Die überfahrenen Waschbären

Sabina PettittLiebe Essenzenfreunde,

der Morgen dämmerte, als ich mich der einspurigen Brücke näherte. Als ich abbremste, sah ich fünf „Klumpen“ auf der Straße liegen und einen weiteren, der von einem Vierbeiner im Maul weggetragen wurde.

Ich hielt an, sagte dem Autofahrer hinter mir Bescheid, dass da auf der Brücke tote oder verletzte Tiere lägen und dass ich angehalten hatte, um sie wegzubringen. Er sagte mir, ich solle vorsichtig sein, weil das eine, unverletzte Tier mich eventuell angreifen könne.

Aber natürlich hat mich der ältere Waschbär nicht angegriffen. Er war ganz und gar damit beschäftigt, seine getötete Familie von der Straße zu schaffen. Ich staunte über die Manifestation von Bewusstsein in diesem Tier, und gleichzeitig wunderte ich mich über das Bewusstein desjenigen, der mit offensichtlich zu hoher Geschwindigkeit gefahren war, und dieses Blutbad angerichtet hatte. Ich weinte.

Ich bin anschließend zügig weitergefahren, um die Scham darüber, ein Mensch zu sein, abzuschütteln. Alles was danach geblieben ist, ist Bewunderung und großer Respekt für das Tier, das sich so rührend um seine tote Familie gekümmert hat.

Vor kurzem habe ich einem Vortrag von Eckardt Tolle zum Thema „Die Macht der Gegenwart“ zugehört. Er sprach über die Natur, und dass sie keinen Stress kennt, denn Pflanzen und Tiere sind nur das, was sie sein können und sie streben nicht danach, mehr oder etwas anderes zu sein. Er fuhr damit fort zu beschreiben, wie unsere Aufmerksamkeit einen Baum tatsächlich dabei unterstützt, sein volles Potenzial zu leben. Er sagte, dass ein Baum oder irgendein Teil der Natur, der von präsentem, menschlichen Bewusstsein wahrgenommen wird, sich uns auf noch tiefgehendere Weise zeigen kann. Und da erinnerte ich mich aufs Neue daran, wie dankbar ich für diese Reise mit den Naturwesen bin – und wie dankbar ich selbst für solche Momente wie damals im Morgengrauen bin, wenn ich das Bewusstsein eines Waschbären wertschätzen kann und Zeuge seiner Fürsorge für seine getötete Famile sein darf, die er nicht auf der Straße liegen lässt, wo sie zu Brei zerquetscht worden wären.

Der Vergleich zwischen dem „dummen Tier“ und dem Autofahrer, der dieses Blutbad verursacht hat, ist eklatant. Ich spüre die Wut des Autofahrers. Und ich bin mir bewusst, dass das „dumme Tier“ alleine auf Basis seiner Instinkte eine höhere Form des Bewusstseins ausdrückt. Ich bin mir auch bewusst, dass wir als Menschen die Wahl haben. Jedes Mal, wenn wir eine Essenz nehmen, treffen wir die bewusste Entscheidung, die Intelligenz und Instinkte der Natur in unsere Gedanken, Worte, Gefühle und Taten einzuladen.

Vielen Dank, lieber Waschbär, dass Du mich diese Lektion gelehrt hast – und das in dem Moment als Du selbst am Boden zerstört warst.

Namasté

Das erinnert mich an eine uralte Geschichte in Sanskrit, die von den Kobras handelt, die niemals jemanden verletzen, der bereits harmlos ist.

„Wenn man das Prinzip des Nicht-Verletzens vollkommen integriert hat, dann geben die anderen Lebewesen ihre Feindlichkeit in seiner Gegenwart auf.“

Yoga Sutras von Patanjali

„Du brauchst dein Zimmer nicht zu verlassen, bleib einfach an Deinem Tisch sitzen und horche.
Du brauchst nicht einmal zu horchen, warte einfach.
Du brauchst nicht einmal zu warten, werde einfach still
und die Welt wird sich offenbaren, um demaskiert zu werden; Sie hat keine andere Wahl. Sie wird sich in Ekstase vor deinen Füßen wälzen.“

Franz Kafka

Liebe Grüße
Sabina Pettitt

Die einfachere Seite eines Tierheims

Foto: Christina Carrieres/WildARC

Foto: Christina Carrieres/WildARC

von Maryanne Campeau

Bei WildARC haben wir einen Sommer voller Ausreißer und verrückter Fischotter überstanden. Wenn man in der Pflege von verletzten Wildtieren arbeitet, sieht man so viel Leid, dass die Eskapaden der Jungen und Gesunden eine willkommene Abwechslung sind.

Als das Waschbär-Haus begann, sich langsam von mit der Flasche großgezogenen Waisen zu leeren, tummelten sich über 60 gerissene, zu allem bereite und maskierte Halbwüchsige im Gewirr des Außengeheges. Waschbären sind Meister darin, Schlösser zu öffnen und Lücken im Zaun auszunutzen. Eines Morgens schwankte ein Nadelbaum in der Nähe, weil er voll mit Waschbären war. Ihnen gefiel es ziemlich gut, im Baum zu sitzen. Wir konnten alle wieder einfangen und das Schlupfloch, das sie zur Flucht benutzt hatten, schließen. Dies war jedoch nur der erste von drei Ausbruchsversuchen – und es waren immer wieder dieselben Verdächtigen.

Um einen Tempowechsel zu erzeugen setzten sie als nächstes ihr Gehege unter Wasser. Irgendwie war es ihnen gelungen, den Wasserschlauch, den wir zur Reinigung verwenden, über Nacht voll aufzudrehen, und unsere Mitarbeiter sind am nächsten Morgen zur Arbeit gekommen und haben ein Durcheinander von schwimmenden Tieren und treibenden Schüsseln, Nahrungsresten und unterschiedlichsten Spielzeugen im neu entstandenen Waschbär-See vorgefunden.

Die andere Tierart, die für Gelächter und Herausforderungen gesorgt hat ist Lontra canadensis, der amerikanische Fischotter. Otter sind bekannt dafür, dass sie eine verspieltes Wesen haben und geschickt darin sind, sich Spaß zu verschaffen. Die Reparatur der Umwälzpumpe für das Becken war ziemlich teuer, nachdem eine Gruppe von Ottern sie mit Spielzeugen vollgestopft hatte. Diese kleinen Kerle brauchen unbedingt Wasserbecken und Rutschen.

Fischotter sind Familientiere und die Jungen leiden wirklich darunter, wenn sie von der Familie getrennt werden. Deshalb ist es wichtig, die Trauer und Einsamkeit zu behandeln. Purple Crocus und Starfish sind hilfreich bei Traurigkeit, und Hermit Crab ist bei allen Spezies das Mittel meiner Wahl bei Einsamkeit. Return to Happiness aus der Reihe der Mischungen für Tiere ist auch eine sehr gute Wahl. Die Delfinessenz darin hilft dabei, die ersten Tage der Erfahrung der Einsamkeit zu erleichtern, bevor andere Waisen als Gesellschaft eintreffen. Die Kids‘ Stuff Mischung, die ebenfalls die Delfinessenz enthält, ist ein weiteres gutes Mittel, wenn Herdentiere alleine bei uns sind und niedergeschlagen sind. Sie hilft auch den Mitgliedern unseres Teams, die nicht genügend spielerischen Ausgleich für ihre langen Schichten bekommen.

Alle Tierkinder bleiben bei uns, bis sie groß genug sind, um die Freilassung überstehen zu können. Essenzan spielen eine wichtige Rolle dabei, dass sie ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden aufrechterhalten können, bis es soweit ist. Balancer und Healing and Health Support sind zwei hilfreiche Essenzen in dieser Zeit. Travel with Ease und Earth Element sind die Standardkombinationen, die wir für den Tag der Freilassung verwenden. Die erste hilft dabei, mit der Transportkiste und der Fahrt klarzukommen, die zweite unterstützt sie dabei, sich sicher und emotional und mental geerdet zu fühlen, dass ihre Bedürfnisse in ihrer neuen Umgebung befriedigt werden.

Die Sommerfreuden gehen zuende. Die Waschbären werden in kleinen Gruppen an Orten freigelassen, wo sie hoffentlich gedeihen und keinen Ärger machen. Die Otter werden noch bis zum Frühling bei uns bleiben. Essenzen sind eine verlässliche Ressource vom Tag ihrer Ankunft bis zum Tag an dem sie uns wieder verlassen. Und dann beginnt das Abenteuer und der Spaß in der Freiheit.

Liebe Grüße
Maryanne

maryanne@pacificessences.com
www.spca.bc.ca/branches/wild-arc

Essenz des Monats: Inner Work (Wild Earth Tieressenzen)

Das Herz der Arbeit mit den Wild Earth Tieressenzen liegt in einer Prozess der tief gehenden, inneren Heilung. Heilung von all den Verletzungen, Wunden und nicht befriedigten Bedürfnissen, die wir in unserem Leben bisher erfahren haben. Nur wenn wir es schaffen, diese alten Wunden irgendwann zu heilen, können wir unser volles Potenzial entfalten und das Leben unserer Träume leben.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die Daniel Mapel in seinem eigenen Heilungsprozess und seiner Arbeit mit Klienten hatte ist, dass der erste Schritt hierbei die Bereitschaft ist, sich nach innen zu wenden. So viele Menschen versuchen durch Aktivitäten oder Ablenkungen den Schmerz zu verdrängen oder glauben, dass die Linderung von außen oder sogar durch andere Menschen geschieht. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Der einzige Weg hinaus ist, dass man einmal hindurch geht. Und dabei geht es nicht darum, alles Schlimme noch einmal zu erleben, sondern vielmehr darum, all den Zorn und die Tränen, die wir damals wahrscheinlich zurückgehalten haben (oder zurückhalten mussten) nach draußen zu lassen und auf angemessene Weise auszudrücken.

Die Essenzenmischung „Inner Work“ ist die erste aus der Reihe der Healing Path Essenzen. Dieses ganz besondere, aus sieben Essenzen bestehende Set wurde von Daniel Mapel vor dem Hintergrund seiner therapeutischen Arbeit zusammengestellt. Es unterstützt die sieben Phasen, die bei den meisten Menschen auf dem Weg ihrer Heilung natürlich auftreten durch bewusst gewählte Tieressenzen. Im Falle der „Inner Work“ Essenz ist das das Nilpferd (um tief gehende Gefühle annehmen zu können), der Waschbär (um die Wahrheit zu enthüllen), die Fledermaus (um durch die eigenen Schattenseiten navigieren zu können), das Löwenjunge (für Mut und Furchtlosigkeit) und das Elefantenkalb (um sich sicher und unterstützt zu fühlen). Alle Einzelessenzen befinden sich bereits in der Mischung „Inner Work“

Der beginnende Winter ist die Jahreszeit, in der wir die Ruhe und die Gelegenheit haben, uns nach innen zu wenden. Und auch für Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend keine schweren Traumata erlebt haben, gibt es sicherlich das eine oder andere im Innen zu tun. Jedes „Kilo“ an Ballast, das wir nicht mehr mit uns herumschleppen müssen, setzt Energie frei, die wir für andere, kreative Dinge verwenden können.

Die Stockbottle kostet 15,90 EUR. Wie immer bieten wir die Essenz des Monats auch als 30 ml Einnahmeflasche zum vergünstigten Preis von 9,90 EUR an.

http://shop.essenzenladen.de/Essenzen-Kristalle-el-42/Wild-Earth-Tieressenzen/Healing-Path-Essenzen/Inner-Work-Einnahmeflasche.html