Saturn

von Verena Reiß

Die durch Jupiter symbolisierte Expansions- und Wachstumsenergie, die wir auf unserer letzten Etappe kennen gelernt haben, hat uns zu neuen Horizonten geführt und in uns wunderbare Visionen und großartige Ideen entstehen lassen. Saturn, der nächste Begleiter auf unserer Reise, unterstützt uns bei der Umsetzung dieser Vorhaben. Er hilft uns, dabei die Realität nicht aus den Augen zu verlieren und gezielt und diszipliniert unsere Vorstellungen zu verwirklichen. Er schenkt uns den klaren Blick für das Machbare, er zeigt uns Grenzen auf und schenkt uns die Ausdauer und die Stärke, auch bei Hindernissen und Problemen das angesteuerte Ziel konsequent zu verfolgen.

Jupiter hat die Verbindung zwischen uns und der Gesellschaft hergestellt. Saturn, als zweiter gesellschaftlicher Planet, zeigt uns unseren Platz sowie unsere Grenzen innerhalb der Gesellschaft, in der wir leben, auf. Er hilft uns, die innerhalb eines Gesellschaftssystems geltenden Regeln, Gesetze und Normen anzuerkennen und einzuhalten. Saturn steht für Autoritäten, wie Eltern, Lehrer oder Vorgesetzte, deren Richtlinien uns im besten Sinne Sicherheit und Halt vermitteln können. Sie stellen uns das Gerüst zur Verfügung, an dem wir uns, sowohl auf einer inneren Ebene als auch im äußeren Leben orientieren können.

Je weniger wir unsere Persönlichkeitsanteile Mond, Venus, Mars, Merkur und Sonne entwickelt und verinnerlicht haben, umso deutlicher werden wir die Saturn-Qualität über einen inneren Zensor, Richter oder Kritiker erfahren. Wir empfinden uns als nicht gut genug, wir werten uns ab, wir machen uns innerlich klein und begrenzen uns dadurch in den Entfaltungsmöglichkeiten unseres Lebens. Saturn fordert uns auf, für all unser Handeln die Konsequenzen zu tragen. Wenn wir eine innere Bereitschaft entwickeln können, all unsere Erfahrungen, Probleme und Schwierigkeiten als Ergebnisse unserer inneren Einstellungen und Erwartungen zu betrachten, sind wir in der Lage, für alle Ereignisse in unserem Leben die Verantwortung zu übernehmen. Das ist der Beginn der Rücknahme von Projektionen, es sind nicht mehr unsere Lehrer, Partner oder Chefs die Schuldigen. Dadurch können wir innere Stärke, ein stabiles Rückgrat entwickeln, wir richten uns innerlich auf, Standfestigkeit und Stabilität sind neue Qualitäten in unserem Leben. Dann steht uns Saturn als Begleiter zur Seite, der uns Disziplin, Zielstrebigkeit und Ausdauer zur Verfügung stellt, um unsere Ziele zu erreichen. Aber er wird uns auch immer wieder Grenzen setzen, wenn wir fremde Ziele verfolgen, die mit unserem eigenen Weg nicht übereinstimmen.

Die Potenziale von Saturn drücken sich in den Elementen auf unterschiedliche Weise aus. Steht Saturn im Element Feuer stellt er uns innere Stärke, gereiftes Selbstbewusstsein und weise Erkenntnisfähigkeit zur Verfügung. Im Element Erde zeigen sich Saturns Möglichkeiten in einem angemessenen Sicherheitsstreben, in sozialem Verantwortungsbewusstsein sowie in umsichtiger Zielstrebigkeit. Menschen mit der Saturn-Stellung im Element Luft können auf die Fähigkeiten von konzentriertem Denken, eines ausgeprägten Gerechtigkeitssinns und innerer Reife und Gelassenheit zurückgreifen. Die Potenziale Saturns im Element Wasser können sich in seelischer Geborgenheit und Sicherheit, einem verantwortungsvollen Umgang mit Macht als auch in tiefem Einfühlungsvermögen zeigen.

Schwierigkeiten im Umgang mit Saturn-Themen können durch folgende Erfahrungen gekennzeichnet sein: (Auszug aus dem Buch AstroEssenzen):

  • Ich fühle mich bevormundet durch Eltern, Vorgesetzte und andere Autoritäten
  • Ich verhalte mich rigide und unbeweglich
  • Ich arbeite verbissen am Erreichen von beruflichen Erfolgen und gesellschaftlichem Status
  • Ich versuche, meine berufliche oder gesellschaftliche Stellung zu zementieren, bin für Veränderungen nicht mehr offen
  • Ich übernehme Verantwortung für andere Menschen, obwohl ich für sie nicht verantwortlich bin
  • Mir ist nicht bewusst, dass ich dadurch andere in Abhängigkeit bringe
  • Ich habe den Zugang zu meinen Gefühlen verloren und entscheide nur nach Kriterien des persönlichen Vorteils
  • Ich erlebe meine Eltern als einengend und starr oder bin überhaupt von meinen Wurzeln (Familie, Eltern) abgeschnitten

Wenn Sie sich bei einem dieser Themen erkennen, kann die AstroEssenz Saturn eine Unterstützung sein, einen neuen Zugang zu Ihrer Saturn-Qualität zu finden und Ängste in diesem Zusammenhang aufzulösen. Möchten Sie sich über Ihre Saturn-Konstellation und die damit zusammenhängenden Themen informieren, kontaktieren Sie mich unter der Telefonnummer 0861 2092599.

Mond

von Verena Reiß

Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen gemeinsam eine neue Reise beginnen zu können. Nachdem wir bereits eine Reise durch den Tierkreis unternommen haben, begeben wir uns nun auf eine Reise zu uns selbst. Unsere Reisebegleiter werden die Planeten sein. Die Planetensymbole repräsentieren Teilpersönlichkeiten in uns, die sich schrittweise entwickeln. Auf diesem Entwicklungsweg greifen wir unsere individuellen Prägungen auf, aber auch Erfahrungsmuster aus der Familie, aus dem sozialen und gesellschaftlichen Umfeld sowie aus kollektiven Erfahrungen. Jedem Tierkreiszeichen wird ein Planetensymbol zugeordnet. Zum Tierkreiszeichen Krebs gehört der Mond. Diese beiden Prinzipien haben eine enge Beziehung zueinander. Die Planeten und ihre Verbindungen untereinander, in der Astrologie als Aspekte bezeichnet, lassen die individuelle Dynamik des Geburtshoroskops entstehen. Diese Schwingung ist auf energetischer Ebene der Ausdruck unserer persönlichen Prägung.

Wir werden die Planeten aus geozentrischer Sicht betrachten, das heißt in der Reihenfolge der Entfernung der Planeten von der Erde aus gesehen. Unser nächster Himmelskörper ist der Mond. Wir alle kennen den Mond mit seiner sich ununterbrochen verändernden Form und seinen immer wiederkehrenden Zyklen von Kommen und Gehen, von Wachsen und Vergehen. Er ist uns sehr vertraut und bringt uns immer wieder in Kontakt mit den Zyklen des Lebens und der Natur, die wir mit unserem Willen nicht steuern können. Unser Persönlichkeitsanteil Mond zeigt uns, was wir brauchen, um uns angenommen, zugehörig und geliebt fühlen zu können. Die ersten Prägungen der Mond-Symbolik finden bereits während der Schwangerschaft statt. Hier erleben wir im besten Falle ein Rundum-Versorgungspaket. Wir werden über die Nabelschnur körperlich und über liebevolle Zuwendung durch die werdende Mutter auch auf der emotionalen und seelischen Ebene so versorgt, dass wir bereits zu diesem Zeitpunkt Urvertrauen entwickeln können. Nach der Geburt sind wir abhängig von Bezugspersonen, die uns das geben, was wir brauchen, und zwar auf der körperlichen, auf der seelischen und der geistigen Ebene. Im Idealfall findet die Versorgung entsprechend der individuellen Mond-Konstellation statt. So braucht ein Kind mit dem Mond in einem Erd-Zeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) körperliche Nähe und Rituale, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Ein Kind mit dem Mond in einem Luft-Zeichen (Zwilling, Waage, Wassermann) fühlt sich angenommen, wenn man mit ihm spricht und Geschichten erzählt. Ein Kind mit dem Mond in einem Feuer-Zeichen (Widder, Löwe, Schütze) fühlt sich durch Aktivität und ungeteilte Aufmerksamkeit wohl und ein Wasser-Mond (Krebs, Skorpion, Fische) wünscht sich ein harmonisches Gefühlsklima in seiner Umgebung, um Geborgenheit erfahren zu können. Hier kann man bereits erkennen, wie hilfreich es sein kann, die eigene Mond-Konstellation zu kennen, aber auch die Mond-Konstellation unserer Kinder, um sie gezielt in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen.

Wenn wir das Glück haben, in einer Familie (Mond) aufwachsen zu können, in der wir entsprechend unserer individuellen Bedürfnisse (Mond) versorgt werden, wenn wir Nähe und Geborgenheit erfahren, können wir ein gesundes Vertrauen in uns entwickeln und dadurch ein stabiles Fundament für unser Leben errichten. Mit sicherem Instinkt nehmen wir dann die Bedürfnisse unseres Körpers und unserer Seele wahr, verhalten uns entsprechend und leben nach unserem ganz individuellen Rhythmus. Dann haben wir gelernt, für uns selbst zu sorgen und uns auf allen Ebenen zu nähren. Wenn uns das gelingt, haben wir unseren Persönlichkeits-Anteil Mond integriert.

Falls die ersten Mond- Prägungen, aus welchen Gründen auch immer, nicht unterstützend waren, haben wir nicht gelernt unsere Bedürfnisse zu erkennen.. Die Wahrnehmung für uns selbst konnte sich nicht entwickeln. Wir sind abhängig von anderen Menschen und hoffen darauf, dass die anderen (Partner, Freunde, Kinder) uns das geben, was wir uns selbst nicht geben können. Hinweise auf Defizite in diesem Bereich können folgende Themen sein:

  • Ich kann meine Bedürfnisse nicht wahrnehmen
  • Ich glaube, dass andere Menschen für mein Wohlergehen verantwortlich sind
  • Ich habe einen schlechten Bezug zu meinem Körper und neige dazu, mich zu überfordern
  • Ich gönne mir höchstens ein bisschen Ruhe, wenn ich krank bin
  • Mein Urvertrauen in das Leben ist durch entsprechende Erfahrungen in der Kindheit erschüttert
  • Ich fühle mich nur angenommen und geliebt, wenn ich für andere Menschen sorgen kann
  • Der Zugang zu meinem „inneren Kind“, zu meiner Gefühlswelt, ist aus Angst vor Verletzungen versperrt
  • Emotionale Nähe macht mir Angst
  • Ich erlebe eine schwierige Mutter-Kind-Beziehung

(Auszug aus dem Buch AstroEssenzen)

Die AstroEssenz Mond kann Ihnen bei all den angesprochenen Themen eine hilfreiche Unterstützung sein. Möchten Sie mehr über Ihre persönliche Mond-Konstellation wissen, kontaktieren Sie mich bitte unter kontakt@astroessenzen.de.

Water (Australische Buschblüten)

ABFE Water Wasser EssenceUnsere erste „Essenz des Monats“ im Jahr 2016 hat mit dem zu tun, was viele von uns momentan intensiv erleben: emotionale Disharmonien. Aktuell sind viele alte, nicht länger unterstützende, emotionale Muster aktiviert. Darin liegt die Aufforderung an uns, hinzusehen und diese Muster aufzulösen. Die Water (Wasser) Essenz aus der Reihe der White Light Essenzen von Ian White, Hersteller der Australischen Buschblüten Essenzen, kann uns dabei auf tiefgehende Weise unterstützen.

Die White Light Essenzen sind eine Reihe von sieben Umweltessenzen, die nicht die Energien von Blüten in sich tragen, sondern die besonderen Energien von Kraftplätzen auf der ganzen Welt.

Die Wasser Essenz entstand aus der alchimistischen Verbindung von zwei verschiedenen Essenzen – jeweils einer von jeder der beiden Erdhalbkugeln. Sie wurden auf der Insel Iona vor der Westküste Schottlands und auf Heron Island im Great Barrier Reef in Australien hergestellt.

Diese Essenz ermöglicht es uns, unsere eigene emotionale Disharmonie intensiv zu spüren, damit sie gereinigt und losgelassen werden kann. Die Wasseressenz erhellt den bewussten Verstand damit die tiefsten und ältesten negativen karmischen Muster losgelassen werden können. Sie löst außerdem die Grenzen der persönlichen Wahrnehmung und Realtitäten auf. Die Essenz ist sehr unterstützend und reinigend und ermutigt uns dazu, offener zu sein, uns selbst zu vertrauen und die liebevolle Energie von Spirit zu fühlen, die uns umgibt.

Diese Essenz ermöglicht uns, die Stille in uns zu finden, in der wir unsere Gefühle vollständig erfahren und emotionale Harmonie finden können. Sie erschafft das tiefe Wissen, das wir sicher und geborgen sind, egal welchen Herausforderungen wir auch begegnen und unterstützt sanft, wenn man sich nach negativen oder traumatischen Erlebnissen emotional abgeschottet hat.

Die Wasser Essenz ist gleichzeitig der optimale, vom Hersteller empfohlene Einstieg in die Arbeit mit den sieben White Light Essenzen. Ausführliche Informationen zu den Essenzen, über ihre Herstellung und ihren Wirkungen finden Sie in dem Buch „White Light Essenzen“ von Ian White.

Die Water Essence ist als Essenz des Monats zum Sonderpreis von 9,90 EUR, sowie als 10 ml Stockbottle zum Preis von 25,00 EUR bei uns erhältlich.

http://www.essenzenladen.de/index.php/essenzen/australische-buschblueten/white-light-essenzen/water-essence.html

Zu guter Letzt … (Januar 2015)

Carsten Sann„Achte auf Deine Gefühle …“ Dieser Satz kommt in den inzwischen sieben Star Wars Filmen immer wieder vor. Und dieser Satz ist eine guter Ratschlag für uns alle, bei dem, was momentan draußen und drinnen passiert.

Der Winter ist traditionell eine Zeit der Introspektive, der Innenschau. Draußen ist es kalt und dunkel, und drinnen, im Warmen, hat man die Zeit (heute muss man wohl eher sagen: sollte man sich die Zeit nehmen) nach innen zu schauen und sich selbst zu erforschen. Dabei stößt man immer wieder auf Erstaunliches – auf emotionale Muster, die so gewohnt sind, dass man sie schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen hat. Oder auf einzelne Gefühle und Gedanken, die man lange nicht gefühlt oder gedacht hat und die auf einmal wieder präsent sind. Egal jedoch, was kommt: Es sind immer Hinweise unserer Seele, die uns dabei helfen können, wieder ein Stück unseres Selbst zu heilen oder einen Schritt auf unserem Weg voran zu kommen. Wenn wir uns die Zeit nehmen, zu fühlen, dann bemerken wir auf einmal auch die Dinge, die sonst im Alltag untergehen.

Vor kurzem habe ich mir selbst einen alten Wunsch erfüllt. Schon als Kind wollte ich immer ein ferngesteuertes Flugzeug haben. Damals ist es zuerst am Geld gescheitert und später, als ich es mir hätte leisten können, an der Erkenntnis, dass so ein Flugzeug, wenn man nicht genug Zeit ins Üben investiert, schnell auch abstürzt und zerstört wird. Da ich die dafür notwendige Zeit realistisch nicht aufbringen konnte, hat mein Verstand die Oberhand behalten und mein Wunsch blieb unerfüllt.

Mit den Möglichkeiten der heutigen Technik, Stichwort Quadrokopter, ist es jedoch möglich, dass man sich den Traum vom (Modell-) Fliegen auch als Anfänger erfüllen kann, ohne dass man Angst haben muss, das Gerät beim kleinsten Fehler zu zerstören. Das notwendige Geld war auch da – also habe ich zugegriffen und mir diesen alten Traum erfüllt. Als dann das Paket ankam, fühlte ich mich wirklich wie ein Kind bei der Bescherung …

Beim ersten Ausprobieren des neuen Geräts ist dann aber etwas Unerwartetes geschehen: In mir kamen massive Schuldgefühle hoch – weil ich so viel Geld etwas ausgegeben für etwas habe, das ich beim besten Willen nicht in die Kategorie „Dient dem Lebensunterhalt“ einordnen konnte, und weil ich dann auch noch meine Zeit „unproduktiv“ damit verbrachte. Meinem Verstand war natürlich klar, dass es in Ordnung ist, auch mal einfach nur zu spielen, aber tief drinnen wurden in aller Deutlichkeit bestimmte emotionale und mentale Muster aktiviert. „Schaffe, Schaffe, Häusle baue“ … dabei habe ich selbst gar keine schwäbischen Gene ;-) Ich weiß zwar, dass diese Muster schon lange unterschwellig in mir aktiv sind, dennoch ist es überraschend, wenn man sie auf einmal so klar spürt, dass man sie fast physisch greifen kann. Meine Aufgabe ist nun, diese Muster zu erforschen, ihren Ursprung und ihre Ursache zu ergründen und sie dann bewusst mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln aufzulösen. Ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich mich um die Ursache dieser Schuldgefühle gekümmert habe, viel Spaß mit meinem Quadrokopter haben werde.

Dieses Beispiel soll dazu dienen, zu verdeutlichen, wie aktuell immer wieder solche Muster an die Oberfläche kommen und betrachtet werden wollen. Voraussetzung dafür ist es jedoch, dass man sich die Zeit nimmt, zuzuhören und wahrzunehmen, den Mut hat, das, was da hochkommt zuzulassen, und dann das zu tun, was notwendig ist, um den alten Schmerz zu heilen. Ist man im „Alltagsmodus“ gefangen, ist das um ein Vielfaches schwerer oder sogar unmöglich.

Eine weitere gute Unterstützung für die Innenschau ist es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. In unserer vernetzten Welt stürmen so viele Informationen (vor allem negative) auf uns ein, dass es leicht passieren kann, dass uns der Kopf schwirrt und wir das Gefühl haben, das Leid der Welt tragen zu müssen. Es ist jedoch KEIN Zeichen von mangelndem Mitgefühl für das Leid anderer, wenn man sich entscheidet, die Dinge, die man ohnehin nicht aktiv ändern kann, auszublenden. Die entscheidende Frage bei allen Informationen aus den Nachrichten oder dem Internet ist die: Hat es direkten Einfluss auf mein Leben? Ja oder nein? Wenn die Antwort nein lautet und insbesondere dann, wenn die Information uns Angst macht, herunterzieht oder sonst in irgendeiner Form negativ ist, dann tun wir gut daran, sie zu verwerfen, das heißt: Fernsehsender wechseln, Radio ausmachen, Fenster weg klicken. Es gibt genug in unserer unmittelbaren Umgebung, um das wir uns kümmern müssen – und wo wir anderen helfen können – als dass wir uns die Last der Welt auf unsere Schultern laden müssten. Wohlgemerkt heißt das nicht, dass man die Geschehnisse in der Welt vollständig ignorieren sollte. Ich selbst verfolge im Internet schon, was da draußen so los ist. Aber es ist ein Unterschied, wenn man über eine Katastrophe auf der anderen Seite der Erde liest, sie zur Kenntnis nimmt und sich dann etwas Schönem zuwendet, oder ob man sich in der exzessiven Berichterstattung der Medien mit ihren reißerischen Bildern und Kommentaren suhlt, bis man denkt, man sei selbst betroffen.

Ähnliches gilt übrigens auch für Dinge und Gegenstände. Es ist eine gute Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich von allem zu trennen, was nun wirklich keinem Zweck mehr dient. Dabei sei gesagt: Dekoration und Erinnerungsstücke haben genau diesen Zweck – schön zu sein oder uns zu erinnern. Die Frage ist nur, ob man Massen von Deko und Memorabilia braucht, oder ob es weniger auch tut. Wenn man ausmistet, schafft man energetisch Platz, den man zum Durchatmen nutzen kann. Es gibt nichts Befreienderes, als eine ordentliche Ausmist-Orgie. Zu diesem Thema gibt es ein wunderbares Buch von Karen Kingston, das ich vor einigen Jahren schon einmal empfohlen hatte: „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“. Wer nach der Lektüre dieses kleinen Büchleins nicht sofort freiwillig anfängt auszumisten, dem ist wirklich nicht zu helfen ;-)

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein gesundes, frohes und erfolgreiches Jahr 2016, in dem Sie sich die Zeit für sich selbst nehmen, die es braucht, damit sie sich so weit entfalten können, wie es das Potenzial dieses Jahres möglich macht (und das ist sehr groß)!

Zu guter Letzt … (März 2013)

Carsten SannGott, das Universum, Spirit oder wie man auch immer die Energie nennen mag, die wir nicht riechen, schmecken oder messen können, hat viele verschiedene Möglichkeiten, uns auf Themen aufmerksam zu machen, mit denen wir uns beschäftigen sollten, um dem Weg unserer Seele zu folgen. Mir laufen momentan fast täglich Begebenheiten über den Weg, die mich dazu bringen, mir Gedanken über die Art und Weise zu machen, wie ich Entscheidungen treffe. Ich tue das schon seit meiner Kindheit immer unter Einbeziehung dessen, was man Intuition oder die innere Stimme nennt, und bisher hat mich dies noch nie im Stich gelassen oder in die Irre geführt. Nun scheint es aber so, als ob ich aufgefordert wäre, meine „Technik“ einmal in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Ich darf Sie daher einladen, für mich das Versuchskaninchen zu spielen. Ich hoffe, dass für Sie die ein oder andere positive Anregung dabei ist.

Es ist eine wenig überraschende Feststellung, dass der Mensch aus unterschiedlichen Ebenen des Seins besteht. Es gibt die physische Ebene des Körpers, die mentale Ebene des Verstands, die emotionale Ebene der Gefühle, und die spirituelle Ebene der Seele. Man kann jede Ebene für sich betrachten und versuchen zu analysieren. Vollständig wird das Bild aber erst, wenn man alle Ebenen miteinbezieht. Ein grundsätzlicher Denkfehler, der sich mit der Philosophie von Descartes und dem daraus abgeleiteten „kartesianischen Weltbild“ in der westlichen Welt festgesetzt hat, ist der Versuch, den Menschen zu verstehen, indem man Körper, Geist und Seele auftrennt und als unabhängig voneinander betrachtet.

Dies ist der Grund, warum eine Schulmedizin, die den Körper als biochemische Maschine ansieht, trotz all ihrer Verdienste, immer wieder an den Punkt kommt, wo sie Ursachen von Krankheiten oder Phänomene wie Spontanheilungen weder verstehen noch erklären kann. Hier werden die drei anderen Ebenen außen vor Gelassen, weswegen man nur ein Viertel des ganzen Bildes sehen kann.

Dies ist aber übrigens auch der Grund, warum die Versuche, mit rein energetischen, geistigen oder spirituellen Methoden zu heilen, so oft scheitern. Wenn der Körper zu sehr vergiftet ist, kann ich beten so lange ich will – erst eine Entgiftungskur auf physischer Ebene, z.B. mit Algen, kann mich wieder in die Lage versetzen, meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, damit der Körper den Rest selbst erledigen kann. Ein noch deutlicheres Beispiel: Wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, werde ich voraussichtlich nicht mit rein geistigen Kräften den Knochen wieder richten und spontan zusammenschweißen können. Nicht, dass ich nicht glaube, dass so etwas grundsätzlich möglich ist, Tatsache ist aber, dass die allerwenigsten Menschen diese Kunst beherrschen. Deshalb braucht es einen Gips und eventuell vorher einen Chirurgen, der mich wieder zusammenflickt, damit der Körper anschließend den Knochen heilen kann.

Mit Entscheidungen ist es ähnlich: Wenn wir versuchen, auf rein rationeller Basis eine Entscheidung zu fällen, dann lassen wir mehr als die Hälfte unseres Seins außen vor, nämlich die Intuition und die Emotionen. Intuition und Bauchgefühl sind sehr wichtig und dieses Wissen verbreitet sich wieder mehr und mehr. Manchmal führt das dazu, dass das Pendel in die andere Extremposition ausschlägt: Intuition wird über alles gestellt und der denkende Verstand verteufelt. Aus ganzheitlicher Sicht betrachtet ist dies ebenso unvollständig wie eine rein rationale Entscheidung. Der Mensch besitzt nicht aus Versehen einen Verstand – er ist dazu da, dass wir ihn gebrauchen.

Um zu einer Entscheidung zu kommen, die ein möglichst breites Fundament besitzt, und bestmöglich zu unserem höchsten Wohl ist, ist es also hilfreich, alle Ebene zu „befragen“, um dann auf Basis der kompletten Informationen zu handeln. Wie man den Verstand benutzt, um Für und Wider einer Entscheidung abzuwägen muss ich an dieser Stelle wohl eher nicht beschreiben. Dies haben wir alle seit frühester Kindheit eingetrichtert bekommen. Deshalb möchte ich Ihnen meine Art und Weise vorstellen, wie ich meine Intuition und meine Emotionen befrage.

Die „Technik“ ist dabei ganz einfach, und ich möchte sie anhand eines Beispiels illustrieren. Angenommen, ich hätte eine neue Arbeitsstelle angeboten bekommen und stünde vor der Entscheidung, ob ich meinen bewährten Job aufgebe oder nicht. Lassen Sie uns weiter annehmen, dass mein alter Job mir zwar halbwegs Spaß macht, mich jedoch inzwischen eher langweilt. Der neue Job hingegen verspricht neue Aufgaben und Herausforderungen, die besser zu meinen Interessen und Neigungen passen. Leider ist der neue Arbeitgeber eine kleine Firma, die zwar großes Potenzial hat, aber theoretisch auch schnell wieder weg vom Fenster sein kann. Mein alter Arbeitgeber hingegen ist eine etablierte, große Firma, die mir Sicherheit verspricht.

Auf rationaler Ebene ist die Entscheidung leicht: Ich muss wirtschaftlich überleben, die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Firma mich wieder rauswirft oder gleich ganz in Konkurs geht, ist um ein Vielfaches höher als bei der alten Firma, also bleibe ich, wo ich bin. Oder? Auf emotionaler Ebene reizt die Aussicht, die Langeweile loszuwerden und den Nervenkitzel einer neuen Aufgabe zu spüren schon … was also tun?

In so einem Fall setze ich mich in einen bequemen Sessel, schließe die Augen und befrage meine Intuition. Wie mache ich das? Ganz einfach: Ich stelle mir vor meinem geistigen Auge vor, wie es sein wird, wenn ich mich entschieden habe, zu bleiben. Wie fühlt es sich an, die altbekannte Arbeit zu tun? Wie geht es mir dabei? Wie fühlt sich die Sicherheit an, die ich durch die große Firma glaube zu haben? Wie fühlt es sich an, ein Angebot ausgeschlagen zu haben, das vielleicht ein Risiko, vielleicht aber auch eine große Chance war?

Wenn ich ein Gefühl dafür habe, wie es mir (voraussichtlich) gehen wird, wenn ich mich für die eine Option entschieden habe, wiederhole ich das ganze für die andere Option: Wie wird es sich anfühlen, die neuen, spannenden Aufgaben zu haben? Wie geht es mir dabei? Wie fühle ich mich mit dem Risiko, einen potenziell nicht so sicheren Job zu haben? Mit welchen Gefühlen blicke ich zurück auf meine alte Arbeit? Werde ich froh sein, dass das Alte vergangen ist, oder werde ich ihm nachtrauern?

Irgendwann habe ich dann auch die andere Option emotional erfasst. Und damit ist die Arbeit eigentlich schon getan, denn die intuitiv für uns passende Entscheidung ist immer die, die sich unter dem Strich besser anfühlt, die uns glücklicher macht, mit der wir uns wohler fühlen. Klingt einfach, oder?

Letztlich ist diese Art, Entscheidungen zu treffen, tatsächlich sehr einfach, wenn man sich immer wieder bewusst macht, dass die Intuition immer nur das Zünglein an der Waage sein kann. Es ist nicht sinnvoll, eine Entscheidung zu treffen, gegen die sich alle Emotionen sträuben. Ebenso ist es nicht sinnvoll, sich für etwas zu entscheiden, von dem der Verstand überzeugt ist, dass es falsch ist.

In letzterem Fall darf man ein „Nein“ des Verstandes jedoch nicht damit verwechseln, dass er einfach Angst vor einem Risiko oder schlicht vor etwas Neuem hat. Auch hier wieder ein Beispiel: Wenn man ein durchschnittliches Einkommen hat, dann sagt der Verstand wahrscheinlich klar „Nein“, wenn man plant, eine einjährige Weltreise für 250.000 EUR plus Verdienstausfall zu buchen. Die Bedenken, die der Verstand äußert, wenn es darum geht, den oben beschriebenen neuen Job anzunehmen, entspringen jedoch wahrscheinlich zu einem guten, wenn nicht sogar großen Teil der Angst vor dem Unbekannten. Im ersteren Fall ist es normalerweise nicht ratsam, der Intuition die Entscheidung zu überlassen, im letzteren Fall sollte man sie jedoch auf jeden Fall befragen und in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen.

Das Leben ist eine endlose Kette von Entscheidungen und gerade in den jetzigen Zeiten sind wir wieder und wieder aufgefordert, große Entscheidungen zu treffen. Nutzen Sie das Potenzial, das in Ihren Emotionen und in Ihrer Intuition liegt, um die für Sie bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Wenn man ein wenig übt, fällt es einem ganz leicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen, sonnigen Frühlingsmonat März und, dass Sie immer die für sich besten Entscheidungen treffen.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen