Zu guter Letzt … (Juli 2016)

Carsten SannIn den letzten Monaten beschäftigt mich die Frage, wie wir auf unsere Umwelt und die daraus resultierenden Herausforderungen reagieren. Erwarten wir, Erfolg zu haben, oder rechnen wir von vornherein mit unserem Misserfolg? Lassen wir zu, dass uns Dinge ständig unter die Haut gehen, oder haben wir unseren Weg gefunden, klare Grenzen aufrechtzuerhalten? Im Juli geht es mir um das Thema emotionale und mentale Flexibilität.

Nach dem Viertelfinale der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien, bei der Mats Hummels eine weitestgehend unberechtigte gelbe Karte erhalten hat, wurde er von einem Reporter darauf angesprochen, dass er nun beim Halbfinale fehlen wird. Seine Reaktion war fantastisch: Er hat festgestellt, dass es halt nun so ist, und dass er einfach das Beste daraus machen wird. Zwischen den Zeilen konnte man auch noch hören, dass er keinen Gedanken mehr daran verschwenden wird, weil es einfach Dinge gibt, die sich nicht mehr ändern lassen und es nicht wert sind, Energie dafür aufzuwenden, um zu kämpfen. Was für eine entspannte Haltung.

Und dann gibt es da noch die Menschen, die, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, das Ziel anvisieren, und mit dem Impetus eines Stieres im Galopp darauf zu rennen, dabei Hindernisse platt walzen und Wände einrennen. Entweder sie erreichen Ihr Ziel dann (vollkommen entkräftet) tatsächlich, oder sie bleiben irgendwo zwischendrin auf der Strecke. Besonders im letzteren Fall neigt dieser Typus dazu, es als persönlichen Angriff zu empfinden, wenn sich ihm andere Menschen oder auch nur die Umstände in den Weg stellen. Gerne sieht er sich dann auch als Opfer …

In welche Richtung tendieren Sie denn, wenn etwas nicht so klappt, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus als Zeichen zu werten ist, wenn sich uns bei der Verfolgung eines Ziels immer wieder kleine und große Hindernisse in den Weg stellen. Was sein soll und was unserem Seelenplan entspricht geht immer leicht. Das heißt nicht, dass wir nicht auch oft die Ärmel hochkrempeln und uns anstrengen müssen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass der Kampf gegen Windmühlen nicht zu unserer Aufgabe auf diesem Planeten gehört. Deshalb werde ich immer sehr aufmerksam, wenn ich merke, dass der Weg, den ich eingeschlagen habe, auffällig steinig wird.

Manchmal kommt es tatsächlich vor, dass die Richtung, in die ich gehe, einfach die falsche ist. Wenn man jedoch übt, auf sein Bauchgefühl zu hören, dann kommt das relativ selten vor. In der Regel braucht ein Ziel, bei dem sich uns ständig Hindernisse in den Weg stellen, gewisse nur Modifikationen. Entweder ich verändere Teilaspekte dessen was ich will und auf einmal „flutscht“ es, oder ich wähle eine andere Herangehensweise. Grundvoraussetzung für dieses Spiel ist es jedoch, dass wir emotional und mental so flexibel sind, dass wir die Hindernisse erkennen, nicht persönlich nehmen und umgehend anfangen, darüber nachzudenken, was wir bei uns verändern können, anstatt uns schmollend in die Ecke zurückzuziehen und uns als Opfer zu fühlen.

Manchen Menschen fällt diese Flexibilität schwerer als anderen. Ich habe mir deshalb einmal Gedanken gemacht, welche Essenzen man zusammenstellen könnte, um genau diese Qualität in uns zu unterstützen. Herausgekommen ist dabei eine neue Mischung, die wir ab sofort unter dem Namen (Überraschung!) „Flexibilität“ anbieten. Enthalten sind eine Reihe von Pacific Essences Meeresessenzen und die vollständige Beschreibung finden Sie im Shop.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir alle Fähigkeiten, die wir brauchen, um im Leben glücklich zu werden, bereits mitgebracht haben. Und für den Umgang mit Herausforderungen und Hindernissen gibt es ein großes Spektrum an Werkzeugen – vor allem, wenn es um die Hindernisse geht, die wir uns selbst in den Weg legen, um daran zu wachsen. In meinem Leben fehlt mir ganz offensichtlich das „Gen“ für den Spaß am Kampf. Deshalb suche ich für mich immer Möglichkeiten, meine Ziele zu erreichen, ohne die Energie aufwenden zu müssen, Widerstände zu überwinden. Flexibilität gepaart mit Akzeptanz dessen, was bereits ist, hat sich für mich auf jeden Fall als kraftvolles Werkzeug dabei erwiesen.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Zu guter Letzt … (Mai 2016)

Carsten SannHaben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Rolle Werkzeuge in unserem Leben spielen und wie wichtig es ist gute Werkzeuge zu haben? Natürlich bringt das nur etwas, wenn man sie auch nutzt, und das am besten bewusst. Mir ist das in den letzten Wochen immer wieder klar geworden.

Der Begriff „Werkzeug“ ist mehrfach belegt und kann von Hammer und Zange bis zu einer bestimmten Methode, die man verwendet, vieles bezeichnen. Mir sind in letzter Zeit einige Dinge aufgefallen, die sich wunderbar unter diesem Begriff zusammenfassen lassen.

Die erste Begebenheit ist eher profaner Natur. Unser Tagesgeschäft im Essenzenladen wäre ohne das Internet nicht denkbar. Kunden bestellen über unseren Shop oder per E-Mail und selbst die Telefongespräche laufen dank „Voice-over-IP“ inzwischen über das Internet. Vor wenigen Jahren gehörten wir zu den ersten, die einen Glasfaseranschluss von der Telekom angeboten bekommen haben. Als das zur Debatte stand, musste ich nicht lange überlegen Das Internet ist für uns wie gesagt ein wichtiges Werkzeug und deshalb ist es unerlässlich, dass es zuverlässig funktioniert. Der DSL Anschluss den wir bisher hatten, war zwar ganz in Ordnung, jedoch ab und zu gestört und insgesamt nicht optimal. Der Glasfaseranschluss hingegen ist teurer, dafür aber stabil und schnell. Noch heute sage ich im Geiste regelmäßig Danke, dass wir diese Option angeboten bekommen haben, denn dieses „Werkzeug“ funktioniert seitdem problemlos und die Geschwindigkeit macht einfach Spaß.

Ein zweites Schlüsselerlebnis hatte ich bei meinem Hobby, der Fotografie. Weil ich in letzter Zeit immer wieder sportliche Events in geschlossenen Räumen fotografiere, habe ich mir ein neues Objektiv gegönnt, das das erleichtert und zusätzlich noch eine Reihe weiterer neuer Möglichkeiten eröffnet. Weil ich ein Freund von Effizienz bin (und die Dinger auch einen Haufen Geld kosten), habe ich mich vorher mit dem Thema ausführlich beschäftigt, das richtige Objektiv für mich herausgesucht und dann das notwendige Geld dafür investiert. Natürlich ist es so, dass der vor allem Mensch hinter der Kamera ausschlaggebend für die Qualität der Bilder ist, aber mit dem geeigneten Werkzeug stehen diesem Menschen einfach mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Die Ergebnisse meiner ersten Einsätze des neuen Objektivs waren durchweg begeisternd und jedesmal, wenn ich mir meine Lieblingsbilder aus den Serien wieder ansehe, kann ich einen kleinen Schauer der Dankbarkeit fühlen, dass ich dieses Geld richtig angelegt habe.

Die dritte Erkenntnis hatte ich in einer emotionalen Stresssituation. Ich habe mich über das Verhalten eines Bekannten sehr geärgert, und zwar so sehr, dass es mir die komplette Stimmung verhagelt hat. Irgendwann ist mir der Gedanke gekommen, dass die Menge des Ärgers, die ich spürte, in keiner Relation zur Situation stand, wenn ich sie versuchte, möglichst objektiv zu betrachten. Offensichtlich war da noch etwas anderes am Laufen. Ich habe dann den kinesiologischen Muskeltest als Werkzeug eingesetzt um herauszufinden, was da läuft und was ich tun kann, um Abhilfe zu schaffen. Letztlich war es mir mit diesem (dem in dieser Situation richtigen) Werkzeug möglich, schnell herauszufinden, dass mein eigentlicher Ärger gar nicht der aktuellen Situation galt, sondern einer Reihe von alten Situationen mit einer völlig anderen Person. Nachdem ich den Zorn dann (mit weiteren kinesiologischen Werkzeugen und Essenzen) in die richtige Richtung umgelenkt hatte, war ich wie ausgewechselt und meine Stimmung wieder blendend.

Ich habe aus diesen Begebenheiten mehrere Erkenntnisse gezogen:

  1. Es ist kontraproduktiv, am falschen Ende zu sparen, denn schlechte oder ungeeignete Werkzeuge schaden mehr, als dass sie helfen. Da Qualität in der Regel ihren Preis hat, ist es besser, für ein gutes Werkzeug zu sparen, als vorschnell ein schlechtes zu kaufen.
  2. Die richtigen Werkzeuge erweitern unserem Möglichkeiten immens – oder haben Sie schon einmal versucht, einen Nagel mit dem Daumen in einen Holzbalken zu drücken
  3. Die besten Werkzeuge nutzen nichts, wenn man sie nicht einsetzt. Ich hätte mich auch noch stundenlang über meinen Bekannten ärgern können. Durch den Einsatz des richtigen Werkzeugs habe ich relativ schnell dafür gesorgt, dass es mir wieder gut ging.

Über das Thema Kompromisse hatte ich vor längerem schon einmal geschrieben. Bei unseren Werkzeugen, so ist meine Überzeugung, ist es wichtig dass wir keine – oder wenn es nicht vermeidbar ist – zumindest keine faulen Kompromisse eingehen. Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal darüber nachgedacht, ob Sie für die verschiedenen Bereiche Ihres Lebens die richtigen Werkzeuge haben, oder was Sie tun können, um diese zu bekommen?

Ich wünsche Ihnen sonnige Frühlingstage!

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen