Zu guter Letzt … (August 2019)

Petra Schneider (LichtWesen) schreibt in ihrem Beitrag „Hochsensibel sein, Stimmungen wahrnehmen“ über etwas, was mich selbst umtreibt. Seit ich denken kann, bin ich mit besonders feinen Antennen ausgestattet, was die Emotionen anderer betrifft. Egal wie sehr jemand mich beispielsweise anlächelt, kann ich doch erkennen, ob sein Herz ebenfalls lächelt oder ob es nur Fassade ist. Das funktioniert auch auf Fotos. Irgendwie verraten mir die Augen, ziemlich viel über den Gemütszustand der abgebildeten Funktion, egal was die Mimik stattdessen versucht auszusagen. Das ist Fluch und Segen zugleich – jeder, der ähnlich feine Antennen hat, wird verstehen, was ich damit meine. Dieses Thema, das Petra Schneider so schön in ihrem Beitrag aufgreift, hat mich veranlasst, heute meine eigenen Gedanken dazu auf Papier zu bringen …

1. Menschen neigen dazu, Dinge zu dramatisieren – im Positiven wie im Negativen. Wenn man mit einer besonders großen Sensitivität ausgestattet ist, ist das nichts, was einen zu einem besseren Menschen macht. Es ist halt einfach so. Gleichzeitig ist es nichts, was man bedauern oder gar behandeln sollte oder könnte. Ich wiederhole mich: Es ist halt einfach so. Hört auf, Euch Eier darauf zu backen oder Euch als Opfer zu fühlen. Was ist, ist – und ich glaube auch, dass es gut so ist, denn …

2. Hohe Sensitivität und Intuition sind die logische Konsequenz der menschlichen und gesellschaftlichen Evolution. Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte ziemlich viele unmenschliche Dinge getan. Ich bin der Überzeugung, dass vieles davon nur möglich war, weil entweder kein Mitgefühl vorhanden war, oder dasselbe zwangsweise abgewürgt wurde, beispielsweise wenn man als Soldat ins Feld ziehen musste. Wir haben in unserer Gesellschaft den Luxus, dass wir uns nicht mehr um unser Überleben sorgen müssen. Deshalb nutzt unser Körper-Geist-System die freigewordene Energie, um sich weiterzuentwickeln. Eine der Konsequenzen ist die erhöhte Sensitivität, die immer mehr Menschen besitzen. Und das ist gut so, denn jemand, der quasi am eigenen Leib spürt, wenn er anderen wehtut, besitzt verständlicherweise eine ziemlich geringe Motivation, genau das zu tun. Gleichzeitig ist es in unserer aktuellen Welt ziemlich schwer, so viel zu spüren, denn …

3. Pioniere haben es am Anfang schwer. Ohne jetzt in utopische Fantasien einer zukünftigen Gesellschaft abschweifen zu wollen, steht es außer Frage, dass Mitgefühl und Kooperation in der Welt, wie sie momentan ist, noch viel zu kurz kommen. Sowohl von Seiten vieler Menschen, als auch von Seiten der Institutionen, die an den Hebeln der Macht sitzen (Politik, Wirtschaft etc.), geschieht jeden Tag viel zu viel Eigennütziges und Rücksichtsloses auf Kosten anderer. Wenn man die feinen Antennen besitzt und die „volle Dröhnung“ davon auf energetischer Ebene mitbekommt, dann ist das alles andere als angenehm. Dennoch ist es notwendig, denn ohne Pioniere kein Fortschritt. Je mehr Menschen verstehen, dass eine hohe Sensitivität Teil der Evolution ist und entsprechend handeln, desto eher wird die kritische Masse erreicht sein, denn …

4. Jeder Mensch besitzt ein emotionales Leitsystem. Bis auf wenige, tatsächlich krankhafte Ausnahmen wird niemand ernsthaft Freude verspüren, wenn er anderen schadet. Es mag ein kurzzeitiger Rausch sein, andere zu dominieren, ein Nervenkitzel, etwas zu stehlen oder ein Gefühl der Macht, einen anderen besiegt zu haben. Auf Dauer bleibt jedoch tief drinnen immer ein schales, nagendes Gefühl, das nicht wirklich angenehm ist. Je weiter die Evolution in dieser Richtung fortschreitet, desto schwerer wird es, diese schlechte Gefühl zu ignorieren und desto mehr Menschen werden damit beginnen, die Dinge sein zu lassen, die ihnen die negativen Emotionen bescheren. Diesen emotionalen Kompass besitzt jedes mit Gefühlen ausgestattete Wesen, natürlich auch Tiere. Folgen wir ihm, kommen wir automatisch zu mehr Mitgefühl und Kooperation, denn …

5. Wir sind tatsächliche alle eins. Je mehr wir fühlen können, dass wir alle verbunden sind, desto weniger Nutzen haben wir davon, egoistisch zu sein. Bisher war das vor allem ein mentales Konzept, das gut klingt gut und sich auch irgendwie tief drinnen ganz gut anfühlt. Aber wie wörtlich das gemeint ist und was das im Alltag bedeutet, beginnt man erst wirklich zu verstehen, wenn man die Verbindung zu den anderen tatsächlich spürt. Genauso wenig, wie es sinnvoll ist, mir mit dem Hammer in der linken Hand auf den rechten Daumen zu hauen, genauso sinnfrei ist es, meinem Mitmenschen vor das Schienbein zu treten. Wenn man es spürt, versteht man es.

Und trotzdem bleibt es anstrengend, mit all dem umzugehen, was da jeden Tag auf uns einprasselt. Deshalb ist es sinnvoll, alle Werkzeuge zu nutzen, die einem zur Verfügung stehen. Petra Schneider schlägt einige hilfreiche Visualisierungen vor, zusätzlich sind natürlich auch Essenzen dafür prädestiniert zu helfen. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen deshalb unsere Mischung „Emotionale Klarheit„, die ich (aus purem Eigennutz ;-) ) vor einigen Jahren zusammengestellt habe, um besser unterscheiden zu können, was meine eigenen Emotionen sind und was ich gerade von außen wahrnehme. Wir haben die Essenz deshalb auch zu unserer Essenz des Monats gemacht.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (März 2012)

Es sind wieder einmal anstrengende Zeiten. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass die Welt (und vielleicht man selbst) Amok läuft. Man gerät übergangslos von einem Stimmungshoch in ein ziemlich tiefes Tief und hat letztlich keine Ahnung warum. Alte Themen sind aufgerufen, körperliche Symptome zeigen sich wieder … kurzum: es ist einfach anstrengend.

Viele Menschen befinden sich momentan in einer Phase der Veränderungen und des Übergangs. Dinge, die uns lange begleitet haben, inzwischen aber nicht mehr stimmig sind, verabschieden sich zwangsläufig – wir können nichts dagegen tun. Dies führt teilweise zu grundlegenden Veränderungen in Beruf, Privatleben oder Gesundheit. Und diese Veränderungen haben das Potenzial sehr viel Angst in uns zu erzeugen: Angst zu überleben, Angst vor der ungewissen Zukunft, Angst, Dinge zu verlieren, die uns lieb und teuer sind …

In diesem Zusammenhang möchte ich das im letzten Newsletter angekündigte „Emotionale Leitsystem“, ein Konzept von Esther und Jerry Hicks erwähnen. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine Art „Navigationssystem“, das wir vom ersten bis zum letzten Moment unseres Lebens zur Verfügung haben. Es gibt uns die Richtung an, die unsere Seele gerne einschlagen würde, um die Erfahrungen zu machen, die sie sich zu Beginn der Inkarnation vorgenommen hat. Das emotionale Leitsystem zeigt uns klar an, wenn wir uns auf dem (für uns) richtigen Weg befinden und wann wir davon abweichen. Aber wie tut es das?

Der Name „emotionales“ Leitsystem deutet schon darauf hin. Es geschieht über unsere Emotionen. Und es ist dabei so lächerlich einfach, dass es sich dabei in meinen Augen tatsächlich nur um eine grundlegende Wahrheit handeln kann. (Alle grundlegenden Wahrheiten sind einfach!) Kurz gesagt ist es so, dass alle Dinge, die sich gut anfühlen uns in die richtige Richtung weiterbringen, alle Dinge, die sich schlecht anfühlen davon wegbringen. Wenn wir also einfach dem folgen, was sich freudvoll, positiv und einfach nur gut anfühlt, dann können wir sicher sein, dass wir uns immer auf dem richtigen Weg befinden.

Nun kommt sicher der Einwand, dass sich für manche Menschen auch Dinge gut anfühlen, die tatsächlich selbstzerstörerisch sind (siehe Süchte, etc.). Das ist richtig. Es geht jedoch beim emotionalen Leitsystem nicht um die kurzfristige Befriedigung von Verlangen. Sicher kennen Sie das Gefühl, wenn Sie auf einer Party zum nächsten Bier oder Glas Wein greifen weil es gerade so gemütlich und gesellig ist und trotzdem eine kleine mahnende Stimme in sich hören, dass es eigentlich besser wäre, es sein zu lassen, weil die Kopfschmerzen am nächsten Morgen einfach nicht schön sind. Oft tun wir es dann trotzdem und dürfen die Suppe tatsächlich am folgenden Tag auslöffeln. Hier hat das emotionale Leitsystem uns den richtigen Hinweis gegeben, wir haben uns nur entschieden ihn zu ignorieren.

Das emotionale Leitsystem ist jedoch nicht nur auf solche kleinen Dinge wie eben beschrieben beschränkt. Auch bei den großen Entscheidungen in unserem Leben kann uns dieses „Bauchgefühl“ wichtige Hinweise geben. Wie oft hört man, dass jemand, der sich klar wird eine Fehlentscheidung getroffen zu haben hinterher sagt: „Eigentlich hatte ich schon von Anfang an ein komisches (oder ungutes) Gefühl“. Dieses Gefühl war das Leitsystem, dass uns den Hinweis gegeben hat, dass die andere Richtung für uns besser gewesen wäre. Oft sind es jedoch rationale Gründe, die uns veranlassen, entgegen unseres Bauchgefühls zu handeln und in unserer vom Verstand dominierten Welt übergehen wir zu oft den anderen Teil unserer Intelligenz, eben das emotionale Leitsystem.

Wenn wir beginnen, unser eigebautes Navigationssystem zu entdecken und die kleine Stimme wahrzunehmen, die uns unseren Weg zeigt, dann werden wir feststellen, dass die Dinge anfangen, für uns besser zu laufen, dass große Fehlschläge ausbleiben und das wir uns insgesamt besser fühlen. Letztlich können wir uns nicht Besseres tun, als auf unser Bauchgefühl zu hören. Ich persönlich bin in der glücklichen Lage, bereits seit langer Zeit mit diesem Wissen zu leben und zu handeln und aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass sich keine einzige Entscheidung, die ich mit gutem Bauchgefühl getroffen habe, bisher als falsch herausgestellt hat.

Eine Sache ist noch wichtig zu erwähnen: Bei unserem emotionalen Leitsystem handelt es sich um eine Option, d.h. nichts und niemand zwingt uns, dem Bauchgefühl entsprechend zu handeln. Auch Gott, Allah, Jahwe oder alle anderen Gottheiten dieser Welt sind nicht sauer, wenn wir uns anders entscheiden. Das einzige was passiert ist, dass wir die Konsequenzen unserer Entscheidungen zu tragen haben und das ist ja auch nicht wirklich etwas Neues.

Allen Menschen, die in diesen Zeiten (hoffentlich in Übereinstimmung mit ihrem emotionalen Leitsystem) große Entscheidungen treffen und sie umsetzen und dabei von Ängsten und Sorgen geplagt werden möchte ich noch die Essenz des Monats ans Herz legen (siehe oben). Sie ist entstanden, weil natürlich auch wir immer wieder gebeutelt werden und hat sich für uns hervorragend bewährt. Der Name „Ein neues Leben“ drückt für mich tatsächlich die Bedeutung der gegenwärtigen Zeit aus – denn es geht im nichts Geringeres als darum, die Weichen für unser zukünftiges Leben zu stellen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Kraft, geschärfte Sinne für Ihr emotionales Leitsystem und einen wunderbaren Frühlingsbeginn.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Delia & Carsten Sann
Der Essenzenladen