Zu guter Letzt … (Januar 2020)

Eine Freundin sagte einmal zu mir: „Manchmal habe ich das Gefühl, ich lebe in meiner eigenen Blase“. Sie meinte damit, eine eigene, kleine Welt, die aus ihrem Haus und ihrer Familie besteht, und ausdrücklich nicht das beinhaltet, was „da draußen“ so alles vor sich geht. Als sie das sagte, bemerkte ich, dass es mir genauso geht und dass ich wirklich sehr glücklich damit bin.

Aber ist es denn nicht naiv oder ignorant, wenn man sich in seiner Blase wohl fühlt und vom Rest der Welt separiert? Schließlich ist doch alles mit allem verbunden, oder? Sollten wir uns nicht um die Erde und die Weltpolitik sorgen und an allem teilhaben, was da draußen geschieht? Ich bin der Meinung: ja und nein. Zweifellos sind wir mit allem und jedem verbunden und alles, was wir tun, hat Konsequenzen. Wenn wir uns dieser Verantwortung bewusst sind, können wir eigentlich gar nicht anders, als rücksichtsvoll mit der Erde und den anderen Menschen umgehen.

Damit meine ich nicht, dass wir alle sofort zu Fahrrad fahrenden Veganern werden müssen, die um jeden Preis alle Menschen zu lieben versuchen – solche Entscheidungen muss jeder für sich alleine und in seinem eigenen Tempo treffen. Ich selbst besitze auch ein Auto und esse dann, wenn ich es wirklich will, auch mal ein schönes Steak. Um unserer Verantwortung für die Welt gerecht zu werden reicht es als erster Schritt bereits, wenn wir das, was sich leicht ändern lässt, unmittelbar verändern, und uns dessen bewusst sind, wenn wir noch eine Weile Dinge tun, die vielleicht nicht „politisch korrekt“ sind, deren Veränderung aber noch etwas Zeit braucht. Beispiele hierfür sind neben dem Verzehr von Fleisch und anderen tierischen Produkten auch unser Konsumverhalten, unsere Mobilität und nicht zuletzt auch das, was wir sagen (und sogar denken).

Womit wir wieder bei dem Thema Blase wären. Das, was von außen auf uns einströmt ist leider viel zu oft negativ. Im letzten „Zu guter Letzt …“ habe ich geschrieben, dass es sinnvoll ist, den Fokus weg vom Negativen und hin zum Positiven zu lenken. Wenn wir das tun, geschieht genau das, was meine Freundin mit den Wort „Blase“ meint. Die kleinen und großen Katastrophen, von denen wir in der Regel nur durch die Medien erfahren, treten in den Hintergrund – manchmal bekommen wir sie sogar überhaupt nicht mehr mit. Wir beschäftigen uns so intensiv mit unserem eigenen Leben, dass uns das Leben der anderen (Stichwort „Klatsch & Tratsch“) gar nicht mehr interessiert. Und selbst die Menschen in unserem Umfeld, die uns nicht gut tun und vielleicht sogar mißgünstig oder sogar feindlich gegenüberstehen, haben keine Macht mehr über unsere Stimmung.

Ich persönlich bin der Meinung, dass es vollkommen angemessen und sogar für die seelische Gesundheit notwendig ist, nach Kräften alles auszublenden, was nicht tatsächlich unsere Aufmerksamkeit erfordert. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun. Warum soll ich mich mit etwas beschäftigen, das mich runterzieht und das ich ohnehin nicht ändern kann? Die Brände in Australien sind zweifellos tragisch. Aber ist es sinnvoll, dass ich die täglich neuen Schreckensmeldungen konstant verfolge und mich deswegen schlecht fühle oder Angst habe? Wäre es nicht besser, das Problem zur Kenntnis zu nehmen, vielleicht zu überlegen, ob man eine vertrauenswürdige Organisation vor Ort unterstützen kann, und anschließend das Thema aus dem täglichen Leben herauszuhalten? Für mich selbst kann ich diese Frage leicht beantworten. Was denken Sie darüber?

Ich habe mich schon vor vielen Jahren dazu entschieden, meinen Fokus hauptsächlich auf mein eigenes Leben zu legen. Was muss ich tun, damit es mir und meiner Familie gut geht? Wie kann ich meinen Beitrag für mein unmittelbares soziales Umfeld leisten? Und wie muss ich mich verhalten, damit ich in Frieden mit den Konsequenzen meiner eigenen Handlungen bin. Da ich es nicht in der Hand habe, im Alleingang die Welt zu retten, ist das nicht egoistisch, sondern das Beste (und Einzige), was ich tun kann. Wenn jeder vor seiner eigenen Türe kehrt, ist es überall sauber.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes neues Jahr 2020 voller Gesundheit, Freude, Erfolg und Wachstum.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Februar 2017)

Bereits sein gut zehn Jahren gibt es bei uns zuhause kein öffentlich-rechtliches (oder privates) Fernsehprogramm mehr. Wir haben uns irgendwann entschieden, den Antennenstecker zu ziehen und aus der Dauerberieselung auszusteigen. Je länger man das tut und je weiter man sich von der „Normalität“ des deutschen Fernsehprogramms entfernt, desto grotesker wirkt es, wenn man sich, beispielsweise im Hotel, mal wieder in ein reguläres Programm verirrt.

Das für mich einprägsamste Ereignis dieser Art waren die fünf Minuten, die meine Frau und ich vor einigen Jahren im Hotelzimmer bei eingeschaltetem Fernseher verbrachten. Es lief eine Sendung mit volkstümlicher Musik und einem zwanghaft lächelnden Moderatorenteam aus einem Mann und einer Frau. Nicht allzu lange davor hatte ich mitbekommen, dass Bastian Pastewka und Anke Engelke eine Musikantenstadel-Parodie gedreht hatten und deshalb war unser erster Gedanke, dass wir in dieser Parodie gelandet sein müssen, so absurd schien uns das, was da auf dem Bildschirm lief. Als wir uns nach einigen Minuten einig waren, dass die Moderatoren doch nicht Pastewka/Engelke waren, dämmerte es uns: Die meinen das ernst …

Doch nicht diese eher amüsante Episode ist für mich das Wesentliche bei der „Entwöhung“ von den Massenmedien. Vielmehr ist es das, was uns in den Nachrichtensendungen und -magazinen vorgesetzt wird. Auch ohne unterstellen zu wollen, dass die Nachrichten einseitig oder unvollständig dargestellt werden, ist das Bild, das die Medien von der Welt zeigen, vor allem eines, nämlich negativ. Wenn man im Strudel der Massenmedien mitschwimmt, dann kann man eigentlich nur noch Angst vor dem Leben und der Welt haben.

Zweifellos ist es so, dass es auf dem Planeten Erde eine ganze Menge realer Probleme gibt. Kriege, Umweltverschmutzung, die Abholzung des Regenwaldes und die Maläste der westlichen Zivilisationen – Finanzkrise etc. – sind Themen, die sehr ernst genommen werden müssen und jeder ist aufgefordert seinen Teil dazu beizutragen, die Welt nach seinen Möglichkeiten ein bisschen besser zu machen. Die Frage ist nur, wie gut uns das gelingt, wenn wir ständig in einem Zustand der Angst gefangen sind.

Wenn wir uns konstant sorgen, dass uns morgen eine Atombombe auf den Kopf fällt oder dass unsere Kinder kein sauberes Wasser mehr haben werden, dann sind wir starr, vielleicht sogar handlungsunfähig. Wenn es uns jedoch gelingt, den Fokus von den sich auftürmenden Problemen der Welt wegzunehmen und stattdessen auf unser eigenes Leben zu richten, dann haben wir eine Chance, etwas zu verändern. Niemandem ist geholfen, wenn wir nachts nicht schlafen können, weil wir Angst um die Welt haben, insbesondere nicht der Welt.

In den Medien wird uns suggeriert, dass jeder von uns Verantwortung für das (gesamte) Wohl der Welt trägt. Aber das ist falsch. Kein Mensch kann diese Last stemmen, das ist offensichtlich. Gleichzeitig nimmt uns diese Perspektive jedoch auch die Macht über die Dinge, die wir dennoch beeinflussen können. Klar, wenn wir eh nichts tun können, dann können wir ja nur noch Angst und Sorgen haben, oder?

Wenn man es schafft, sich von dieser Vorstellung zu befreien, dann passieren mehrere Dinge:

  • Man kommt Stück für Stück aus der Angstspirale heraus, die von den Medien suggeriert wird.
  • Man erkennt, dass man, wenn man den Kontext auf das eigenen Leben und Umfeld begrenzt, tatsächlich sehr viel Macht hat.
  • Man hat wieder Energie, die man dafür nutzen kann, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und gleichzeitig, seinen Teil dazu beizutragen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

Ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe lautet: „Ein jeder kehre vor seiner Tür.
Und rein ist jedes Stadtquartier.“ Wenn wir also die Dinge tun, die tatsächlich in unserer Macht stehen, dann tun wir schon alles, was notwendig und möglich ist.

Was kann man also konkret tun? Hier einige Beispiele …

  • In Bezug auf die eigene Gesundheit: Verantwortung übernehmen. Niemand anderes außer uns selbst ist für die eigene Gesundheit verantwortlich. Niemand anderes als wir selbst kann uns heilen. Ärzte und Heilpraktiker sind Dienstleister, die uns dabei unterstützen können. Die Verantwortung (und die Konsequenzen) tragen jedoch immer wir.
  • In Bezug auf die Ernährung: Wenn Sie schon wissen, dass ein Konzern zur Maximierung des eigenen Profits notfalls über Leichen geht, dann meiden sie seine Produkte. Es gibt in jedem Supermarkt Alternativen. Oder beim Bauern im nächsten Dorf. Gleiches gilt für Konsumgüter. Wenn man jedoch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, dann sollte man etwas Zeit darauf verwenden, das kleinere Übel zu identifizieren.
  • In Bezug auf die Gesellschaft: Ohne Vorurteile auf Menschen zugehen und jedem die Chance geben, sich selbst als Freund (oder als Depp) zu outen. Sich bewusst aus hetzerischen Diskussionen in sozialen Medien heraushalten. Versuchen, positiv zu kommunizieren und nicht nur zu jammern.
  • In Bezug auf die Umwelt: Bewusst Konsumieren – nur Dinge kaufen, die wirklich nötig sind und dabei darauf achten, Müll zu vermeiden. Den Müll der anfällt, sauber trennen und dem Recycling zuführen. Unnötige Energieverschwendung vermeiden.
  • In Bezug auf Geld und Finanzen: Sich an reale Werte halten. 90 % der Finanzanlagen sind virtuell und ohne Substanz. Kleinere, nachhaltig wirtschaftende Banken wie z.B. die GLS Bank sind hervorragende Alternativen zu den Großbanken.
  • Und Allgemein: NIcht jedem Trend hinterherlaufen. Oft stellt man fest, wenn man sich die Frage „Will ich das wirklich?“ ehrlich beantwortet, dass man gut auf das verzichten kann, was momentan gerade „hip“ ist.

Ich bin kein Freund von Konsumverzicht. Ich habe technische Geräte, esse und trinke normal und mache mir auch über das Thema Finanzen so meine Gedanken. Ich bin der Überzeugung, dass es keine extremen Lebensweisen braucht, um dazu beizutragen, die Gesellschaft und die Welt wieder ein Stück mehr auf die richtige Spur zu bringen. Der Schlüssel ist jedoch, dass man seine Entscheidungen – nach Möglichkeit jede einzelne – bewusst trifft. Wenn ich mangels Alternative etwas tue oder kaufe, was vielleicht nicht optimal für die Umwelt ist, dann weiß ich das zumindest und versuche, den negativen Einfluss anderweitig wieder auszugleichen. Wenn ich etwas tue oder kaufe, was nach bestem Wissen und Gewissen gut für Umwelt, Gesellschaft und die Welt ist, dann freue ich mich umso mehr.

Ich bin der Überzeugung, dass jegliche Extreme egal welcher Richtung eher schaden als nutzen. Die Antwort liegt immer irgendwo in der Mitte und der Schlüssel zur bestmöglichen Antwort heißt „Bewusstsein“. Der Weg zu einem klaren Bewusstsein führt für mich zwangsläufig über die Befreiung von externen Beeinflussungen und Manipulationen. EIn erster, wichtiger Schritt ist dabei, die Berieselung durch Werbung und Massenmedien herunterzufahren oder je nach Möglichkeit weitgehend zu vermeiden. Probieren Sie es einfach mal aus – wie wäre es mit einer Woche ohne Fernsehprogramm? Oder einem Tag die Woche für zwei Monate? Sie werden erstaunt sein, wie sich Ihre Sicht auf manche Dinge ändern wird.

Wir selbst haben natürlich schon einen Fernseher. Darauf laufen jedoch ausschließlich Filme und Serien „on demand“, das heißt: Wir sehen das, was wir wollen, wann wir wollen. Es kommen keine Nachrichten, keine Einblendungen über die nächste Katastrophe und vor allem: keine Werbung.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Oktober 2011)

Zu guter Letzt …

Dies ist der letzte Newsletter, bevor wir ein ganz besonderes Datum erleben werden … den 11.11.11. Grund genug für mich, dieses Datum zum Anlass zu nehmen, darüber zu schreiben und einige weiter führende Ideen über die Macht der Gedanken zu entwickeln.

In der Numerologie ist die 11 eine Meisterzahl, die ein besonders großes Potenzial für spirituelles Verständnis und Wachstum in sich trägt. Aber auch in unserem Alltagsleben wird dem Datum des 11. November ein ganz besonderes Gewicht verliehen (St. Martin, Faschingsanfang). Woher kommt es denn eigentlich, dass ein Datum so eine spezielle Energie hat? Insbesondere hat sich mir immer die Frage gestellt, warum diese Energie da ist, obwohl die Nummerierung der Tage doch ein rein willkürliches, von Menschen erschaffenes System ist. Will sagen: Der Erde, der Sonne und dem Universum ist es doch eigentlich egal, an welchem Ort im Sonnensystem die Erde zu dem Zeitpunkt steht, den wir den 11.11. nennen. Und was passiert, wenn auf einmal die Menschen sich entscheiden, einen neuen Kalender mit neuer Nummerierung einzuführen, der auf einmal ganz zu ganz anderen Zeitpunkten seine besonderen Zahlen hat?

Meiner Meinung nach liegt die Antwort in der stärksten, uns bekannten Macht … dem menschlichen Bewusstsein. Ein bestimmtes Datum bekommt eine besondere Bedeutung, weil wir sie ihm geben. Wenn einige hundert Millionen Menschen aus dem westlichen Kulturkreis auf den Kalender schauen und sich denken: „Wow … heute ist der 11.11.11“, dann erschafft das ein großes Bewusstseinsfeld …

Erlauben Sie mir an dieser Stelle einen kurzen Abstecher zum GCP, dem Global Consciousness Project (Globalen Bewusstseinsprojekt). Hierbei handelt es sich um ein langfristig angelegtes wissenschaftliches Experiment, an dem sich weltweit rund 100 Forscher und Ingenieure beteiligen. Mit Hilfe einer in der Universität von Princeton (USA) entwickelten Technologie und Zufallsgeneratoren werden seit 1998 von einem weltweiten Netzwerk Daten gesammelt, die die Existenz eines „globalen Bewusstseins“ belegen sollen. Nach der Theorie des GCP erzeugen Ereignisse, die starke Emotionen bei vielen Menschen auslösen, messbare Ausschläge von dazu geeigneten Instrumenten. Die Daten werden über das Internet zu einem Server in Princeton übertragen, wo sie archiviert und analysiert werden (Wikipedia).

Das Netzwerk der Messgeräte hat am 11. September 2001, dem Datum der Anschläge auf das World Trade Center, besonders starke Ausschläge registriert. Offensichtlich haben die weltweit hoch schlagenden Wellen von Emotionen dazu geführt, dass sich das Bewusstseinsfeld auf der Erde verändert. Der Vorläufer des GCP nannte sie FieldREG und zeichnete 1997, als die Nachricht vom Tod Prinzessin Dianas um die Welt ging und bei vielen Menschen Entsetzen auslöste, ebenfalls starke, nicht durch „Zufälle“ erklärbare Ausschläge auf. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Ergebnisse selbstverständlich von der „etablierten“ Wissenschaft angezweifelt werden.

Dennoch ist es also irgendwie schon so, dass die Gedanken der Menschen eine Wirkung haben, die über den Körper/Geist des Einzelnen hinausgehen und sich sogar soweit kumulieren können, dass sich mit den vergleichsweise groben Messinstrumenten der Wissenschaft Veränderungen nachweisen lassen. Das sollte uns zu zwei Schlussfolgerungen veranlassen: Erstens: wenn viele Menschen gemeinsam ähnliche Gedanken und Emotionen haben, dann bewirkt das eine Veränderung in der Welt und zweitens: wir sollten sehr gut wählen, was wir denken und fühlen, denn … siehe erstens.

Man könnte nun der Meinung sein, dass jeder Mensch bestimmt immer irgendetwas anderes denkt als alle anderen (oder so ähnlich). Tatsächlich ist es aber so, dass auch im Kleinen durch die Massenmedien viele Menschen zum gleichen Zeitpunkt ähnliche Gedanken und Emotionen haben. Nehmen sie beispielsweise nur die Tagesschau: Millionen von Menschen in Deutschland sehen sie gleichzeitig an und wenn eine besonders schreckliche Meldung darin vorkommt, dann werden sich die allermeisten dieser Menschen ähnlich (schlecht) fühlen. Entsprechendes gilt für Nachrichtensendungen in jedem Land dieser Erde.

Für mich ist dies ein wichtiger Grund, warum ich aufgehört habe, den klassischen Nachrichten regelmäßig zu folgen. Ich habe mir die Frage gestellt: Welchen Einfluss hat es auf mein Leben, wenn ich weiß, dass z.B. ein Flugzeug über dem Atlantik abgestürzt ist? Vor allem macht es mir Angst, wenn ich das nächste Mal im Flugzeug sitze. Hat es eine positive Wirkung auf mein Leben oder bringt es mir irgendeinen Vorteil oder Wissensvorsprung? Kein bisschen! Warum sollte ich mir das also antun?

Auf der anderen Seite hat es sicherlich eine unterstützende Wirkung, wenn viele Menschen gleichzeitig ihre Macht nutzen und durch die Kraft des Bewusstseins positive Energie aussenden. In Experimenten ist nachweisbar, dass gemeinsame Meditationen einer genügend großen Gruppe von Menschen einen messbaren, positiven Effekt auf andere Menschen und die Gesellschaft haben (siehe hierzu das „Zu guter Letzt“ aus unserem März Newsletter). Aus diesem Grund werde ich, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Freunden den 11. November nutzen, um mich auf die positiven Dinge des Lebens zu fokussieren, zu meditieren und dieses besondere Datum gemeinsam zu feiern. Warum tun sie das nicht auch? Auch wenn es nur fünf Minuten sind (zum Beispiel ab 11:11 Uhr …. noch magischer ;-) ) in denen sie an die lieben Menschen in ihrem Leben denken und ihr Herz und ihren Verstand mit positiver Energie füllen. Ich bin mir sicher, dass dies ihnen (und wahrscheinlich auch der ganzen Welt) guttun wird!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen magischen 11. November.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg

Delia & Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (August 2011)

Umweltverschmutzung, Klimawandel, Schweinegrippe und jetzt ganz aktuell Schuldenkrise – die Medien versuchen uns mit Schreckensmeldungen auf Trab zu halten. Gar nicht so leicht, dabei einen klaren Kopf zu behalten und auf seinen Weg zu bleiben. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe den Eindruck, dass sich der Takt und das Ausmaß der negativen Meldungen in den Medien in den letzten Jahren deutlich, sogar schmerzhaft erhöht hat.

Woran liegt das? Ist die Welt wirklich dabei, auf ihren Untergang zuzusteuern? Ist das, was wir erleben das Vorspiel zum Amargeddon? Um es kurz zu machen: Nein, nein und nochmals nein! Was wir hier erleben ist auf jeden Fall ein großer Wandel, vielleicht sogar der größte seit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Aber es ist kein Weltuntergang! Der Unterschied zu früheren Veränderungen ähnlicher Größenordnung liegt meiner Meinung nach in zwei Dingen.

Zum einen gibt es inzwischen Massenmedien, die nahezu jeden Menschen der „zivilisierten“ Welt fast ohne Zeitverzögerung erreichen. In Zeiten von Fernsehen, Internet und Smartphones sind wir in der Lage, jederzeit Informationen abzurufen oder uns diese sogar aktiv zuschicken zu lassen. Das war früher anders – man hat abends die Nachrichten im Fernsehen oder Radio angesehen/angehört und bevor es die beiden gab, konnte man nur in der Zeitung gelesen, was so in der Welt los war. Das machte es möglich, eine gewisse Distanz zu Schreckensmeldungen aus aller Welt aufrecht zu erhalten (die den Großteil der Menschen ohnehin nicht betreffen oder beeinflussen).

Heute, mit der Flut von Bildern im Fernsehen oder im Internet, hat man das Gefühl, bei jedem Unfall, bei jeder Naturkatastrophe hautnah dabei zu sein – egal ob es im Nachbarort oder auf der anderen Seite der Erde stattfindet. Es ist leicht nachvollziehbar, dass unsere Stimmung dadurch nicht besser wird und der Gedankensprung „wenn das anderswo passiert, dann könnte es auch mir passieren“ ist auch schnell gemacht. Et voilà … da sind sie schon, unsere (irrationalen) Sorgen.

Der zweite wesentliche Faktor ist, dass die schlechten Nachrichten in den Medien gezielt in den Vordergrund gestellt werden. Oder wann haben Sie das letzte Mal eine richtig positive Meldung gesehen oder gehört? Und damit meine ich nicht „Das Haushaltsdefizit ist doch nicht so groß wie erwartet“ oder „Die bisher katastrophal hohe Zahl der Arbeitslosen ist leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben“.

Warum ist das so? Warum werden die schlechten Nachrichten so bevorzugt verbreitet? Hier habe ich zwei Theorien zur Auswahl. Nummer eins: „Only bad news is good news“ (Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten) – die Menschheit ist sensationsgeil, also geben wir ihnen Sensationen. Die Nachfrage nach schlechten Nachrichten motiviert die Medienmacher, diese zu produzieren. Theorie Nummer zwei: Menschen, die in Angst leben sind leichter zu manipulieren. Also sorgen diejenigen, die an den wirtschaftlichen und politischen Schalthebeln sitzen dafür, dass uns der Nachschub an schlechten Nachrichten nie ausgeht. Welche Theorie Sie für sich wählen sei ihnen selbst überlassen. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte.

Auf jeden Fall führt die Flut an Negativmeldungen über Politisches, Wirtschaftliches und Gesundheitliches dazu, dass die Menschen sich Sorgen machen, die sie vorher sicher nicht hatten. Ein Beispiel hierzu ist eine Bekannte, die vor kurzem ihr erstes Kind bekommen hat. Sie ist vollkommen aufgelöst, weil sie in den Medien oder von ihrem Arzt gehört hat, dass ein Zusammenhang zwischen SIDS (Sudden Infant Death Syndrome, Plötzlicher Kindstod) und der Bauchlage des Kindes bestehen soll, das heißt Babys, die gerne auf dem Bauch schlafen, sterben angeblich häufiger an SIDS. Das einige Monate alte Baby unserer Bekannten ist nun seit kurzem in der Lage, sich selbst vom Rücken auf den Bauch zu drehen (wie Babys das halt so machen). Die Folge ist, dass unsere Bekannte nachts nicht mehr schläft, weil sie aus Angst vor SIDS das Kind die ganze Zeit auf dem supermodernen Babyphon mit Monitor beobachtet und jedes Mal, wenn das Würmchen es wagt, sich umzudrehen, ins Kinderzimmer rennt, um ihr Kind wieder auf den Rücken zu legen. Hmm … ich frage mich, wie die Menschheit nur all die Tausende von Jahren überlebt hat, bevor man all das „wusste“.

Ja, es gibt Kinder, die plötzlich und ohne erkennbaren Grund sterben und ja, es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Bauchlage und SIDS herstellen. Bei solchen Studien – vorausgesetzt sie wurden tatsächlich ehrlich und sorgfältig angefertigt, was nicht immer der Fall ist – wird jedoch in der Regel ein statistischer Zusammenhang hergestellt, kein kausaler (ursächlicher). Das heißt, dass in der Beobachtungsgruppe (und nur dort) häufiger Kinder an SIDS gestorben sind, die auf dem Bauch geschlafen haben als diejenigen, die auf dem Rücken schlafen. Das heißt nicht, dass alle Kinder, die auf dem Bauch schlafen zwangsläufig am plötzlichen Kindstod sterben. Das gilt übrigens ebenso für beliebte andere gesundheitliche Risikofaktoren wie z.B. Cholersterinspiegel und Blutdruck. Nur weil der Cholesterinspiegel höher ist als ein letztlich willkürlich festgelegter Schwellenwert heißt das noch lange nicht, dass ich an einem Herzinfarkt sterben werde. Aus einem statistischen auf einen kausalen Zusammenhang zu schließen ist ungefähr so, als ob man beobachtete, dass es in Ländern mit besonders hoher Geburtenrate auch besonders viele Störche gibt und daraus schlösse, dass es wohl doch der Klapperstorch sein muss, der die Kinder bringt.

Warum schreibe ich das alles? Einfach nur, um Sie zu ermutigen, sich nicht von den Negativmeldungen beeinflussen zu lassen. Benutzen sie ihren gesunden Menschenverstand und trainieren Sie Ihre Intuiton. Es gibt keine besseren Ratgeber (insbesondere auch wenn es um Babys und Kinder geht). Nehmen sie all die guten Ratschläge von Apotheken-Umschau, Gesundheitsjournalen oder im auch ihren Ärzten zur Kenntnis und prüfen Sie sie. Recherchieren Sie im Zweifelsfall im Internet. Beschaffen Sie sich zusätzliche Informationen, gerne auch von Menschen, die zum Thema die genau entgegengesetzte Meinung haben (Paradebeispiel ist hier das Thema Impfen). Bilden Sie sich ihre eigene Meinung auf Basis einer möglichst großen Menge von Informationen und treffen Sie dann eine Entscheidung. Und wenn Ihnen alle erzählen, dass Bananen rot sind, sie aber mit jeder Faser ihres Seins wissen, dass Bananen gelb sind, dann vertrauen Sie dieser Intuition.

Es gibt zwei Essenzen, die ich Ihnen zu diesem Thema ans Herz legen möchte: Mountain Lion (Puma) und Sparrow (Sperling, siehe auch unter Essenz des Monats), beide von den Wild Earth Tieressenzen. Mountain Lion unterstützt uns dabei, unseren eigenen Weg zu gehen und uns nicht von all den Menschen oder Medien beeinflussen zu lassen, die uns immer wieder sagen: „Das kannst Du nicht“, „Das schaffst Du nicht“, „Das ist verrückt“, „Das kann nicht funktionieren“. So wie der Puma auf winzigen, steinigen Pfaden in den Bergen balanciert und dabei nie sein Ziel aus den Augen verliert, so sollten wir unseren eigenen Weg verfolgen. Die zweite Essenz, Sparrow, hilft uns, dabei sorgenfrei zu bleiben. Nur wenn wir den Kopf frei haben, können wir uns auf das Leben konzentrieren. Irrationale Sorgen haben keinen Nutzen – sie behindern und blockieren uns nur und kosten Energie.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen (und uns), dass das Wetter nun endlich ein wenig wärmer wird und wir den Rest des Sommers draußen genießen können.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg

Delia & Carsten Sann
Der Essenzenladen