns gerade verletzt haben (oder verletzt wurden), dann ist unsere Realität aber eine andere. Es ist schlimm und es tut weh – auch wenn unsere Eltern oder unsere Partner das vielleicht nicht nachvollziehen können. Die gesunde Reaktion wäre es, den Schmerz durch Weinen, Schreien, Fluchen oder was auch immer herauszulassen. Können wir das tun, dann ist die Sache normalerweise nach kurzer Zeit erledigt, und wir müssen nie wieder darüber nachdenken. Wenn wir aber all die Gefühle, die da in uns kochen, herunterschlucken und unterdrücken müssen – aus welchem Grund auch immer – dann ist es so, als ob wir diese Emotionen wegschließen. Da Gefühle aber den starken Wunsch haben, ausgedrückt zu werden, kostet es uns Kraft, die Tür zuzuhalten. Kraft, die wir nicht für andere Dinge verwenden können. Wenn wir viele Türen haben, die wir zuhalten, dann müssen wir entsprechend viel von unserer Energie dafür aufwenden und haben wahrscheinlich das Gefühl ausgelaugt, leer und festgefahren zu sein.

Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass es nie zu spät ist, die Türen – eine nach der anderen – wieder aufzumachen, die Gefühle zuzulassen und auszudrücken, und letztlich die Kraft, die es uns bisher gekostet hat, die Emotionen zu unterdrücken, wieder frei zu bekommen. In der Regel ist es nicht wirklich angenehm, sich den Dingen zu stellen, die uns so lange so viel Angst gemacht haben, es ist jedoch der einzig verlässliche Weg, sich endgültig davon zu befreien. Eine wunderbare Essenzenmischung, die uns dabei unterstützt, den Mut aufzubringen, hinzuschauen, und uns dabei sicher zu fühlen, ist die Inner Work Mischung von den Wild Earth Tieressenzen. Die darin enthaltenen Einzelessenzen ergänzen sich auf wundervolle Art und Weise und ermöglichen uns eine sichere Reise in unser Inneres: Nilpferd (um tiefgehende Gefühle annehmen zu können), Waschbär (um die Wahrheit zu enthüllen), Fledermaus (um durch die eigenen Schattenseiten zu navigieren), Löwenjunges (fördert Mut und Furchtlosigkeit) und Elefantenkalb (um sich sicher und unterstützt zu fühlen).

In meiner Wahrnehmung ist momentan für viele Menschen die Zeit gekommen, zu erkennen, welche alten Verletzungen aus der Kindheit (oder später) noch nicht bearbeitet sind, und sich dieser Aufgabe zu stellen. Wie im letzten Newsletter bereits geschrieben gibt es nichts Wichtigeres oder Besseres, was man für das eigene seelische Wohlbefinden tun kann. Die Zeitqualität ist dafür besonders günstig: Wir bekommen unsere Themen wie auf einem Silbertablett präsentiert, und müssen nur noch die Reihenfolge auswählen, in der wir sie bearbeiten wollen. Diejenigen, die sich dagegen sträuben, erleben bereits seit einiger Zeit in vielen Bereichen heftigen Gegenwind. Diejenigen aber, die bereit sind, diese Arbeit zu tun, eröffnen sich dadurch ungeahnte neue Möglichkeiten, die die eigenen Träume und Vorstellungen bei weitem übertreffen können.

In diesem Sinne möchte ich allen Lesern ans Herz legen, den Mut zu haben, um sich nach innen zu wenden und sich der Heilung der seelischen Wunden zu widmen. Der Weg mag dem einen oder anderen anstrengend, steinig und lang erscheinen. Das Ergebnis aber wird befreiend und wunderbar sein – und der Erfolg ist garantiert.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen